
                         Die Debian GNU/Linux-FAQ
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                        Die Autoren der Debian-FAQ

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Zusammenfassung
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     Dieses Dokument beantwortet hufig gestellte Fragen ber Debian
     GNU/Linux.


Copyright-Hinweis
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     Copyright (C) 1996-2005 by Software in the Public Interest

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     modified versions, except that this permission notice may be included
     in translations approved by the Free Software Foundation instead of in
     the original English.


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Inhalt
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     1.        Definitionen und berblick
     1.1.      Was ist diese FAQ?
     1.2.      Was ist Debian GNU/Linux?
     1.3.      OK, jetzt wei ich, was Debian ist ... aber was ist Linux?!
     1.4.      Bezieht sich Debian nur auf GNU/Linux?
     1.5.      Was ist der Unterschied zwischen Debian GNU/Linux und
               anderen Linux-Distributionen? Warum sollte ich Debian statt
               einer anderen Distribution whlen?
     1.6.      Wie fgt sich das Debian-Projekt in das GNU-Projekt der Free
               Software Foundation ein und lsst sich damit vergleichen?
     1.7.      Wie spricht man Debian aus und was bedeutet das?

     2.        Debian GNU/Linux besorgen und installieren
     2.1.      Was ist die aktuellste Version von Debian?
     2.2.      Gibt es Paketaktualisierungen in Stable?
     2.3.      Woher/wie kann ich mir die Debian-Installationsmedien
               besorgen?
     2.4.      Wie kann ich Debian von CD-ROMs installieren?
     2.5.      Warum enthlt die offizielle Stable CD-ROM symbolische Links
               fr Frozen und Unstable? Ich dachte, diese CD enthlt
               nur Stable!
     2.6.      Ich habe einen CD-Brenner, gibt es irgendwo CD-Imagedateien?
     2.7.      Kann ich von ein paar Disketten installieren?
     2.8.      Kann ich Debian direkt ber das Internet besorgen und
               installieren?

     3.        Eine Debian-Distribution auswhlen
     3.1.      Welche Debian-Distribution (Stable/Testing/Unstable) ist
               geeignet fr mich?
     3.1.1.         Sie haben mir empfohlen, Stable zu installieren.
                    Allerdings wird unter stable bestimmte Hardware nicht
                    erkannt oder funktioniert nicht richtig. Was soll ich
                    tun?
     3.1.2.         Gibt es unterschiedliche Versionen eines Pakets in
                    unterschiedlichen Distributionen?
     3.1.3.         Die stabile Distribution enthlt wirklich eine ganze
                    Menge ziemlich veralteter Pakete, wie an Kde, Gnome,
                    Xorg oder sogar dem Kernel deutlich erkennbar ist.
                    Warum ist das so?
     3.1.4.         Wenn ich zu einer anderen Distribution wechseln wollte,
                    ginge das?
     3.1.5.         Sollte man Testing oder Unstable installieren?
     3.1.6.         Hier ist die Rede davon, dass Testing "kaputt" gehen
                    kann. Was soll das heien?
     3.1.7.         Wie kann es sein, dass Testing monatelang kaputt ist?
                    Wrden die in Unstable eingepflegten Fehlerkorrekturen
                    nicht direkt in Testing einflieen?
     3.1.8.         Vom Standpunkt eines Systemverwalters her gesehen:
                    Welche Distribution verlangt mehr Aufmerksamkeit?
     3.1.9.         Was passiert, wenn eine neue Version von Debian
                    verffentlicht wird?
     3.1.10.        Ich habe einen Desktop-Rechner/Rechner-Cluster mit
                    Debian. Wie kann ich herausfinden, welche Distribution
                    darauf luft?
     3.1.11.        Augenblicklich verwende ich stable. Kann ich zu Testing
                    oder Unstable wechseln? Und wenn, wie?
     3.1.12.        Im Augenblick verwende ich Testing (wheezy). Was wird
                    passieren, wenn eine neue Verffentlichung herauskommt?
                    Werde ich weiterhin Testing haben oder wird auf meinem
                    Rechner die neue stabile Distribution laufen?
     3.1.13.        Ich bin noch immer verwirrt. Was sagten Sie, solle ich
                    installieren?
     3.2.      Aber was ist mit Knoppix, Linex, Ubuntu und all den anderen
               Distributionen?
     3.2.1.         Ich wei jetzt, dass Knoppix/Linex/Ubuntu/ ... auf
                    Debian basieren. Bedeutet das auch, dass ich die 'apt'
                    Paketwerkzeuge verwenden kann, wenn ich eine dieser
                    Distributionen auf meiner meiner Festplatte
                    installiere?
     3.2.2.         Ich habe Knoppix/Linex/Ubuntu/... auf meiner Festplatte
                    installiert. Jetzt habe ich ein Problem. Was soll ich
                    tun?
     3.2.3.         Ich benutze Knoppix/Linex/Ubuntu/... und mchte nun
                    Debian verwenden. Wie steige ich um?

     4.        Kompatibilittsfragen
     4.1.      Auf welchen Hardware-Architekturen/Systemen luft Debian
               GNU/Linux?
     4.2.      Wie kompatibel ist Debian mit anderen Linux-Distributionen?
     4.3.      Wie sehr ist der Quellcode von Debian kompatibel mit anderen
               Unix-Systemen?
     4.4.      Kann ich Debian-Pakete (.deb-Dateien) auf meinem Red
               Hat-/Slackware-/... Linux-System verwenden? Kann ich Red
               Hat-Pakete (.rpm-Dateien) auf meinem Debian
               GNU/Linux-System verwenden?
     4.5.      Wie soll ich ein nicht-Debian-Programm installieren?
     4.6.      Warum kann ich Programme nicht kompilieren, die libtermcap
               bentigen?
     4.7.      Warum kann ich AccelX nicht installieren?
     4.8.      Warum strzen meine alten XFree 2.1 Motif-Anwendungen ab?

     5.        Fr Debian-Systeme verfgbare Software
     5.1.      Welche Art von Anwendungen und Entwicklungsprogrammen sind
               fr Debian GNU/Linux verfgbar?
     5.2.      Wer schreibt die ganzen Programme?
     5.3.      Wie kann ich eine Liste der Programme, die momentan fr
               Debian paketiert wurden, bekommen?
     5.4.      Was fehlt bei Debian GNU/Linux?
     5.5.      Wieso bekomme ich die Nachricht ld: cannot find -lfoo,
               wenn ich Programme kompiliere? Warum gibt es keine
               libfoo.so-Dateien in den Debian-Bibliothekspaketen?
     5.6.      (Wie) Untersttzt Debian Java?
     5.7.      Wie kann ich prfen, ob ich ein Debian-System benutze und
               welche Version es ist?
     5.8.      Wie untersttzt Debian andere Sprachen als Englisch?
     5.9.      Was ist mit den US-Export-Limitierungsregelungen?
     5.10.     Wo ist pine?
     5.11.     Wo sind qmail/ezmlm/djbdns?

     6.        Die Debian FTP-Archive
     6.1.      Wie viele Debian-Distributionen gibt es?
     6.2.      Was haben all diese Namen wie Etch, Lenny, usw. zu
               bedeuten?
     6.2.1.         Welche Codenamen wurden in der Vergangenheit verwendet?
     6.2.2.         Woher stammen diese Codenamen?
     6.3.      Was ist mit Sid?
     6.4.      Was enthlt das stable-Verzeichnis?
     6.5.      Was enthlt das testing-Verzeichnis?
     6.5.1.         Wie erhlt Testing den frozen-Status?
     6.6.      Was enthlt das unstable-Verzeichnis?
     6.7.      Was haben all die Verzeichnisse in den Debian-FTP-Archiven
               zu bedeuten?
     6.8.      Was haben die ganzen Verzeichnisse in `dists/stable/main' zu
               bedeuten?
     6.9.      Wo befindet sich der Quellcode?
     6.10.     Was befindet sich im `pool'-Verzeichnis?
     6.11.     Was ist Incoming?
     6.12.     Wie erstelle ich mein eigenes, apt-taugliches Paketdepot?

     7.        Grundlagen des Debian-Paketverwaltungssystems
     7.1.      Was ist ein Debian-Paket?
     7.2.      Was ist das Format eines binren Debian-Pakets?
     7.3.      Warum sind Debian-Paketdateinamen so lang?
     7.4.      Was ist eine Debian-Kontroll-Datei?
     7.5.      Was ist ein Debian Conffile?
     7.6.      Was sind die Debian preinst-, postinst-, prerm- und
               postrm-Skripte?
     7.7.      Was ist ein _Essential_-, _Required_-, _Important_-,
               _Standard_-, _Optional_- oder _Extra_-Paket?
     7.8.      Was ist ein virtuelles Paket?
     7.9.      Was ist damit gemeint, ein Paket _Depends_, _Recommends_,
               _Suggests_, _Conflicts_, _Replaces_ oder _Provides_ ein
               anderes Paket?
     7.10.     Was bedeutet Pre-Depends (Vor-Abhngigkeit)?
     7.11.     Was bedeutet _unknown_, _install_, _remove_ _purge_ und
               _hold_ im Paket-Status?
     7.12.     Wie stelle ich ein Paket auf hold (halten)?
     7.13.     Wie installiere ich ein Quelltext-Paket?
     7.14.     Wie baue ich ein Binr-Paket aus einem Quelltext-Paket?
     7.15.     Wie kann ich selbst Debian-Pakete erstellen?

     8.        Die Debian-Paketverwaltungswerkzeuge
     8.1.      Welche Programme bietet Debian an, um seine Pakete zu
               verwalten?
     8.1.1.         dpkg
     8.1.2.         APT
     8.1.3.         aptitude
     8.1.4.         dselect
     8.1.5.         Andere Paketverwaltungswerkzeuge
     8.2.      Debian erhebt den Anspruch, dazu in der Lage zu sein, ein
               laufendes Programm zu aktualisieren. Wie ist es dazu in der
               Lage?
     8.3.      Wie kann ich sehen, welche Pakete bereits auf einem
               Debian-System installiert sind?
     8.4.      Wie kann ich herausfinden, welches Paket eine bestimmte
               Datei angelegt hat?
     8.5.      Warum wird foo-data nicht entfernt, wenn ich foo
               deinstalliere? Wie stelle ich sicher, dass alte unbenutzte
               Bibliothekspakete entfernt werden?

     9.        Wie man sein Debian-System auf dem Laufenden hlt
     9.1.      Wie kann ich meine Debian-Distribution 1.3.1 (oder lter),
               basierend auf libc5, auf 2.0 (oder aktueller), basierend auf
               libc6, aufrsten?
     9.2.      Wie kann ich mein Debian-System aktuell halten?
     9.2.1.         aptitude
     9.2.2.         apt-get, dselect and apt-cdrom
     9.2.3.         dpkg-ftp
     9.2.4.         mirror
     9.2.5.         dpkg-mountable
     9.3.      Muss ich in den Einzelbenutzermodus wechseln um Pakete
               aufzursten?
     9.4.      Muss ich all diese .deb-Archivdateien auf meinem Rechner
               aufbewahren?
     9.5.      Wie kann ich protokollieren, welche Pakete ich meinem System
               hinzugefgt habe? Ich mchte gerne wissen, wann welche
               Pakete aufgerstet oder entfernt wurden!

     10.       Debian und der Kernel
     10.1.     Kann ich einen Kernel ohne gewisse Debian-spezifische
               Optimierungen installieren und kompilieren?
     10.2.     Welche Werkzeuge zum Erzeugen eines angepassten Kernels
               stellt Debian zur Verfgung?
     10.3.     Wie kann ich eine angepasste Bootdiskette erstellen?
     10.4.     Welche speziellen Einrichtungen bietet Debian im Umgang mit
               Modulen?
     10.5.     Kann ich sicher ein altes Kernel-Paket deinstallieren und
               wenn ja, wie?

     11.       Anpassen Ihrer Debian GNU/Linux-Installation
     11.1.     Wie kann ich sicherstellen, dass alle Programme die selbe
               Papiergre verwenden?
     11.2.     Wie kann kann ich Zugang zu Peripheriegerten zur Verfgung
               stellen ohne die Sicherheit zu kompromittieren?
     11.3.     Wie kann ich eine Konsolen-Schriftart auf Debian-Art beim
               Systemstart laden?
     11.4.     Wie kann ich die Standardeinstellung eines X11-Programms
               konfigurieren?
     11.5.     Jede Distribution scheint eine andere boot-up-Methode zu
               haben. Beschreiben Sie jene von Debian.
     11.6.     Es scheint so, als ob Debian `rc.local' nicht zum Anpassen
               des Bootprozesses verwendet; welche Einrichtungen gibt es?
     11.7.     Wie geht das Paketverwaltungssystem mit Paketen um, die
               Konfigurationsdateien fr andere Pakete enthalten?
     11.8.     Wie kann ich eine durch ein Paket installierte Datei auer
               Kraft setzen, so dass stattdessen eine andere Version
               verwendet werden kann?
     11.9.     Wie kann ich meine lokal erstellten Pakete in die Liste der
               verfgbaren Pakete, von denen das Paketmanagementsystem
               wei, aufnehmen?
     11.10.    Einige Benutzer mgen mawk, andere gawk; einige mgen vim,
               andere elvis; einige trn, wieder andere tin; wie untersttzt
               Debian die Vielfalt?

     12.       Untersttzung fr Debian GNU/Linux
     12.1.     Welche andere Dokumentation gibt es auf einem und fr ein
               Debian-System?
     12.2.     Gibt es Online-Hilfsmittel um ber Debian zu diskutieren?
     12.2.1.        Mailinglisten
     12.2.2.        Verantwortliche
     12.2.3.        Usenet-Nachrichtengruppen
     12.3.     Gibt es einen schnellen Weg, um nach Informationen ber
               Debian GNU/Linux zu suchen?
     12.4.     Gibt es Protokolle von bekannten Fehlern?
     12.5.     Wie melde ich einen Fehler in Debian?

     13.       Zum Debian-Projekt beitragen
     13.1.     Wie kann ich Debian-Software-Entwickler werden?
     13.2.     Wie kann ich Ressourcen zum Debian-Projekt beisteuern?
     13.3.     Wie kann ich das Debian-Projekt finanziell untersttzen?
     13.3.1.        Software in the Public Interest
     13.3.2.        Free Software Foundation

     14.       Debian GNU/Linux in einem kommerziellen Produkt verwenden
     14.1.     Kann ich Debian-CDs erstellen und verkaufen?
     14.2.     Kann Debian mit unfreier (non-free) Software paketiert
               werden?
     14.3.     Ich erstelle eine spezielle Linux-Distribution fr einen
               vertical market. Kann ich Debian GNU/Linux als
               Linux-Grundsystem verwenden und meine eigenen Programme
               hinzufgen?
     14.4.     Kann ich mein kommerzielles Programm in einem Debian-Paket
               ablegen, damit es auf jedem Debian-System mhelos
               installiert werden kann?

     15.       Erwartete nderungen in der nchsten Hauptversion von Debian
     15.1.     Untersttzung fr nicht Englisch sprechende Benutzer
     15.2.     Schnelleres booten: Abhngigkeitsbasierte Boot-Sequenz
     15.3.     Verbesserungen im Debian-Installationsprogramm
     15.4.     Weitere (Rechner-)Architekturen
     15.5.     Zustzliche Kernel

     16.       Allgemeine Informationen ber die FAQ
     16.1.     Autoren
     16.2.     Feedback
     16.3.     Verfgbarkeit
     16.4.     Dokumentformat


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1. Definitionen und berblick
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1.1. Was ist diese FAQ?
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     Dieses Dokument enthlt oft gestellte Fragen (zusammen mit den
     Antworten!) ber die Debian-Distribution (Debian GNU/Linux und andere)
     und ber das Debian-Projekt.  Wenn mglich, werden Verweise auf andere
     Dokumentationen angegeben; es werden keine langen Abschnitte externer
     Dokumentation in diesem Dokument wiedergegeben.  Sie werden bemerken,
     dass einige Antworten etwas Wissen ber Unix-hnliche Betriebssysteme
     voraussetzen.  Es wird versucht, so wenig Vorwissen wie mglich
     vorauszusetzen, Antworten auf allgemeine Anfngerfragen werden einfach
     gehalten.

     Wenn Sie das, was Sie suchen, in dieser FAQ nicht finden, werfen Sie
     einen Blick auf Abschnitt 12.1, `Welche andere Dokumentation gibt es
     auf einem und fr ein Debian-System?'.  Wenn selbst das nicht hilft,
     wird auf Abschnitt 16.2, `Feedback' verwiesen.


1.2. Was ist Debian GNU/Linux?
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     Debian GNU/Linux ist eine bestimmte _Distribution_ des
     Linux-Betriebssystems und zahlreicher Pakete, die darunter laufen.

     Debian GNU/Linux ist:

        * _Voll ausgestattet_: Debian enthlt zur Zeit mehr als 29000
          Softwarepakete.  Die Anwender knnen whlen, welche Pakete
          installiert werden sollen; fr diesen Zweck bietet Debian ein
          Werkzeug.  Eine Liste derzeit in Debian verfgbarer Pakete und
          deren Beschreibungen finden Sie auf jedem Debian-Spiegelserver
          (http://www.debian.org/distrib/ftplist).

        * _Frei benutzbar und verteilbar_: Es ist nicht ntig, einer
          Vereinigung anzugehren oder zu bezahlen, um an der Distribution
          und Entwicklung teilzunehmen.  Alle Pakete, die formal Teil von
          Debian GNU/Linux sind, knnen frei weitergegeben werden,
          normalerweise unter den Bedingungen der GNU General Public
          License.

          Das FTP-Archiv von Debian enthlt auch ungefhr 187
          Software-Pakete (in den `non-free'- und `contrib'-Bereichen), die
          unter den speziellen Bedingungen des jeweiligen Paketes
          weitergegeben werden knnen.

        * _Dynamisch_: Mit ungefhr 880 Freiwilligen, die stndig neuen und
          verbesserten Code beisteuern, entwickelt sich Debian rasant
          weiter.  Neue Releases sollen innerhalb weniger Monate erscheinen
          und die FTP-Archive werden tglich aktualisiert.

     Die meisten Linux-Benutzer verwenden eine bestimmte
     _Linux-Distribution_ wie etwa Debian GNU/Linux.  Im Prinzip knnten
     Anwender sich den Linux-Kernel jedoch auch selbst aus dem Internet
     oder andernorts besorgen und ihn selbst bersetzen.  Anschlieend
     knnten sie sich den Quelltext vieler Anwendungen auf dem selben Weg
     besorgen, die Programme bersetzen und diese dann auf ihren Systemen
     installieren.  Fr komplexe Anwendungen kann dieser Prozess nicht nur
     zeitaufwndig sein, sondern auch fehleranfllig.  Um das zu vermeiden,
     entscheiden sich Anwender oft dafr, das Betriebssystem und die
     Programmpakete von einem der Linux-Distributoren zu beziehen.  Was die
     einzelnen Linux-Distributoren voneinander unterscheidet, sind die
     Software, Protokolle und ihre Gepflogenheiten im Umgang mit
     Paketierung, Installation und der Verfolgung der auf den
     Anwendersystemen installierten Programmpakete; kombiniert mit
     Installations- und Wartungswerkzeugen, Dokumentation und anderen
     Dienstleistungen.

     Debian GNU/Linux ist das Ergebnis der Anstrengungen Freiwilliger, ein
     freies, qualitativ hochwertiges und mit Unix kompatibles
     Betriebssystem zu schaffen, komplettiert durch eine ganze Suite von
     Programmen.  Die Idee eines freien Unix-hnlichen Betriebssystems
     stammt ursprnglich vom GNU-Projekt und viele der Anwendungen, die
     Debian GNU/Linux ausmachen, wurden vom GNU-Projekt entwickelt.

     Fr Debian hat frei die Bedeutung im Sinne von GNU (siehe Debian Free
     Software Guidelines
     (http://www.debian.org/social_contract#guidelines)).  Wenn wir von
     freier Software sprechen, beziehen wir uns auf Freiheit und nicht auf
     den Preis.  Freie Software bedeutet, dass Sie die Freiheit haben,
     Kopien freier Software zu vertreiben, dass Sie den Quelltext bei
     Bedarf erhalten knnen, dass Sie die Software verndern oder Teile
     davon in neuen freien Programmen verwenden knnen; und dass Sie
     wissen, diese Dinge tun zu knnen.

     Das Debian-Projekt wurde 1993 von Ian Murdock gegrndet, anfangs unter
     der Schirmherrschaft des GNU-Projekts der Free Software Foundation.
     Heutzutage betrachten es die Debian-Entwickler als direkten Nachkommen
     des GNU-Projekts.

     Obwohl Debian GNU/Linux selbst freie Software ist, stellt es eine
     Basis dar, auf der erweiterte Linux-Distributionen aufbauen knnen.
     Indem ein zuverlssiges, voll ausgestattetes Basissystem zur Verfgung
     gestellt wird, bietet Debian Anwendern von Linux erhhte
     Kompatibilitt und den Herstellern von Linux-Distributionen die
     Mglichkeit, doppelten Aufwand zu vermeiden und sich auf die Dinge zu
     konzentrieren, die ihre Distribution besonders machen.  Fr weitere
     Informationen dazu schauen Sie sich bitte Abschnitt 14.3, `Ich
     erstelle eine spezielle Linux-Distribution fr einen vertical
     market.  Kann ich Debian GNU/Linux als Linux-Grundsystem verwenden
     und meine eigenen Programme hinzufgen?'  an.


1.3. OK, jetzt wei ich, was Debian ist ... aber was ist Linux?!
----------------------------------------------------------------

     Kurz gesagt stellt Linux den Kernel eines Unix-hnlichen
     Betriebssystems dar.  Es wurde ursprnglich fr 386-PCs (und besser)
     entwickelt; heutzutage luft Linux auch auf einem Dutzend anderer
     Systeme.  Linux wurde von Linus Torvalds und vielen Informatikern auf
     der ganzen Welt geschrieben.

     Abgesehen von seinem Kernel hat ein Linux-System blicherweise:

        * ein Dateisystem, das sich an den Linux Filesystem Hierarchy
          Standard http://www.pathname.com/fhs/ hlt.

        * eine groe Auswahl an Unix-Werkzeugen, von denen viele vom
          GNU-Projekt und der Free Software Foundation entwickelt wurden.

     Die Kombination von Linux-Kernel, dem Dateisystem, den GNU-, FSF- und
     sonstigen Werkzeugen zielt darauf ab, dem POSIX (IEEE 1003.1)-Standard
     zu entsprechen; siehe Abschnitt 4.3, `Wie sehr ist der Quellcode von
     Debian kompatibel mit anderen Unix-Systemen?'.

     Fr weitere Informationen ber Linux siehe What is Linux
     (http://www.linux.org/info/) von Linux Online (http://www.linux.org/).


1.4. Bezieht sich Debian nur auf GNU/Linux?
-------------------------------------------

     Derzeit ist Debian nur fr Linux erhltlich, aber mit Debian GNU/Hurd
     und Debian auf BSD-Kerneln haben wir angefangen, nicht-Linux-basierte
     Betriebssysteme als Entwicklungs-, Server- und Desktop-Plattform
     anzubieten.  Dennoch sind diese nicht-Linux-Portierungen derzeit noch
     nicht offiziell verfgbar.

     Die lteste Portierungsanstrengung ist Debian GNU/Hurd.

     Hurd ist eine Ansammlung von Servern, die auf dem GNU Mach-Microkernel
     aufsetzen.  Zusammen stellen sie die Basis des GNU-Betriebssystems
     dar.

     Unter http://www.gnu.org/software/hurd/ finden Sie weitere
     Informationen ber GNU/Hurd im Allgemeinen, unter
     http://www.debian.org/ports/hurd/ weitere Informationen ber Debian
     GNU/Hurd.

     Eine zweite Anstrengung ist die Portierung auf einen BSD-Kernel, wobei
     sowohl mit NetBSD- als auch mit FreeBSD-Kerneln gearbeitet wird.

     Weitere Informationen zu diesen nicht-Linux-Portierungen finden Sie
     unter http://www.debian.org/ports/#nonlinux.


1.5. Was ist der Unterschied zwischen Debian GNU/Linux und anderen
Linux-Distributionen? Warum sollte ich Debian statt einer anderen
Distribution whlen?
----------------------------------------------------------------------------

     Diese Schlsselmerkmale unterscheiden Debian von anderen
     Linux-Distributionen:

     Freiheit:
          Wie im Debian-Gesellschaftsvertrag
          (http://www.debian.org/social_contract) aufgefhrt, wird Debian
          100% frei bleiben.  Debian nimmt es mit der Beschrnkung auf
          echte freie Software sehr ernst.  Die Richtlinien zum Bestimmen,
          ob eine Arbeit frei ist, werden in den Debian-Richtlinien fr
          Freie Software (http://www.debian.org/social_contract#guidelines)
          aufgefhrt.

     Das Paketverwaltungssystem von Debian:
          Das ganze System oder jede einzelne seiner Komponenten kann im
          laufenden Betrieb aktualisiert werden, ohne neu formatieren zu
          mssen, ohne angepasste Konfigurationsdateien zu verlieren und
          (in den meisten Fllen) ohne Neustart des Systems.  Die meisten
          heutzutage erhltlichen Linux-Distributionen bringen ein
          Paketverwaltungssystem mit; das Paketverwaltungssystem von Debian
          ist einzigartig und besonders robust (siehe Kapitel 7,
          `Grundlagen des Debian-Paketverwaltungssystems').

     Offene Entwicklung:
          Whrend andere Linux-Distributionen von einzelnen Personen,
          kleinen, geschlossenen Gruppen oder kommerziellen Herstellern
          entwickelt werden, ist Debian die einzige bedeutende
          Linux-Distribution, die in Zusammenarbeit von vielen einzelnen
          Personen ber das Internet entwickelt wird, im gleichen Geiste
          wie Linux und andere freie Software.

          Mehr als 880 freiwillige Paketbetreuer arbeiten an ber 29000
          Paketen und verbessern Debian GNU/Linux.  Die Debian-Entwickler
          tragen zum Projekt meistens nicht bei, indem sie neue Programme
          schreiben, sondern durch das Paketieren bestehender Software
          entsprechend den Projektstandards, indem sie Fehlermeldungen an
          die Programmautoren melden und indem sie die Anwender
          untersttzen.  Schauen Sie sich auch die weiteren Informationen
          dazu, wie Sie beitragen knnen, unter Abschnitt 13.1, `Wie kann
          ich Debian-Software-Entwickler werden?'  an.

     Das universelle Betriebssystem:
          Debian enthlt mehr als 29000 Pakete
          (http://packages.debian.org/stable/) und luft auf 9
          Architekturen (http://www.debian.org/ports/).  Das ist bedeutend
          mehr als was bei anderen GNU/Linux Distributionen verfgbar ist.
          Abschnitt 5.1, `Welche Art von Anwendungen und
          Entwicklungsprogrammen sind fr Debian GNU/Linux verfgbar?'
          bietet einen berblick ber die angebotene Software und Abschnitt
          4.1, `Auf welchen Hardware-Architekturen/Systemen luft Debian
          GNU/Linux?'  eine Beschreibung der untersttzten
          Hardware-Plattformen.

     Die Fehlerdatenbank:
          Die geografische Ausbreitung der Debian-Entwickler machte es
          ntig, ber ausgeklgelte Werkzeuge und Mittel zur schnellen
          Kommunikation von Fehlern und deren Behebung zu verfgen, um die
          Entwicklung des Systems zu beschleunigen.  Die Anwender sind dazu
          aufgefordert, Fehlermeldungen auf eine formale Art und Weise zu
          bermitteln, so dass sie schnell ber WWW-Archive oder E-Mail
          verfgbar sind.  Siehe dazu auch weitere Informationen in dieser
          FAQ bezglich der Handhabung des Fehlerprotokolls unter Abschnitt
          12.4, `Gibt es Protokolle von bekannten Fehlern?'.

     Die Debian-Richtlinien:
          Debian hat eine ausfhrliche Spezifikation unserer
          Qualittsstandards, die Debian-Richtlinien.  Dieses Dokument
          definiert die Qualitten und Standards, die wir fr Debian-Pakete
          zur Richtschnur erheben.

     Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte unserer Web-Seite ber
     Grnde fr die Wahl von Debian
     (http://www.debian.org/intro/why_debian).


1.6. Wie fgt sich das Debian-Projekt in das GNU-Projekt der Free Software
Foundation ein und lsst sich damit vergleichen?
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     Das Debian-System basiert auf den Idealen freier Software, die zuerst
     von der Free Software Foundation (http://www.gnu.org/) und vor allem
     von Richard Stallman (http://www.stallman.org/) vertreten wurden.  Die
     mchtigen System-Entwicklungswerkzeuge der FSF und die Werkzeuge und
     Anwendungen sind ebenfalls ein fester Bestandteil des Debian-Systems.

     Das Debian-Projekt ist unabhngig von der FSF, aber wir kommunizieren
     regelmig und arbeiten bei verschiedenen Projekten zusammen.  Die FSF
     hat ausdrcklich verlangt, dass wir unser System Debian GNU/Linux
     nennen, und wir kommen dieser Aufforderung gerne nach.

     Das langfristige Ziel der FSF ist es, ein neues Betriebssystem namens
     GNU zu entwickeln, das auf Hurd (http://www.gnu.org/software/hurd/)
     basiert.  Debian arbeitet mit der FSF zusammen an diesem System, das
     Debian GNU/Hurd (http://www.debian.org/ports/hurd/) genannt wird.


1.7. Wie spricht man Debian aus und was bedeutet das?
-----------------------------------------------------

     Der Name des Projekts wird Englisch Deb'-ii-en ausgesprochen, mit
     einem kurzen e wie in Debt und mit Betonung auf der ersten Silbe.
     Dieser Name ist eine Kombination von Debra und Ian Murdock, der das
     Projekt gegrndet hat.  (Wrterbcher scheinen verschiedene
     Mglichkeiten der Aussprache von Ian (!) anzubieten, aber Ian
     bevorzugt ii'-en.)


-------------------------------------------------------------------------------


2. Debian GNU/Linux besorgen und installieren
---------------------------------------------

     Das offizielle Dokument welches die Installation beschreibt, ist die
     Debian GNU/Linux Installationsanleitung
     (http://www.debian.org/releases/stable/installmanual).  Wir werden
     einige zustzliche Bemerkungen ber das Besorgen und die Installation
     von Debian GNU/Linux hier auffhren.


2.1. Was ist die aktuellste Version von Debian?
-----------------------------------------------

     Zurzeit gibt es drei Debian GNU/Linux-Versionen:

     _Release 6.0, auch bekannt als die stabile (Stable) Distribution_
          Hierbei handelt es sich um stabile und ausfhrlich getestete
          Software, die gendert wird, wenn grere Sicherheits- und
          Benutzbarkeitskorrekturen einzubauen sind.

     _Die Testing-Distribution (Testing)_
          Hier werden die Pakete abgelegt, die in der nchsten
          Stable-Distribution verffentlicht werden sollen; sie sind schon
          etwas in Unstable getestet worden, aber es kann sein, dass sie
          fr die Verffentlichung noch nicht ganz bereit sind.  Diese
          Distribution wird fter aktualisiert als Stable, jedoch nicht
          fter als Unstable.

     _Die Unstable-Distribution (Unstable)_
          Das ist die Version, die sich jeweils aktuell in Entwicklung
          befindet; sie wird stndig aktualisiert.  Sie knnen sich die
          Pakete des Unstable-Archivs von jedem Debian-FTP-Server
          herunterladen und sie jederzeit benutzen, um Ihr System zu
          aktualisieren, jedoch knnen Sie nicht erwarten, dass Ihr System
          genauso benutzbar und stabil bleibt wie vorher -- darum wird sie
          `_Unstable_' (instabil) genannt!

     Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte Abschnitt 6.1, `Wie
     viele Debian-Distributionen gibt es?'.


2.2. Gibt es Paketaktualisierungen in Stable?
-----------------------------------------------

     Zur stabilen Verffentlichung werden keine neuen Funktionalitten
     hinzugefgt.  Sobald eine Debian-Version herausgegeben und als stabil
     markiert wurde, gibt es nur noch Sicherheitsaktualisierungen.  Das
     heit, dass nur Pakete, fr die eine Sicherheitsverwundbarkeit nach
     der Verffentlichung gefunden wurde, aktualisiert werden.  Alle
     Sicherheitsaktualisierungen stehen unter security.debian.org
     (ftp://security.debian.org) bereit.

     Sicherheitsaktualisierungen haben nur einen Zweck: Das Anbieten einer
     Korrektur fr eine Sicherheitsverwundbarkeit.  Sie dienen nicht dazu,
     heimtckisch zustzliche nderungen in die stabile Verffentlichung zu
     bringen, ohne normale Zwischenverffentlichungen (Pointreleases) zu
     durchlaufen.  Folglich werden Korrekturen fr Pakete mit
     Sicherheitsproblemen nicht die Software aktualisieren.  Das
     Debian-Sicherheitsteam wird stattdessen die notwendigen Korrekturen
     auf die Version der Software in Stable zurckportieren.

     Fr weitere Informationen zur Sicherheitsuntersttzung lesen Sie bitte
     die Sicherheits-FAQ (http://www.debian.org/security/faq) oder die
     Anleitung zum Absichern von Debian
     (http://www.debian.org/doc/manuals/securing-debian-howto/).


2.3. Woher/wie kann ich mir die Debian-Installationsmedien besorgen?
--------------------------------------------------------------------

     Sie knnen sich die Installationsmedien besorgen, indem Sie sich die
     entsprechenden Dateien von einem der Debian-Spiegelserver
     (http://www.debian.org/mirror/list) herunterladen.

     Die Installationssystemdateien sind in Unterverzeichnisse von
     `dists/stable/main' aufgeteilt, die Namen dieser Unterverzeichnisse
     stehen mit Ihrer Architektur nach dem folgenden Schema in Verbindung:
     `disks-<arch>' (<arch> kann i386, sparc, etc.  sein, schauen Sie
     sich bitte auf der Homepage die komplette Liste an).  In jedem dieser
     Architekturunterverzeichnisse knnen sich mehrere Verzeichnisse
     befinden, jeweils fr eine Version des Installationssystems, das
     aktuell genutzte findet sich im Verzeichnis current (das ist ein
     symbolischer Link).

     Sehen Sie sich bitte die Datei `README.txt' in diesem Verzeichnis an,
     um weitere Informationen zu erhalten.


2.4. Wie kann ich Debian von CD-ROMs installieren?
--------------------------------------------------

     Linux untersttzt das CD-ROM-Dateisystem ISO 9660 inklusive den Rock
     Ridge-Erweiterungen (frher High Sierra genannt).  Verschiedene
     Hndler (http://www.debian.org/CD/vendors/) bieten Debian GNU/Linux in
     diesem Format an.

     Achtung: Wenn Sie von CD-ROM installieren, ist es im Allgemeinen keine
     gute Idee, die `cdrom'-Zugriffsmethode von `dselect' auszuwhlen.
     Diese Methode ist normalerweise sehr langsam.  Die `mountable'- und
     `apt'-Methoden zum Beispiel sind normalerweise sehr viel besser
     geeignet, um von CD-ROM zu installieren (siehe Abschnitt 9.2.5,
     `dpkg-mountable' und Abschnitt 9.2.2, `apt-get, dselect and
     apt-cdrom').


2.5. Warum enthlt die offizielle Stable CD-ROM symbolische Links fr
Frozen und Unstable? Ich dachte, diese CD enthlt nur Stable!
----------------------------------------------------------------------------

     Offizielle Debian-CD-Images enthalten in der Tat symbolische Links wie

           /dists/frozen -> sarge/
           /dists/stable -> sarge/
           /dists/testing -> sarge/
           /dists/unstable -> sarge/

     damit sie funktionieren, wenn Ihre `sources.list' einen Eintrag wie

           deb cdrom:[<Name wie CD-Bezeichnung>]/ unstable main [...]

     enthlt.

     Die Tatsache, dass diese symbolischen Links vorhanden sind, bedeutet
     _nicht_, dass das Image Unstable oder Testing oder etwas anderes
     enthlt.  Lesen Sie die CD-Bezeichnung in `/.disk/info' um
     herauszufinden, welche Debian-Version es enthlt.  Diese Information
     ist auch in der Datei `/README.txt' auf der CD verfgbar.

     Lesen Sie http://www.debian.org/releases/ um mehr ber die aktuellen
     Stable und Testing-Verffentlichungen zu erfahren.


2.6. Ich habe einen CD-Brenner, gibt es irgendwo CD-Imagedateien?
-----------------------------------------------------------------

     Ja.  Um es CD-Hndlern einfacher zu machen, qualitativ hochwertige
     Medien zu vertreiben, stellen wir Offizielle CD-Imagedateien
     (http://cdimage.debian.org/) zur Verfgung.


2.7. Kann ich von ein paar Disketten installieren?
--------------------------------------------------

     Zunchst eine Warnung: Das gesamte Debian GNU/Linux ist viel zu gro,
     um von einem Medium installiert zu werden, das so klein ist wie eine
     Standard-Diskette der Gre 1.44MB -- die Installation von Disketten
     werden Sie nicht als sonderlich angenehm empfinden.

     Kopieren Sie die Debian-Pakete auf formatierte Disketten.  Sie knnen
     die Formate DOS, das native Linux ext2 oder minix verwenden; Sie
     mssen lediglich einen Mount-Befehl verwenden, der zu den benutzten
     Disketten kompatibel ist.

     Die Verwendung von Disketten bringt folgende Probleme mit sich:

        * Kurze MS-DOS-Dateinamen: Wenn Sie versuchen, Debian-Paketdateien
          auf MS-DOS-formatierten Disketten zu speichern, werden Sie
          feststellen, dass ihre Namen im Allgemeinen zu lang sind und
          nicht der 8.3-Dateinamengrenze von MS-DOS entsprechen.  Um dies
          zu umgehen, mssten Sie VFAT-formatierte Disketten verwenden, da
          VFAT lngere Dateinamen untersttzt.

        * Groe Dateien: Einige Pakete sind grer als 1.44 MBytes und
          passen nicht auf eine einzelne Diskette.  Benutzen Sie das
          Werkzeug `dpkg-split' (siehe Abschnitt 8.1.5.2, `dpkg-split'), um
          dieses Problem zu lsen.  Es ist im `tools'-Verzeichnis auf den
          Debian-Spiegelservern (http://www.debian.org/mirror/list)
          erhltlich.

     Ihr Kernel muss Diskettenlaufwerke untersttzen, um von Diskette lesen
     und schreiben zu knnen.  Die meisten Kernel bringen Untersttzung fr
     Diskettenlaufwerke von Haus aus mit.

     Um eine Diskette unter dem Mount-Point `/floppy' (ein Verzeichnis, das
     bei der Installation angelegt worden sein sollte) zu mounten, benutzen
     Sie:

        * mount -t msdos /dev/fd0 /floppy/

          wenn sich die Diskette im Laufwerk A: befindet und ein
          MS-DOS-Dateisystem hat,

        * mount -t msdos /dev/fd1 /floppy/

          wenn sich die Diskette im Laufwerk B: befindet und ein
          MS-DOS-Dateisystem hat,

        * mount -t ext2 /dev/fd0 /floppy/

          wenn sich die Diskette im Laufwerk A: befindet und ein
          ext2-Dateisystem hat (normale Linux-Diskette).


2.8. Kann ich Debian direkt ber das Internet besorgen und installieren?
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     Ja.  Sie knnen das Debian-Installationssystem von Dateien starten,
     die Sie sich von unserem FTP-Server oder dessen Spiegeln herunterladen
     knnen.

     Sie knnen sich eine kleine CD-Imagedatei herunterladen, davon eine
     startfhige CD erstellen, das Basissystem damit installieren und den
     Rest dann ber das Netzwerk.  Fr weitere Informationen dazu sehen Sie
     sich bitte http://www.debian.org/CD/netinst/ an.

     Sie knnen sich auch noch kleinere Disketten-Imagedateien
     herunterladen, startfhige Disketten davon erzeugen, die Installation
     starten und den Rest von Debian ber das Netzwerk besorgen.  Fr
     weitere Informationen dazu sehen Sie sich bitte
     http://www.debian.org/distrib/floppyinst an.


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3. Eine Debian-Distribution auswhlen
-------------------------------------

     Es gibt viele verschiedene Debian-Distributionen.  Die richtige
     auszuwhlen, ist eine wichtige Entscheidung.  Dieser Abschnitt umfasst
     einige Informationen, die Benutzern helfen sollen, zu entscheiden,
     welche Distribution am besten zu ihrem System passt.  Darber hinaus
     gibt er Antworten auf mgliche Fragen, die whrend des
     Entscheidungsprozesses auftauchen knnen.  Es geht also nicht so sehr
     um das "Warum Sie Debian whlen sollten", sondern um das "Welche
     Distribution von Debian".

     Um mehr Informationen ber die verfgbaren Distributionen zu erhalten,
     lesen Sie bitte Abschnitt 6.1, `Wie viele Debian-Distributionen gibt
     es?'.


3.1. Welche Debian-Distribution (Stable/Testing/Unstable) ist geeignet fr
mich?
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     Die Antwort darauf ist ein wenig kompliziert.  Sie hngt sehr davon
     ab, was Sie zu tun beabsichtigen.  Eine Lsung wre, einen Bekannten
     zu fragen, der selber Debian verwendet.  Aber das bedeutet natrlich
     nicht, dass Sie keine unabhngige Entscheidung treffen knnten.
     Tatschlich sollten Sie genau dazu in der Lage sein, wenn Sie dieses
     Kapitel bis zum Ende durchgelesen haben.

        * Wenn Ihnen Sicherheit und Stabilitt am wichtigsten sind, dann
          installieren Sie stable.  Das ist blicherweise der bevorzugte
          Weg.

        * Wenn Sie erstmals Debian benutzen, und es auf einem
          Desktop-Rechner installieren wollen, beginnen Sie mit stable.
          Ein Teil der enthaltenen Software ist zwar etwas veraltet, dafr
          handelt es sich um die am wenigsten mit Softwarefehlern belastete
          Arbeitsumgebung.  Sobald Sie es sich dann zutrauen, knnen Sie
          mit wenig Aufwand zum etwas moderneren Unstable wechseln.

        * Wenn Sie Desktop-Benutzer sind, bereits ber etwas Erfahrung mit
          Linux verfgen und Sie der eine oder andere seltsame Fehler von
          Zeit zu Zeit nicht strt, dann benutzen Sie unstable.  Es bietet
          topmoderne Software und Fehler werden blicherweise rasch
          behoben.

        * Wenn Sie einen Server betreiben, besonders einen, an den hohe
          Anforderungen hinsichtlich der Stabilitt gestellt werden oder
          der ber das Internet erreichbar ist, sollten Sie Stable
          installieren.  Das ist bei weitem die beste und sicherste Wahl
          hierfr.

     The folgenden Fragen beleuchten die verschiedenen Wahlmglichkeiten
     (hoffentlich) etwas detaillierter.

3.1.1. Sie haben mir empfohlen, Stable zu installieren. Allerdings wird
unter stable bestimmte Hardware nicht erkannt oder funktioniert nicht
richtig. Was soll ich tun?
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     Durchsuchen Sie das Web mithilfe einer Suchmaschine und schauen Sie
     nach, ob jemand anderes Ihre Hardware zum Laufen gebracht hat.  Die
     allermeiste Hardware sollte gut unter Stable funktionieren.  Wenn Sie
     aber bestimmte, sehr neue Hardware haben, kann es sein, dass diese
     nicht unter Stable funktioniert.  Sollte das der Fall sein, mchten
     Sie vielleicht zu Unstable upgraden beziehungsweise Unstable
     installieren.

     Fr Laptops ist die Internetseite http://www.linux-on-laptops.com/
     eine sehr gute Anlaufstelle, um herauszufinden, ob jemand Ihr Gert
     unter Linux zum Laufen bekommen hat.  Die Internetseite bezieht sich
     nicht direkt auf Debian, ist aber dennoch eine groe Fundgrube.  Eine
     Internetseite in dieser Art fr Desktop-Rechner ist nicht bekannt.

     Eine andere Mglichkeit ist, auf der Mailingliste debian-user
     nachzufragen, indem man eine E-Mail an debian-user@lists.debian.org
     schickt.  Nachrichten knnen an die Liste geschickt werden, sogar ohne
     sich dort anmelden zu mssen.  Das Archiv ist unter
     http://lists.debian.org/debian-user/ einzusehen.  Dort finden sich
     auch alle Informationen, welche die Anmeldung auf der Liste betreffen.
     Wir mchten nachdrcklich empfehlen, dass Sie Ihre Fragen ber die
     Mailingliste schicken, anstatt sie im irc
     (http://www.debian.org/support) zu stellen.  Die Nachrichten auf der
     Mailingliste werden archiviert.  Auf diese Weise kann die Lsung fr
     Ihr Problem auch anderen Benutzern helfen, die die gleichen
     Schwierigkeiten haben.

3.1.2. Gibt es unterschiedliche Versionen eines Pakets in unterschiedlichen
Distributionen?
----------------------------------------------------------------------------

     Ja.  Unstable hat die aktuellsten (jngsten) Versionen.  Allerdings
     sind die Pakete in Unstable nicht ausfhrlich getestet und haben
     mglicherweise Fehler.

     Andererseits enthlt Stable zwar alte Paketversionen, diese sind
     jedoch ausfhrlich getestet.  Es ist weniger wahrscheinlich, dass sie
     Fehler enthalten.

     Die Pakete in Testing stellen den Mittelweg zwischen diesen beiden
     Extremen dar.

3.1.3. Die stabile Distribution enthlt wirklich eine ganze Menge ziemlich
veralteter Pakete, wie an Kde, Gnome, Xorg oder sogar dem Kernel deutlich
erkennbar ist. Warum ist das so?
----------------------------------------------------------------------------

     Da knnten Sie recht haben.  Das Alter der Pakete in Stable hngt
     davon ab, wann die letzte Verffentlichung gemacht wurde.  Angesichts
     dessen, dass blicherweise mehr als ein Jahr zwischen den
     Verffentlichungen von Debian liegen, kann es sein, dass Sie den
     Eindruck gewinnen, dass Stable alte Pakete enthlt.  Allerdings wurden
     diese durch und durch getestet.  Man kann guten Gewissens sagen, dass
     diese Pakete keine schweren Fehler, Sicherheitslcken und dergleichen
     enthalten.  Diese Eigenschaft ist sehr wichtig fr produktive Server,
     die 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche funktionieren mssen.

     Umgekehrt knnen Pakete in Testing und Unstable versteckte Fehler,
     Sicherheitslcher und hnliches aufweisen.  Schlimmer noch, manche
     Pakete in Testing und Unstable funktionieren mglicherweise nicht wie
     beabsichtigt.  Fr gewhnlich ziehen Personen, die an einem einzelnen
     Desktop-Rechner arbeiten, die jngsten und modernsten Paket-Sets vor.
     Unstable ist die richtige Wahl fr diese Art von Benutzer.

     Wie Sie sehen, handelt es sich bei Stabilitt und Aktualitt um
     entgegengesetzte Enden eines Spektrums.  Wenn Stabilitt erforderlich
     ist, dann installieren Sie die stabile Distribution.  Wenn Sie mit den
     neusten Paketen arbeiten mchten, dann installieren Sie unstable.

3.1.4. Wenn ich zu einer anderen Distribution wechseln wollte, ginge das?
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     Ja, aber das ist eine Einbahnstrae.  Sie knnen von stable -->
     testing --> unstable wechseln.  Aber in umgekehrter Richtung ist das
     nicht "mglich".  Sie sollten Sich also sicher sein, wenn sie planen
     Unstable zu installieren oder ein upgrade zu machen.

     Tatschlich verhlt es sich so: Wenn Sie Experte sind und willens
     etwas Zeit darauf zu verwenden, vorsichtig sind und wissen, was Sie
     tun, dann kann es mglich sein, von Unstable zu Testing und von
     Testing dann zu Stable zu gehen.  Das Installations-Skript ist
     allerdings nicht dafr entworfen, dergleichen zu tun.  Daher kann es
     passieren, dass whrend des Vorgangs Ihre Konfigurationsdateien
     verloren gehen und ...

3.1.5. Sollte man Testing oder Unstable installieren?
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     Das ist eine ziemlich subjektive Angelegenheit.  Es gibt darauf keine
     absolut richtige Antwort, sondern lediglich eine "vernnftige
     Vermutung", um sich zwischen Testing und Stable zu entscheiden.  Die
     Sache ist die:

        * Stable ist "rock solid".  Es geht nicht "kaputt".

        * Testing geht weniger oft kaputt als unstable.  Aber wenn es
          passiert, dann dauert es eine ganze Weile, bis die Dinge wieder
          im Lot sind.  Manchmal kann das Tage dauern, hin und wieder auch
          Monate.

        * In Unstable ndert sich sehr viel und es kann daher auch
          jederzeit kaputt gehen.  Allerdings werden die Probleme in vielen
          Fllen binnen Tagen behoben und Unstable bietet auerdem immer
          die neueste fr Debian paketierte Software.

     Aber manchmal kann es gnstiger sein, Testing mitzuverfolgen als
     unstable.  Der Autor dieser Dokumentation erlebte so etwas whrend dem
     Wechsel von gcc3 auf gcc4: Er versuchte, das Paket `labplot' auf einem
     Rechner zu installieren, der Unstable folgte.  Das gelang nicht, da
     nur einige der Abhngigkeiten im Zuge des gcc-bergangs bereits
     erfllt waren, andere jedoch nicht.  In Testing lie sich das Paket
     dagegen installieren, da die im bergang befindlichen Pakete noch
     nicht in dort angelangt waren.

3.1.6. Hier ist die Rede davon, dass Testing "kaputt" gehen kann. Was soll
das heien?
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     Es kann vorkommen, dass sich ein Paket nicht mit den
     Paketmanagement-Werkzeugen installieren lsst.  Manchmal kann es auch
     sein, dass ein Paket nicht mehr verfgbar ist, vielleicht wurde es
     (zeitweise) wegen Fehlern oder verletzten Abhngigkeiten entfernt.
     Oder ein Paket lsst sich zwar installieren, verhlt sich aber nicht
     ordnungsgem.

     Wenn solche Dinge passieren, sagt man von einer Distribution, dass sie
     (zumindest in Bezug auf dieses eine Paket) kaputt ist.

3.1.7. Wie kann es sein, dass Testing monatelang kaputt ist? Wrden die in
Unstable eingepflegten Fehlerkorrekturen nicht direkt in Testing
einflieen?
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     Die Fehlerkorrekturen und Verbesserungen aus der Distribution Unstable
     gelangen nur langsam nach einer bestimmten Anzahl von Tagen nach
     Testing.  Nehmen wir an, dieser Wert liegt bei zehn Tagen.  Die Pakete
     in Unstable gelangen erst nach Testing, wenn dafr keine neuen
     verffentlichungskritischen Fehler mehr gemeldet werden.  Wenn also
     ein verffentlichungskritischer Fehler fr das Paket vorliegt, wird es
     auch nicht nach zehn Tagen nach Testing gelangen.

     Die Idee ist folgende: wenn das Paket irgendwelche Fehler hat, dann
     wrden diese von Benutzern entdeckt werden, die Unstable verwenden und
     wrden bereinigt, bevor das Paket nach Testing kommt.  Das hlt
     Testing fr die meiste Zeit in einem benutzbaren Zustand.  Insgesamt
     ein brillantes Konzept.  Allerdings sind die Dinge nicht immer so
     einfach.  berdenken Sie folgende Situation:

        * Stellen Sie sich vor, Sie wren am Paket XYZ.dd interessiert.

        * Nehmen wir an, dass am 10.  Juni die Version XYZ-3.6 in Testing
          ist und Version XYZ-3.7 in unstable.

        * Nach zehn Tagen wandert XYZ-3.7 von Unstable nach Testing.

        * Also haben am 20.  Juni sowohl Testing als auch Unstable XYZ-3.7
          in ihren Repositories.

        * Sagen wir, ein Benutzer der Testing-Distribution bemerkt, dass
          ein neues XYZ-Paket verfgbar ist und macht ein Update von
          XYT-3.6 zu XYZ-3.7.

        * Nun entdeckt am 25.  Juni jemand der Testing oder Unstable
          benutzt, einen verffentlichungskritischen Fehler in XYZ-3.7 und
          meldet diesen an das BTS.

        * Der Betreuer von XYZ behebt den Fehler und ldt ein neues Paket
          nach Unstable hoch, sagen wir am 30.  Juni.  Wir nehmen hierbei
          an, dass der Betreuer fnf Tage braucht, um den Fehler zu beheben
          und die neue Version hochzuladen.  Die Zahl von fnf Tagen sollte
          hier nicht falsch verstanden werden.  Es kann lnger dauern oder
          auch nicht, in Abhngigkeit von der Schwere des vorliegenden
          verffentlichungskritischen Fehlers.

        * Die neue Version ist nun in unstable.  Laut Plan soll XYZ-3.8
          daraufhin Testing am 10.  Juli erreichen.

        * Aber schon am 5.  Juli entdeckt wieder jemand einen
          verffentlichungskritischen Fehler in XYZ-3.8.

        * Nehmen wir an, der Betreuer lst das Problem und ldt die neue
          Version von XYZ nach fnf Tagen hoch.

        * Also ist am 10.  Juli XYZ-3.7 in Testing und XYZ-3.9 in unstable.

        * Die neue Version XYZ-3.9 soll nach dem neuen Zeitplan nun am 20.
          Juli in Testing ankommen.

        * Nachdem Sie ja Testing verwenden und XYZ-3.7 fehlerhaft ist,
          knnten sie wahrscheinlich XYZ erst wieder nach dem 20.  Juli
          benutzen.  Im Endeffekt htten Sie dann rund einen Monat lang ein
          kaputtes Paket XYZ gehabt.

     Die Angelegenheit kann noch weitaus komplizierter werden, wenn etwa
     XYZ von vier anderen Paketen abhngt.  Das kann dann zu einer
     monatelang nicht benutzbaren Testing-Distribution fhren.  Das soeben
     vorgestellte Szenario ist zwar konstruiert, kann aber im echten Leben
     tatschlich vorkommen.  Allerdings geschieht das nur selten.

3.1.8. Vom Standpunkt eines Systemverwalters her gesehen: Welche
Distribution verlangt mehr Aufmerksamkeit?
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     Einer der Grnde, warum viele Leute Debian anderen
     Linux-Distributionen vorziehen, ist der, dass es nur sehr wenig
     Verwaltungsaufwand erfordert.  Diese Leute wollen ein System, das
     einfach nur funktioniert.  Im allgemeinen kann man sagen, dass Stable
     nur sehr wenig Wartung bedarf, whrend Testing und Unstable nach
     fortwhrender Pflege durch den Systemverwalter verlangen.  Wenn Sie
     Stable verwenden, mssen Sie lediglich darauf achten, mit den
     Sicherheitsupdates Schritt zu halten.  Wenn Sie Testing oder Unstable
     verwenden, ist es klug, ein Auge auf neu entdeckte Fehler,
     Fehlerberichtigungen und neue Fhigkeiten in den bereits installierten
     Paketen zu haben.

3.1.9. Was passiert, wenn eine neue Version von Debian verffentlicht wird?
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     Diese Frage wird Ihnen nicht helfen, eine Debian-Distribution
     auszuwhlen, aber frher oder spter werden Sie sich dieser Frage doch
     gegenber sehen.

     Derzeit ist squeeze die stabile Distribution.  Die nchste stabile
     Verffentlichung wird wheezy heien.  Lassen Sie uns nun den
     speziellen Fall betrachten, dass wheezy als neue stabile Distribution
     herausgegeben wird.

        * oldstable = lenny; stable = squeeze; testing = wheezy; unstable =
          sid

        * Unstable wird immer sid genannte, unabhngig davon, ob eine
          Verffentlichung gemacht wurde, oder nicht.

        * Pakete wandern fortwhrend von sid nach Testing (beispielsweise
          wheezy).  Aber Pakete in Stable (beispielsweise squeeze) bleiben
          immer die selben, auer im Falle von Sicherheitsupdates.

        * Nach einer bestimmten Zeit wird Testing eingefroren; wird aber
          weiterhin als Testing bezeichnet.  Von nun an gelangen keine
          Pakete von Unstable nach Testing mehr, es sei denn, um
          verffentlichungskritische (RC) Fehler zu beheben.

        * Nachdem Testing eingefroren wurde, mssen alle neu eingefhrten
          Fehlerkorrekturen hndisch durch die Mitglieder des
          Verffentlichungs-Teams berprft werden.  Das soll
          sicherstellen, dass sich keine ernsthaften Fehler in die
          eingefrorene Testing-Verffentlichung mehr einschleichen knnen.

        * Die RC-Fehler im eingefrorenen Testing werden auf Null reduziert.

        * Das eingefrorene Testing wird ohne RC-Fehler als neue stabile
          Verffentlichung herausgegeben.  In unserem Beispiel wrde diese
          neue Verffentlichung wheezy genannt werden.

        * Nun ist oldstable = squeeze, stable = wheezy.  Zu diesem
          Zeitpunkt entsprechen sich der Inhalt von Stable und
          eingefrorenem Testing.

        * Ein neues Testing wird aus dem derzeitigen Stable abgeleitet.

        * Pakete beginnen wieder aus sid nach Testing herunterzukommen und
          die Debian-Gemeinschaft beginnt auf die nchste Verffentlichung
          hinzuarbeiten.

3.1.10. Ich habe einen Desktop-Rechner/Rechner-Cluster mit Debian. Wie kann
ich herausfinden, welche Distribution darauf luft?
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     In den meisten Fllen ist das ganz einfach herauszufinden.  Werfen Sie
     einen Blick auf den Inhalt der Datei `/etc/apt/sources.list'.  Dort
     wird sich ein Eintrag in dieser Art finden:

          deb http://ftp.us.debian.org/debian/ unstable main contrib

     Das dritte Feld (hier im Beispiel 'unstable') gibt die
     Debian-Distribution an, der das System gegenwrtig folgt.

     Sie knnen auerdem `lsb_release' abfragen (verfgbar ber das
     `lsb-release' Paket).  Wenn Sie dieses Programm auf einem System mit
     Unstable ausfhren, erhalten Sie Folgendes:

          $ lsb_release  -a
          LSB Version:    core-2.0-noarch:core-3.0-noarch:core-3.1-noarch:
          		core-2.0-ia32:core-3.0-ia32:core-3.1-ia32
          Distributor ID: Debian
          Description:    Debian GNU/Linux unstable (sid)
          Release:    unstable
          Codename:   sid

     Leider ist es aber nicht immer so einfach.  Einige Systeme haben
     vielleicht eine `sources.list' Datei mit mehreren Eintrgen, die sich
     auf unterschiedliche Distributionen beziehen.  Das kann der Fall sein,
     wenn der Systemverwalter verschiedene Pakete aus unterschiedlichen
     Distributionen verwendet.  So etwas wird hufig als apt-pinning
     bezeichnet.  Solche Systeme verwenden wahrscheinlich einen Mix aus
     unterschiedlichen Distributionen.

3.1.11. Augenblicklich verwende ich stable. Kann ich zu Testing oder
Unstable wechseln? Und wenn, wie?
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     Wenn Sie derzeitig Stable einsetzen, dann wird in der Datei
     `/etc/apt/sources.list' das dritte Feld entweder squeeze oder stable
     sein.  Diesen Eintrag mssen Sie passend zu der Distribution ndern,
     die Sie verwenden mchten.  Wenn das Testing ist, dann ndern Sie das
     dritte Feld von `/etc/apt/sources.list' in Testing.  Wenn Sie Unstable
     verwenden wollen, dann tragen Sie in das dritte Feld Unstable ein.

     Gegenwrtig wird Testing wheezy genannt.  Wennn Sie das dritte Feld
     von `/etc/apt/sources.list' in wheezy ndern, dann werden Sie knftig
     Testing verwenden.  Aber auch wenn wheezy stable wird, werden Sie
     weiterhin wheezy haben.

     Unstable wird immer sid genannt.  Wenn Sie also das dritte Feld von
     `/etc/apt/sources.list' in sid ndern, werden Sie stets Unstable
     folgen.

     Gegenwrtig bietet Debian Sicherheitsupdates fr Testing aber nicht
     fr Unstable an, da Fehlerkorrekturen fr Unstable direkt im
     Hauptarchiv vorgenommen werden.  Wenn Sie also Unstable benutzen,
     sollten Sie sicherstellen, dass Sie die Zeilen in
     `/etc/apt/sources.list' entfernen, die sich auf Sicherheitsupdates
     beziehen.

     Wenn es fr die Verffentlichung zu der Sie upgraden
     Verffentlichungshinweise gibt (mglicherweise auch obwohl die
     Verffentlichung noch bevorsteht), wre es klug, diese durchzusehen.
     Verffentlichungshinweise enthalten mglicherweise Informationen ber
     die Art, wie Sie das Upgrade vornehmen sollten.

     Dennoch knnen Sie, nachdem Sie die obigen Vernderungen vorgenommen
     haben, `aptitude update' laufen lassen und dann die Pakete
     installieren, die Sie haben mchten.  Beachten Sie, dass das
     Installieren eines Pakets aus einer anderen Distribution
     mglicherweise automatisch gleich Ihr halbes System einem Upgrade
     unterzieht.  Wenn Sie einzelne Pakete installieren, haben Sie zum
     Schluss ein System, auf denen eine Mischung verschiedener
     Distributionen luft.

     In bestimmten Situationen ist es daher wahrscheinlich das Beste, ein
     volles Upgrade auf die neue Distribution zu machen, indem man `apt-get
     dist-upgrade', `aptitude safe-upgrade' oder `aptitude full-upgrade'
     benutzt.  Lesen Sie die Handbuchseiten von apt und aptitude fr
     weiterfhrende Informationen.

3.1.12. Im Augenblick verwende ich Testing (wheezy). Was wird passieren,
wenn eine neue Verffentlichung herauskommt? Werde ich weiterhin Testing
haben oder wird auf meinem Rechner die neue stabile Distribution laufen?
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     Das hngt von den Eintrgen in der Datei `/etc/apt/sources.list' ab.
     Wenn Sie gegenwrtig Testing mitverfolgen, sollten diese Eintrge in
     etwa so aussehen:

          deb http://ftp.us.debian.org/debian/ testing main

     oder

          deb http://ftp.us.debian.org/debian/ wheezy main

     Wenn das dritte Feld in `/etc/apt/sources.list' 'testing' ist, dann
     werden Sie auch nach der Verffentlichung noch Testing haben.  Nachdem
     wheezy verffentlicht wurde, werden Sie eine neue Debian-Distribution
     mit einem anderen Codenamen laufen haben.  Am Anfang werden die
     Vernderungen nicht auffllig sein.  Das wird sich aber ndern, sobald
     neue Pakete von Unstable in die Testing-Distribution kommen.

     Wenn aber das dritte Feld 'wheezy' enthlt, dann werden Sie knftig
     Stable installiert haben, weil wheezy dann die neue stabile
     Verffentlichung sein wird.

3.1.13. Ich bin noch immer verwirrt. Was sagten Sie, solle ich
installieren?
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     Wenn Sie sich unsicher sind, dann wre wohl die stabile Distribution
     die beste Wahl.


3.2. Aber was ist mit Knoppix, Linex, Ubuntu und all den anderen
Distributionen?
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     All diese Distributionen sind nicht Debian.  Sie _basieren auf
     Debian_.  Obwohl es viele hnlichkeiten und Gemeinsamkeiten mit ihnen
     gibt, gibt es aber auch ein paar entscheidende Unterschiede.

     All diese Distributionen haben ihre eigenen Vorzge und sind auf eine
     bestimmte Gruppe von Benutzern zugeschnitten.  Fr mehr Informationen
     hierzu lesen Sie die Informationen ber auf Debian basierende
     Software-Distributionen (http://www.debian.org/misc/children-distros)
     auf der Internetseite von Debian.

3.2.1. Ich wei jetzt, dass Knoppix/Linex/Ubuntu/ ... auf Debian basieren.
Bedeutet das auch, dass ich die 'apt' Paketwerkzeuge verwenden kann, wenn
ich eine dieser Distributionen auf meiner meiner Festplatte installiere?
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     Diese Distributionen basieren auf Debian, sind aber nicht Debian.  Sie
     knnen aber dennoch die apt Paketwerkzeuge zusammen mit einer
     `/etc/apt/sources.list' Datei verwenden, die auf die Repositories
     dieser Distributionen verweist.  Aber dann verwenden Sie nicht Debian,
     sondern eine andere Distribution.  Sie sind nicht das gleiche.

     Wenn Sie eine bestimmte Distribution nutzen, sollten Sie auch genau
     diese benutzen, und nicht versuchen, zustzlich Pakete aus anderen
     Distributionen einzumischen.  Viele weit verbreitete Probleme rhren
     daher, dass Benutzer eine Distribution verwenden und versuchen, Pakete
     aus einer anderen Distributionen zu installieren.  Die Tatsache, dass
     alle dasselbe Format und den gleichen Namen (.deb) verwenden, macht
     die Pakete mitnichten automatisch kompatibel zueinander.

     Beispielsweise handelt es sich bei Knoppix um eine Linux-Distribution,
     die als Live-CD entworfen wurde, wohingegen Debian fr die
     Installation auf der Festplatte gedacht ist.  Knoppix ist hervorragend
     geeignet, wenn Sie ermitteln wollen, ob eine bestimmte Hardware
     funktioniert oder wenn Sie herausfinden mchten, wie sich ein
     Linux-System 'anfhlt'.  Knoppix ist ein gutes Vorfhr-System, whrend
     Debian entworfen wurde, um 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche zu
     laufen.  Darber hinaus ist die Anzahl der verfgbaren Pakete und die
     Zahl der untersttzten Prozessorarchitekturen bei Debian weitaus
     grer als bei Knoppix.

     Wenn Sie Debian wollen, ist es das Beste, es frisch zu installieren.
     Auch wenn es mglich ist, Debian ber andere Distributionen wie etwa
     Knoppix zu installieren, erfordert das etwas Sachverstand.  Angesichts
     dessen, dass Sie dieses FAQ lesen, nehmen wir an, dass Debian und
     Knoppix neu fr Sie sind.  In diesem Fall ersparen Sie sich besser den
     spteren rger und installieren Sie Debian sauber von Grund auf neu.

3.2.2. Ich habe Knoppix/Linex/Ubuntu/... auf meiner Festplatte installiert.
Jetzt habe ich ein Problem. Was soll ich tun?
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     Wir raten Ihnen, nicht die Debian-Foren zu benutzen (weder die
     Mailinglisten noch den IRC), da die Leute, die Ihnen helfen wollen,
     glauben wrden, Sie benutzten ein Debian-System.  Die "Lsungen", die
     Sie so erhalten, passen mglicherweise nicht zu Ihrem System.  Es
     knnte sogar sein, dass dadurch Ihre Probleme nur noch grer werden.

     Benutzen Sie statt dessen vorrangig die Foren der entsprechenden
     Distribution.  Wenn Sie dort keine Hilfe finden, oder die Lsungen Ihr
     Problem nicht beheben, knnen Sie noch immer in Debian-Foren
     nachhaken.  Behalten Sie jedoch das zuvor gesagte im Hinterkopf.

3.2.3. Ich benutze Knoppix/Linex/Ubuntu/... und mchte nun Debian
verwenden. Wie steige ich um?
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     Betrachten Sie den Wechsel von einer auf Debian basierenden
     Distribution zu Debian als Wechsel von einem Betriebssystem zu einem
     anderen.  Sie sollten Sicherungskopien Ihrer Daten anlegen und das
     Betriebssystem von Grund auf neu installieren.  Sie sollten nicht
     versuchen, ein "Upgrade" auf ein Debian mithilfe der Paketwerkzeuge zu
     machen, da Sie am Ende mglicherweise mit einem unbrauchbaren System
     dastehen.

     Wenn sich alle Ihre Benutzerdaten (beispielsweise `/home') auf einer
     gesonderten Partition befinden, ist der Umstieg auf Debian ziemlich
     einfach.  Sie mssen das Installationssystem lediglich anweisen, diese
     Partition bei der Neuinstallation einzubinden (aber nicht zu
     formatieren).  Sicherungskopien Ihrer Daten ebenso wie der
     Konfigurationsdateien (etwa `/etc/' und vielleicht auch `/var/')
     anzulegen, ist dennoch ratsam.


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4. Kompatibilittsfragen
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4.1. Auf welchen Hardware-Architekturen/Systemen luft Debian GNU/Linux?
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     Debian GNU/Linux enthlt den kompletten Quelltext aller mitgelieferten
     Programme, daher sollte es auf allen Systemen laufen, die vom
     Linux-Kernel untersttzt werden; Details finden Sie in der Linux FAQ
     (http://en.tldp.org/FAQ/Linux-FAQ/intro.html#DOES-LINUX-RUN-ON-MY-COMPUTER).

     Das aktuelle Debian GNU/Linux-Release, 6.0, enthlt eine komplette
     Binrdistribution fr die folgenden Architekturen:

     _i386_: Bezieht sich auf PCs, die auf Intel- oder kompatiblen
     Prozessoren basieren, einschlielich 386, 486, Pentium, Pentium Pro,
     Pentium II (sowohl Klamath als auch Celeron) und Pentium III von
     Intel, und den meisten kompatiblen Prozessoren von AMD, Cyrix und
     anderen.

     _amd64_: Bezieht sich auf Systeme basierend auf AMD 64-Bit-CPUs mit
     AMD64-Erweiterung und alle Intel-CPUs mit EM64T-Erweiterung und einem
     normalen 64-Bit-Userspace.

     _alpha_: Die Alpha-Systeme von Compaq/Digital.

     _sparc_: Bezieht sich auf SPARC- und die meisten UltraSPARC-Systeme
     von Sun.

     _powerpc_: Bezieht sich auf einige IBM/Motorola-PowerPC-Maschinen,
     einschlielich CHRP-, PowerMac- und PReP-Maschinen.

     _arm_: ARM- und StrongARM-Maschinen.

     _mips_: Die Big-Endian-MIPS-Systeme von SGI, Indy und Indigo2;
     _mipsel_: Little-Endian-MIPS-Maschinen, DECstations von Digital.

     _hppa_: PA-RISC-Maschinen (712, C3000, L2000, A500) von
     Hewlett-Packard.

     _ia64_: Intel-IA-64 (Itanium)-Computer.

     _s390_: IBM S/390-Grorechner.

     Die Entwicklung von Binrdistributionen von Debian fr Sparc64 (native
     UltraSPARC) Architekturen ist zurzeit in Arbeit.

     Die Untersttzung fr die _m68k_-Architektur wurde fr diese
     Verffentlichung eingestellt, weil sie nicht die von den
     Debian-Release-Verwaltern aufgestellten Kriterien erfllte.  Diese
     Architektur bezieht sich auf Amigas und ATARIs mit einem Motorola
     680x0-Prozessor fr x>=2; mit MMU.  Dennoch ist diese Portierung noch
     immer aktiv und fr die Installation verfgbar, auch wenn sie nunmehr
     nicht mehr Teil der offiziellen stabilen Verffentlichung ist und
     mglicherweise erst wieder fr zuknftige Verffentlichungen
     reaktiviert wird.

     Fr weitere Informationen ber verfgbare Portierungen werfen Sie
     einen Blick auf die Portierungsseiten der Website
     (http://www.debian.org/ports/).

     Fr weitere Informationen zum Booten, Partitionieren der Festplatte,
     Aktivieren von PCMCIA- (PC-Card) Gerten und hnlichen Dingen folgen
     Sie bitte den Anweisungen aus dem Installations-Handbuch, welches von
     unserer WWW-Site unter
     http://www.debian.org/releases/stable/installmanual verfgbar ist.


4.2. Wie kompatibel ist Debian mit anderen Linux-Distributionen?
----------------------------------------------------------------

     Debian-Entwickler kommunizieren mit anderen Herstellern von
     Linux-Distributionen, um nach Mglichkeit Binrkompatibilitt zwischen
     Linux-Distributionen sicherzustellen.  Die meisten kommerziellen
     Linux-Produkte laufen unter Debian so gut wie auf dem System, auf dem
     sie erstellt wurden.

     Debian GNU/Linux folgt dem Linux Filesystem Hierarchy Standard
     (http://www.pathname.com/fhs/).  Jedoch gibt es mehrere
     Interpretationen in einigen der Vorgaben in diesem Standard, so dass
     es kleinere Unterschiede zwischen einem Debian-System und anderen
     Linux-Systemen geben kann.

     Debian GNU/Linux untersttzt fr die Linux Standard Base
     (http://www.linuxbase.org/) entwickelte Software.  Die LSB ist eine
     Spezifikation, die es erlaubt, ein Binrpaket unter verschiedenen
     Distributionen zu verwenden.  Pakete fr die Debian
     Etch-Verffentlichung drfen nicht mit den Voraussetzungen der LSB
     Version 1.3.  in Konflikt stehen.  Whrend dies geschrieben wird, ist
     Debian GNU/Linux nicht formal LSB-zertifiziert.  Jedoch sind es einige
     abgeleitete Distributionen von Debian.  Diskussionen und Koordination
     bezglich der Anstrengungen, dass Debian die Voraussetzungen des Linux
     Standard Base erfllt, finden auf der debian-lsb-Mailingliste
     (http://lists.debian.org/debian-lsb/) statt.


4.3. Wie sehr ist der Quellcode von Debian kompatibel mit anderen
Unix-Systemen?
----------------------------------------------------------------------------

     Fr die meisten Anwendungen ist der Linux-Quellcode kompatibel mit
     anderen Unix-Systemen.  Er untersttzt nahezu alles, was in System V
     Unix-Systemen und den freien und kommerziellen BSD-basierten Systemen
     verfgbar ist.  Jedoch hat solch eine Behauptung im Unix-Umfeld nahezu
     keine Bedeutung, da es keine Mglichkeit gibt, dies zu berprfen.  Im
     Bereich der Software-Entwicklung wird vollstndige Kompatibilitt
     bentigt, anstatt einer Kompatibilitt in nahezu allen Fllen.
     Deswegen kam Jahre zuvor die Notwendigkeit von Standards auf und
     heutzutage ist POSIX.1 (IEEE Standard 1003.1-1990) einer der
     bedeutendsten Standards fr Quellcodekompatibilitt in Unix-artigen
     Betriebssystemen.

     Linux beabsichtigt POSIX.1 zu folgen, aber die POSIX-Standards kosten
     richtiges Geld und die POSIX.1- (und FIPS 151-2-) Zertifizierung ist
     sehr teuer; dies machte es fr die Linux-Entwickler schwieriger, an
     vollstndiger POSIX-Konformitt zu arbeiten.  Die
     Zertifizierungskosten machen es unwahrscheinlich, dass Debian eine
     offizielle Konformittszertifizierung erhlt, selbst wenn es die
     berprfungstests vollstndig besteht.  (Die berprfungstests sind
     nun frei verfgbar, so dass erwartet wird, dass mehr Personen an
     POSIX.1-Problemen arbeiten werden.)

     Unifix GmbH (Braunschweig, Deutschland) entwickelte ein Linux-System,
     das zertifiziert wurde, zu FIPS 151-2 (einer Obermenge von POSIX.1)
     komptibel zu sein.  Diese Technologie war in Unifix' eigener
     Distribution namens Unifix Linux 2.0 und in Lasermoon's Linux-FT
     verfgbar.


4.4. Kann ich Debian-Pakete (.deb-Dateien) auf meinem Red
Hat-/Slackware-/... Linux-System verwenden? Kann ich Red Hat-Pakete
(.rpm-Dateien) auf meinem Debian GNU/Linux-System verwenden?
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     Verschiedene Linux-Distributionen verwenden verschiedene Paketformate
     und verschiedene Paketverwaltungsprogramme.

     _Sie knnen wahrscheinlich:_
          Ein Programm zum Auspacken eines Debian-Pakets auf einem
          Linux-Rechner, der unter einer fremden Distribution luft, ist
          verfgbar und wird im Allgemeinen im dem Sinne funktionieren,
          dass Dateien ausgepackt werden.  Das Gegenteil ist wahrscheinlich
          auch wahr, das bedeutet, dass ein Programm zum Auspacken eines
          Red Hat- oder Slackware-Pakets auf einem Debian-basierten Rechner
          wahrscheinlich erfolgreich sein wird darin, das Paket auszupacken
          und die meisten Dateien in den gewnschten Verzeichnissen zu
          platzieren.  Dies ist grtenteils eine Konsequenz der Existenz
          (und der Befolgung) des Linux Filesystem Hierarchy Standards.
          Das Paket Alien (http://packages.debian.org/alien) wird
          verwendet, um zwischen verschiedenen Paketformaten zu
          konvertieren.

     _Sie wollen wahrscheinlich nicht:_
          Die meisten Paketmanager schreiben administrative Dateien wenn
          sie ein Archiv auspacken.  Diese administrativen Dateien sind im
          Allgemeinen nicht standardisiert.  Deshalb wird das Auspacken
          eines Debian-Pakets auf einem fremden Rechner unvorhersehbare
          (sicher keine sinnvollen) Auswirkungen auf den Paketmanager in
          diesem System haben.  Ebenso knnten Werkzeuge anderer
          Distributionen erfolgreich ihre Archive in Debian-Systemen
          auspacken, aber werden wahrscheinlich Fehler im
          Debian-Paketverwaltungssystem verursachen, wenn die Zeit zur
          Aktualisierung oder Entfernung einiger Pakete kommt, oder einfach
          nur beim Berichten, welche Pakete in einem System vorhanden sind.

     _Ein besserer Weg:_
          Der Linux File System Standard (und damit Debian GNU/Linux)
          fordert, dass Unterverzeichnisse von `/usr/local/' vollstndig
          unter Benutzerkontrolle stehen.  Deswegen knnen Benutzer
          fremde Pakete in dies Verzeichnis auspacken und ihre
          Konfiguration, Aktualisierung und Entfernung individuell steuern.


4.5. Wie soll ich ein nicht-Debian-Programm installieren?
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     Dateien unterhalb des Verzeichnisses `/usr/local/' befinden sich nicht
     unter Kontrolle des Debian-Paketverwaltungssystems.  Deswegen ist es
     blich, den Quellcode eigener Programme in `/usr/local/src/'
     abzulegen.  Sie knnten zum Beispiel die Dateien eines Paketes namens
     <foo.tar> in das Verzeichnis `/usr/local/src/foo/' extrahieren.
     Nachdem Sie es kompiliert haben, legen Sie die Binrprogramme in
     `/usr/local/bin/', die Bibliotheken in `/usr/local/lib/' und die
     Konfigurationsdateien in `/usr/local/etc/' ab.

     Wenn Ihre Programme oder Dateien unbedingt in ein anderes Verzeichnis
     platziert werden mssen, knnen Sie sie dennoch unter `/usr/local/'
     speichern und die entsprechendenen symbolischen Links von der
     bentigten Stelle im Dateisystem zur Position in `/usr/local/'
     anlegen, zum Beispiel mit

          ln -s /usr/local/bin/foo /usr/bin/foo

     Auf jeden Fall sollten Sie, wenn Sie ein Paket erhalten, dessen
     Copyright die Weitergabe gestattet, in Betracht ziehen ein
     Debian-Paket daraus zu machen und es fr das Debian-System hochladen.
     Anleitungen, wie man Paketbetreuer wird, sind im
     Debian-Policy-Handbuch (siehe Abschnitt 12.1, `Welche andere
     Dokumentation gibt es auf einem und fr ein Debian-System?')
     verfgbar.


4.6. Warum kann ich Programme nicht kompilieren, die libtermcap bentigen?
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     Debian verwendet die `terminfo'-Datenbank und die `ncurses'-Bibliothek
     fr Terminal-Schnittstellenbefehle anstatt der `termcap'-Datenbank und
     der `termcap'-Bibliothek.  Benutzer, die Programme kompilieren, die
     einiges Wissen ber die Terminal-Schnittstelle bentigen, sollten
     Verweise zu `libtermcap' durch Verweise auf `libncurses' ersetzen.

     Um Binrprogramme zu untersttzen, die bereits mit der
     `termcap'-Bibliothek gelinkt worden sind und fr die Sie den Quellcode
     nicht haben, bietet Debian ein Paket names `termcap-compat'.  Dieses
     stellt `libtermcap.so.2' und `/etc/termcap' bereit.  Installieren Sie
     dieses Paket, wenn die Programme mit der Fehlermeldung can't load
     library 'libtermcap.so.2' abbrechen oder sich ber eine fehlende
     `/etc/termcap'-Datei beschweren.


4.7. Warum kann ich AccelX nicht installieren?
----------------------------------------------

     AccelX verwendet die `termcap'-Bibliothek fr die Installation.
     Vergleichen Sie mit obigem Abschnitt 4.6, `Warum kann ich Programme
     nicht kompilieren, die libtermcap bentigen?'.


4.8. Warum strzen meine alten XFree 2.1 Motif-Anwendungen ab?
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     Sie mssen das Paket `motifnls' installieren, das die
     XFree-2.1-Konfigurationsdateien bereitstellt, was von unter XFree-2.1
     kompilierten Motif-Anwendungen bentigt wird, um unter XFree-3.1 zu
     laufen.

     Ohne diese Dateien knnten einige Motif-Anwendungen, die auf anderen
     Rechnern kompiliert wurden (so wie Netscape), abstrzen, wenn sie
     versuchen von einem Textfeld zu kopieren bzw.  in dieses einfgen, und
     knnten auch andere Probleme bemerken.


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5. Fr Debian-Systeme verfgbare Software
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5.1. Welche Art von Anwendungen und Entwicklungsprogrammen sind fr Debian
GNU/Linux verfgbar?
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     Wie die meisten Linux-Distributionen bietet Debian GNU/Linux:

        * die Haupt-GNU-Anwendungen fr die Programmentwicklung,
          Dateimanipulation und Textverarbeitung, bestehend aus gcc, g++,
          make, texinfo, Emacs, der Bash-Konsole und viele aktualisierte
          Unix-Hilfsprogramme,

        * Perl, Python, Tcl/Tk und verschiedene hnliche Programme, Module
          und Bibliotheken fr jedes von ihnen,

        * TeX (LaTeX) und Lyx, dvips, Ghostscript,

        * das X Window System, eine netzwerkbasierte grafische
          Benutzerschnittstelle fr Linux und unzhlbar viele
          X-Anwendungen, einschlielich GNOME und KDE, genau wie GIMP
          (GNU Image Manipulations Program),

        * ein komplettes Sortiment von Netzwerkanwendungen, mit Servern fr
          Internet-Protokolle wie HTTP (WWW), FTP, NNTP (news), SMTP und
          POP (E-Mail) und Namens-Server; relationale Datenbanken wie
          PostgreSQL, MySQL; genauso werden Browser, wie die verschiedenen
          Mozilla-Produkte geboten,

        * eine komplette Palette von Broanwendungen, wie die
          OpenOffice.org Produktivittssammlung, Gnumeric und andere
          Tabellen-Verarbeiter, WYSIWYG-Editoren und Kalender.

     Mehr als 28200 Pakete, bestehend aus News-Servern und -Lesern,
     Sound-Untersttzung, FAX-Programmen, Datenbank- und
     Tabellen-Programmen, Bildverarbeitungsprogrammen, Kommunikationis-,
     Netzwerk- und E-Mail-Hilfsprogrammen, Web-Servern und ebenso
     Amateurfunkprogrammen sind in der Distribution enthalten.  Weitere 187
     Software-Sammlungen sind als Debian-Paket verfgbar, aber wegen
     Lizenzeinschrnkungen gehren diese nicht zum offiziellen Teil von
     Debian.


5.2. Wer schreibt die ganzen Programme?
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     Fr jedes Paket finden Sie die _Autoren_ des/der Programm(e) in der
     `/usr/share/doc/<Paket>/copyright'-Datei, wobei <Paket> mit dem
     Paketnamen ersetzt werden muss.

     _Betreuer_, die diese Software fr das Debian GNU/Linux-System
     paketiert haben, sind in der Debian-Kontrolldatei (siehe Abschnitt
     7.4, `Was ist eine Debian-Kontroll-Datei?') aufgelistet, die mit jedem
     Paket geliefert wird.  Das Debian-nderungsprotokoll, in
     `/usr/share/doc/<Paket>/changelog.Debian.gz', erwhnt die Menschen die
     auch an diesem Debian-Paket gearbeitet haben.


5.3. Wie kann ich eine Liste der Programme, die momentan fr Debian
paketiert wurden, bekommen?
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     Eine vollstndige Liste ist auf jedem Debian-Spiegel
     (http://www.debian.org/distrib/ftplist), in der Datei
     `indices/Maintainers' zu finden.  Diese Datei enthlt die Paketnamen
     und die Namen und E-Mail-Adressen der verantwortlichen Betreuer.

     Die WWW-Schnittstelle zu den Debian-Paketen
     (http://packages.debian.org/) fasst jedes Paket einfach in eine von
     zwanzig Gruppen des Debian-Archives zusammen.


5.4. Was fehlt bei Debian GNU/Linux?
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     Eine Liste von Paketen existiert, die noch fr Debian paketiert werden
     mssen, die Arbeit bentigende und voraussichtliche Paketliste
     (http://www.debian.org/devel/wnpp/).

     Fr weitere Informationen ber das Hinzufgen der fehlenden Sachen,
     sehen Sie bitte Abschnitt 13.1, `Wie kann ich
     Debian-Software-Entwickler werden?'.


5.5. Wieso bekomme ich die Nachricht ld: cannot find -lfoo, wenn ich
Programme kompiliere? Warum gibt es keine libfoo.so-Dateien in den
Debian-Bibliothekspaketen?
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     Die Debian-Richtlinie verlangt, dass solche symbolischen Links (zu
     libfoo.so.x.y.z oder hnlichen) in separaten Entwicklungspaketen
     gepackt werden.  Diese Pakete werden normalerweise libfoo-dev oder
     libfooX-dev (wenn das Bibliothekspaket libfooX heit und X fr eine
     Nummer steht) genannt.


5.6. (Wie) Untersttzt Debian Java?
-----------------------------------

     Da das offizielle Java Development kit und Runtime Environment von
     Sun Microsystems unfreie Software ist, also nicht verteilbar fr
     Debian ist, kann es zu Debian nicht hinzugefgt werden.  Wenn Sie es
     trotzdem installieren wollen, benutzen Sie bitte das
     `java-package'-Paket unter contrib.

     Wie auch immer, beides, das JDK und verschiedene
     _freie_-Implementierungen der Java Technologie, sind als
     Debian-Pakete verfgbar.  Sie knnen Java-Programme unter Debian
     schreiben, debuggen und ausfhren.

     Um ein Java-Applet ausfhren zu knnen, bentigen Sie einen Webbrowser
     mit der Fhigkeit diese zu erkennen und auszufhren.  Verschiedene
     Webbrowser sind in Debian verfgbar, wie Mozilla oder Konqueror, diese
     untersttzen Java-Plugins, die es ermglichen, Java-Applets mit ihnen
     auszufhren.  Netscape Navigator, genauso unfrei, ist auch als
     Debian-Paket verfgbar und kann Java-Applets ausfhren.

     Bitte konsultieren Sie die Debian Java FAQ
     (http://www.debian.org/doc/manuals/debian-java-faq/) fr weitere
     Informationen.


5.7. Wie kann ich prfen, ob ich ein Debian-System benutze und welche
Version es ist?
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     Um zu prfen, ob System von den original Debian-CDs installiert wurde,
     prfen Sie, ob die Datei `/etc/debian_version' existiert.  Diese Datei
     enthlt nur eine Zeile mit der Versionsnummer der Verffentlichung,
     wie sie von dem `base-files'-Paket definiert wurde.

     Die Existenz des `dpkg'-Programms zeigt, dass es Ihnen mglich sein
     sollte, Debian-Pakete auf Ihrem System zu installieren, aber seit das
     Programm auf viele Betriebssysteme und Architekturen portiert wurde,
     ist dies nicht lnger eine zuverlssige Methode um festzustellen, ob
     man ein Debian GNU/Linux-System hat.

     Benutzer sollten sich bewusst machen, dass ein Debian-System aus
     vielen Teilen besteht, jedes von ihnen kann aktualisiert werden,
     (meistens) unabhngig.  Jede Debian-Verffentlichung enthlt gut
     definierte und unvernderbare Inhalte.  Aktualisierungen sind separat
     verfgbar.  Fr eine Online-Beschreibung des Installationsstatus eines
     Paketes `foo', benutzen Sie den `dpkg --list foo' Befehl.  Um die
     Versionen aller installierten Pakete zu bekommen:

          dpkg -l

     Fr eine ausfhrlichere Beschreibung, benutzen Sie:

          dpkg --status foo


5.8. Wie untersttzt Debian andere Sprachen als Englisch?
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        * Debian GNU/Linux wird mit Keymaps fr fast zwei Dutzend
          Tastaturen und mit Hilfsprogrammen (im `kbd'-Paket) zum
          Installieren, Anschauen und Modifizieren der Tabellen
          ausgeliefert.

          Die Installation fragt Benutzer, welche Tastatur er benutzen
          mchte.

        * Eine enorme Menge der Programme, die wir paketiert haben,
          untersttzt die Eingabe von nicht-US-ASCII-Zeichen, wie sie in
          anderen lateinischen Sprachen (z.B.  ISO-8859-1 oder ISO-8859-2)
          verwendet werden und einige Programme untersttzen
          multi-byte-Sprachen wie Japanisch oder Chinesisch.

        * Momentan werden Handbuchseiten in deutscher, spanischer,
          finnischer, franzsischer, ungarischer, italienischer,
          japanischer, koreanischer und polnischer Sprache ber die
          `manpages-<LANG>'-Pakete untersttzt (wobei <LANG> dem
          2-Zeichen ISO-Code des Landes entspricht).  Um auf eine
          Handbuchseite in einer bestimmten Sprache zugreifen zu knnen,
          muss der Benutzer die Umgebungsvariable LC_MESSAGES mit der
          entsprechenden Zeichenkette setzen.

          Zum Beispiel mssen Sie, wenn Sie die deutschsprachigen
          Handbuchseiten bentigen, LC_MESSAGES auf german setzen.  Das
          `man'-Programm wird dann die deutschen Handbuchseiten unter
          `/usr/share/man/de/' suchen.


5.9. Was ist mit den US-Export-Limitierungsregelungen?
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     US-Gesetze legen einige Einschrnkungen fr den Export von
     Abwehrartikeln fest, was einige Arten von Kryptographie-Software
     betrifft.  PGP, ssh und viele andere fallen in diese Kategorie.
     Pakete aus diesem Archiv wurden fr die Sarge-Verffentlichung in das
     main-Archiv (oder _non-free_, falls zutreffend) verschoben, da die
     USA ihre Regulierung fr den Export von Kryptographie gelockert haben.

     Um jeden davor zu schtzen unntige legale Risiken einzugehen, sind
     solche Debian GNU/Linux-Pakete nur von einer non-US-Seite
     ftp://non-US.debian.org/debian-non-US/, mit einigen Spiegel-Seiten die
     sich alle auerhalb der USA befinden, verfgbar, sehen Sie
     ftp://non-US.debian.org/debian-non-US/README.non-US fr eine komplette
     Liste.  Diese Seiten existieren noch (fr die Belange der Benutzer von
     Woody) aber deren Inhalt wird nicht lnger untersttzt und als
     veraltet betrachtet.  Bitte entfernen Sie alle Quellen die non-US
     erwhnen aus Ihrer `/etc/apt/sources.list'-Konfigurationsdatei.


5.10. Wo ist pine?
------------------

     Durch seine eingeschrnkte Lizenz, ist es im non-free-Bereich zu
     finden.  Ferner mssen Sie es selbst aus den Quellen und den
     Debian-Patches bauen, da die Lizenz es nicht gestattet, modifizierte
     Binrdateien zu verffentlichen.

     Der Name des Quellpaketes ist `pine'.  Sie knnen das
     `pine-tracker'-Paket benutzen, um informiert zu werden, wenn Sie
     aktualisieren sollten.

     Bitte beachten Sie, dass es viele Ersatzmglichkeiten fr pine und
     pico gibt, wie `mutt' und `nano', die im main-Abschnitt zu finden
     sind.


5.11. Wo sind qmail/ezmlm/djbdns?
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     Dan J.  Bernstein vertreibt alle Programme die er geschrieben hat
     (http://cr.yp.to/software.html) mit mit einer einschrnkenden Lizenz,
     mit der Konsequenz, dass sie im non-free-Bereich liegen.  Da die von
     ihm genutzte Lizenz das Vertreiben von modifizierten Binrdateien
     verbietet, mssen Sie sie selbst mit den Quellen und Debian-Patches
     kompilieren, um ein Paket zu erhalten, das Sie auf Ihrem Debian
     GNU/Linux-System installieren knnen.

     Die Namen der Quellpakete sind `qmail-src', `ezmlm-src' und
     `djbdns-installer'.

     Fr `qmail' mssen Sie zuerst `qmail-src' installieren und dann
     `build-qmail' ausfhren, um ein Debian-Paket zu bauen.  Zustzlich
     mssen Sie noch das `ucspi-tcp-src'-Paket installieren, um ucspi-tcp
     zu bekommen, von dem `qmail' abhngt.

     Dan J.  Bernstein betreibt eine FAQ von Distributoren
     (http://cr.yp.to/distributors.html)-Seite, falls Sie daran
     interessiert sein sollten, seine Begrndung zu lesen (eine davon ist
     Cross-platform Kompatibilitt (http://cr.yp.to/compatibility.html)).


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6. Die Debian FTP-Archive
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6.1. Wie viele Debian-Distributionen gibt es?
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     Es gibt drei groe Distributionen: die Stable-, die Testing- und
     die Unstable-Distribution.  Die Testing-Distribution kann
     zeitweise Frozen sein (siehe Abschnitt 6.5.1, `Wie erhlt Testing
     den frozen-Status?').  Daneben gibt es noch die Distributionen
     Oldstable und Experimental.

     Experimental wird fr Pakete benutzt, die sich noch in der Entwicklung
     befinden und daher die Stabilitt ihres Systems hochgradig gefhrden.
     Diese Distribution benutzen Entwickler, welche absolut brandneue
     Software untersuchen mchten.  Normale Benutzer, sollten keine Pakete
     aus Experimental verwenden, weil sich diese selbst fr die
     erfahrendsten Benutzer als gefhrlich oder schdlich erweisen knnen.

     Fr Hilfe bei der Auswahl einer geeigneten Debian-Distribution lesen
     Sie bitte Kapitel 3, `Eine Debian-Distribution auswhlen'.


6.2. Was haben all diese Namen wie Etch, Lenny, usw. zu bedeuten?
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     Dabei handelt es sich einfach um Codenamen.  Jede Debian-Distribution,
     die sich noch in der Entwicklung befindet, besitzt keine
     Versionsnummer aber einen Codenamen.  Der Zweck dieser Codenamen ist
     es, das Spiegeln von Debian-Distributionen zu vereinfachen (wenn ein
     echtes Verzeichnis wie `unstable' pltzlich in `stable' umbenannt
     werden wrde, wrden eine Menge an Daten sinnloserweise erneut
     heruntergeladen werden).

     Zur Zeit ist `stable' ein symbolischer Link auf `squeeze' (z.B.
     Debian GNU/Linux 6.0) und `testing' ein symbolischer Link auf
     `wheezy'.  Dies bedeutet, dass `squeeze' die derzeitige
     Stable-Distribution und `wheezy' die derzeitige Testing-Distribution
     ist.

     `unstable' wiederum ist ein permanenter symbolischer Link auf `sid',
     da `Sid' immer die instabile Distribution bleiben wird (siehe dazu
     Abschnitt 6.3, `Was ist mit Sid?').

6.2.1. Welche Codenamen wurden in der Vergangenheit verwendet?
--------------------------------------------------------------

     Andere, bereits verwendete Codename sind: `Buzz' fr Release 1.1,
     `Rex' fr Release 1.2, `Bo' fr Releases 1.3.x, `Hamm' fr Release
     2.0, `Slink' fr Release 2.1, `Potato' fr Release 2.2, `Woody' fr
     Release 3.0, `Sarge' fr Release 3.1 und `Etch' fr Release 4.0.

6.2.2. Woher stammen diese Codenamen?
-------------------------------------

     Bis jetzt wurden immer Charaktere des Films Toy Story von Pixar zur
     Namensgebung herangezogen:

        * _Buzz_ (Buzz Lightyear) war der Raumfahrer,

        * _Rex_ war der Tyrannosaurus,

        * _Bo_ (Bo Peep) war das Mdchen, welches die Schafe gehtet hat,

        * _Hamm_ war das Sparschwein,

        * _Slink_ (Slinky Dog (R)) war der Spielzeughund,

        * _Potato_ war, logischerweise, Mr. Potato (R),

        * _Woody_ war der Cowboy,

        * _Sarge_ war der Sergeant der grnen Plastiksoldaten,

        * _Etch_ war die Spielzeugtafel (Etch-a-Sketch (R)),

        * _Lenny_ war das Fernglas.

        * _Sid_ war der Junge von nebenan, welcher immer die Spielzeuge
          kaputt machte.


6.3. Was ist mit Sid?
-----------------------

     _Sid_ oder _Unstable_ ist der Ort wo die meisten Pakete als erstes
     hochgeladen werden.  Es wird nie direkt verffentlicht werden, da zu
     verffentlichende Pakete erst in _Testing_ eingefgt werden, um dann
     spter in _Stable_ bernommen zu werden.  Sid enthlt Pakete fr
     bereits verffentlichte und unverffentlichte Architekturen.

     Der Name Sid kommt ursprnglich aus dem Animationsfilm Toy Story:
     Sid war der Junge von Nebenan der immer Spielzeuge zerstrte :-)

     [1]

[1]  Als es damals Sid noch nicht gab, besa die Organisation der FTP-Sites
     eine groe Schwachstelle: Es galt die Annahme, dass beim Erstellen
     einer Architektur im derzeitigen Unstable die Verffentlichung
     erfolgte, sobald diese Distribution das neue Stable wurde.  Allerdings
     ist dies fr viele Architekturen nicht der Fall, mit dem Ergebnis,
     dass diese Verzeichnisse zum Release-Termin verschoben werden mussten.
     Dies war extrem unpraktisch, da das Verschieben sehr viel Bandbreite
     verbrauchte.

     Die Archiv-Administratoren umgingen dieses Problem jahrelang, indem
     sie Programme fr unverffentlichte Architekturen in einem speziellem
     Verzeichnis namens sid lagerten.  Fr diese unverffentlichten
     Architekturen wurde, sobald sie dann verffentlicht wurden, ein Link
     vom derzeitigen Stable auf Sid gesetzt.  Ab diesem Zeitpunkt wurden
     sie ganz normal innerhalb des Unstable-Zweiges erstellt.  Diese
     Anordnung verwirrte allerdings die Benutzer.

     Mit der Einfhrung von Paket-Pools (siehe auch Abschnitt 6.10, `Was
     befindet sich im `pool'-Verzeichnis?') wurden binre Pakete an den
     vorschriftsmigen Orten des Pools gespeichert, unabhngig von der
     Distribution.  Dadurch wird verhindert, dass mit der Verffentlichung
     einer Distribution groe Mengen an Bandbreite verbraucht werden
     (allerdings wird sukzessiv Bandbreite whrend der Entwicklung
     verbraucht).


6.4. Was enthlt das stable-Verzeichnis?
------------------------------------------

        * stable/main/: Dieses Verzeichnis enthlt die Pakete, welche zur
          Zeit die neuste Verffentlichung des Debian GNU/Linux-Systems
          darstellen.

          All diese Pakete entsprechen den Debian-Richtlinien fr freie
          Software Debian Free Software Guidelines
          (http://www.debian.org/social_contract#guidelines) und sind damit
          frei benutzbar und verbreitbar.

        * stable/non-free/: Dieses Verzeichnis enthlt Pakete welche auf
          die eine oder andere Art durch Copyright-Bedingungen
          eingeschrnkt sind.

          Einige Pakete z.B.  haben Lizenzbedingungen welche die
          kommerzielle Nutzung verbieten.  Wiederum andere knnen
          weitergegeben werden, sind aber eigentlich Shareware und keine
          freie Software.  Die Lizenzbedingungen jedes dieser Pakete mssen
          genau gelesen und wahrscheinlich verhandelt werden, bevor eines
          der Pakete verteilt werden darf, z.B.  auf einer CD-ROM.

        * stable/contrib/: Dieses Verzeichnis enthlt Pakete welche frei im
          Sinne der DFSG und _frei verteilbar_ sind, aber von Paketen
          abhngen, welche _nicht frei_ und deshalb nur in non-free zu
          finden sind.


6.5. Was enthlt das testing-Verzeichnis?
-------------------------------------------

     Pakete landen im `testing'-Verzeichnis, nachdem sie zu einem gewissen
     Grad in Unstable getestet wurden.

     Diese Pakete mssen identisch fr alle Architekturen vorliegen auf
     denen sie gebaut wurden.  Es darf auch keine Abhngigkeiten geben,
     welche sie uninstallierbar machen wrden.  Des Weiteren mssen sie
     weniger verffentlichungskritische Fehler aufweisen als die aktuelle
     Version in Testing.  Auf diese Art erhofft man, dass Testing immer
     nahe daran ist ein Release-Kandidat zu werden.

     Weitere Informationen ber den Status von Testing und ber die
     einzelnen Pakete sind unter http://www.debian.org/devel/testing
     verfgbar.

6.5.1. Wie erhlt Testing den frozen-Status?
------------------------------------------------

     Sobald die Testing-Distribution weit genug fortgeschritten ist,
     erhlt sie den frozen-Status durch den Release-Manager.  Die
     normalen Verzgerungspausen der Aufnahme von Paketen nach Testing
     werden verlngert, um so weniger neue Fehler von Unstable nach
     Testing zu lassen.

     Nach einiger Zeit wird die Testing-Distribution dann wirklich
     frozen, also eingefroren.  Dies bedeutet, dass alle neuen Pakete die
     nach Testing sollen, zurckgehalten werden, auer sie beheben
     verffentlichungskritische Fehler.  Die Testing-Distribution kann
     auch in diesem Zustand whrend der Testzyklen verweilen, wenn die
     Verffentlichung kurz bevor steht.

     Alle Fehler in der Testing-Distribution die ein Paket an der
     Freigabe hindern oder die ganze Verffentlichung verhindern, werden
     mitprotokolliert.  Um mehr Details zu erfahren, siehe auch Debian
     Testing Release-Informationen
     (http://www.debian.org/releases/testing/).

     Sobald die Anzahl der Fehler sich einem akzeptablen Wert nhert, wird
     die eingefrorene Testing-Distribution als Stable deklariert und
     mit einer Versionsnummer freigegeben.

     Mit jedem neuen Release ist die vorhergegangene Stable-Distribution
     berholt und wird in das Archiv verschoben.  Fr weitere
     Informationen, siehe auch Distributions-Archive
     (http://www.debian.org/distrib/archive).


6.6. Was enthlt das unstable-Verzeichnis?
--------------------------------------------

     Das unstable-Verzeichnis enthlt eine Momentaufnahme des derzeitigen
     Entwicklungssystems.  Benutzer drfen dieses gerne benutzen und
     testen.  Man sei aber gewarnt, dass es keine Garantie einer
     Lauffhigkeit gibt.  Der Vorteil von Unstable liegt darin, dass alle
     Pakete aktuell sind.  Wenn allerdings etwas kaputt geht: Pech gehabt
     :)

     Natrlich gibt es in Unstable genauso die Verzeichnisse main,
     contrib und non-free, die, wie fr das stable-Verzeichnis
     beschrieben, sortiert sind.


6.7. Was haben all die Verzeichnisse in den Debian-FTP-Archiven zu
bedeuten?
----------------------------------------------------------------------------

     Die fr Debian paketierte Software ist in einem von zahlreichen
     Verzeichnisbumen auf jedem Debian-Spiegel verfgbar.

     Das `dists'-Verzeichnis ist die Abkrzung fr Distributionen und ist
     der bliche Weg, um auf die zurzeit verfgbaren Debian-Distributionen
     (und deren Vorgnger) zuzugreifen.

     Das `pool'-Verzeichnis enthlt die eigentlichen Pakete, siehe dazu
     auch Abschnitt 6.10, `Was befindet sich im `pool'-Verzeichnis?'.

     Es gibt zahlreiche zustzliche Verzeichnisse:

     _/tools/_:
          enthlt DOS-Werkzeuge zum Erstellen von boot-Disketten, zur
          Partionierung, zum Packen/Entpacken von Dateien und um Linux zu
          booten

     _/doc/_:
          enthlt die grundlegende Debian-Dokumentation, wie z.B.  die FAQ,
          die Anleitung fr die Fehlerdatenbank, usw.

     _/indices/_:
          enthlt die Dateien der Paketbetreuer und Teile der
          Konfigurationen der Archiv-Skipte

     _/project/_:
          enthlt hauptschlich Material fr Entwickler und verschiedene
          Dateien


6.8. Was haben die ganzen Verzeichnisse in `dists/stable/main' zu bedeuten?
---------------------------------------------------------------------------

     In jedem Hauptverzeichnis [1] gibt es drei Zusammenstellungen von
     Unterverzeichnissen, welche Indexdateien enthalten.

     Da sind zum einen die `binary-<irgendwas>'-Verzeichnisse welche die
     Indexdateien fr die Binrpakete fr jede verfgbare
     Computerarchitektur enthalten, z.B.  `/binary-i386/' fr Pakete welche
     auf der Intel x86-Architektur laufen oder `/binary-sparc/' fr Pakete
     welche auf Sun-SPARCStationen laufen.

     Die vollstndige Liste der verfgbaren Architekturen fr jedes Release
     ist unter der Verffentlichungs-Webseite
     (http://www.debian.org/releases/) verfgbar.  Fr die derzeit aktuelle
     Verffentlichung siehe auch Abschnitt 4.1, `Auf welchen
     Hardware-Architekturen/Systemen luft Debian GNU/Linux?'.

     Die Indexdateien in binary-* heien `Packages'(`.gz') und enthalten
     eine Zusammenfassung jedes Binrpakets welches in dieser Distribution
     zu finden ist.  Die eigentlichen Binrpakete liegen direkt im `pool'-
     Verzeichnis.

     Des Weiteren existiert ein Unterverzeichnis source/, welches
     Indexdateien fr die Quellpakete jeder Distribution beinhaltet.  Die
     Indexdatei dafr heit `Sources'(.`gz').

     Zu guter Letzt existiert ein Satz von Unterverzeichnissen, welche die
     fr das Installationssystem notwendigen Indexdateien beinhalten.
     Diese liegen in `debian-installer/binary-<architecture>'.

[1]  `dists/stable/main', `dists/stable/contrib', `dists/stable/non-free'
     und `dists/unstable/main/', etc.


6.9. Wo befindet sich der Quellcode?
------------------------------------

     Der gesamte Quellcode fr alles in Debian ist verfgbar.  Es ist sogar
     so, dass die Lizenzbedingungen der meisten Programme des Systems es
     _verlangen_, dass der Quellcode zusammen mit dem eigentlichen Programm
     ausgeliefert wird oder wenigstens zur Verfgung steht.

     Der Quellcode wird ber das `pool'-Verzeichnis (siehe Abschnitt 6.10,
     `Was befindet sich im `pool'-Verzeichnis?'), zusammen mit den
     architekturspezifischen Binrverzeichnissen, verteilt.  Um den
     Quellcode zu erhalten, ohne sich um die FTP-Archiv-Verzeichnisstruktur
     kmmern zu mssen, kann man z.B.  `apt-get source <Paketname>'
     verwenden.

     Einige Pakete werden auf Grund von Einschrnkungen in ihren Lizenzen
     nur als Quellcode verteilt.  `pine' z.B ist ein solches Paket, siehe
     auch Abschnitt 5.10, `Wo ist pine?'.

     Fr Pakete in contrib und non-free, welche rein formal nicht Teil
     des Debian-Systems sind, kann der Quellcode verfgbar sein, muss es
     aber nicht.


6.10. Was befindet sich im `pool'-Verzeichnis?
----------------------------------------------

     Pakete werden in einem groen Pool gelagert, strukturiert nach dem
     Namen des Quellpaketes.  Um dies zu verwalten, ist das
     `pool'-Verzeichnis unterteilt in die Abschnitte (main, contrib und
     non-free) und dann sortiert nach dem ersten Buchstaben des
     Quellpaketes.  Diese Verzeichnisse enthalten zahlreiche Dateien: die
     Binrpakete fr jede Architektur und die Quellpakete von denen die
     Binrpakete erstellt wurden.

     Es ist mglich, herauszufinden wo ein Paket platziert ist, indem man
     `apt-cache showsrc <Paketname>' ausfhrt und dann die
     Directory:-Zeile betrachtet.  Beispielsweise liegt das
     `apache'-Paket in `pool/main/a/apache'.

     Zustzlich werden die `lib*'-Pakete extra behandelt, da es einfach
     sehr viele sind: z.B.  sind libpaper-Pakete in
     `pool/main/libp/libpaper/' gespeichert.

     [1]

[1]  Historisch betrachtet wurden Pakete frher in einem Unterverzeichnis
     von `dists', abhngig von der Zugehrigkeit zu einer Distribution,
     gelagert.  Dies verursachte zahlreiche Probleme, z.B.  groen
     Bandbreitenverbrauch wenn grere nderungen an einem Spiegel
     vorgenommen wurden.  Durch die Einfhrung des Paket-Pools konnten
     diese umgangen werden.

     Die `dists'-Verzeichnisse werden immer noch fr die Indexdateien von
     Programmen wie `apt' genutzt.


6.11. Was ist Incoming?
-------------------------

     Nachdem ein Entwickler ein Paket hochgeladen hat, bleibt es fr eine
     kurze Zeit in dem incoming-Verzeichnis, bis es auf seine Echtheit
     berprft wurde und damit in das Archiv darf.

     Im Normalfall sollte niemand etwas von dort installieren.  Allerdings
     gibt es seltene Notflle.  Das incoming-Verzeichnis ist unter
     http://incoming.debian.org/ verfgbar.  Es ist mglich, Pakete von
     dort per Hand zu holen, die GPG-Signatur und MD5-Checksumme in den
     .changes- und .dsc-Dateien zu berprfen und sie dann zu installieren.


6.12. Wie erstelle ich mein eigenes, apt-taugliches Paketdepot?
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     Wenn man eigene Debian-Pakete gebaut hat und diese mit den
     Standard-Debian-Paketwerkzeugen installieren mchte, so ist es
     mglich, ein eigenes apt-taugliches Paketarchiv zu erstellen.  Dies
     ist auch ntzlich, wenn man eigene Debian-Pakete verteilen mchte,
     welche nicht vom Debian-Projekt verteilt werden.  Informationen und
     Anleitungen wie dies zu bewerkstelligen ist, findet man im
     Debian-Depot-HOWTO
     (http://www.debian.org/doc/manuals/repository-howto/repository-howto).


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7. Grundlagen des Debian-Paketverwaltungssystems
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7.1. Was ist ein Debian-Paket?
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     Pakete beinhalten im Allgemeinen alle notwendigen Dateien, um eine
     Sammlung in Beziehung stehender Kommandos und Fhigkeiten zu
     implementieren.  Es gibt zwei Arten von Debian-Paketen:

        * _Binrpakete_, welche ausfhrbare Dateien, Konfigurationsdateien,
          man/info-Seiten, Copyright-Informationen und andere Dokumentation
          beinhalten.  Diese Pakete sind in einem speziellen
          Debian-Archivformat verteilt (siehe Abschnitt 7.2, `Was ist das
          Format eines binren Debian-Pakets?').  Sie zeichnen sich fr
          gewhnlich durch eine .deb-Dateierweiterung aus.  Binrpakete
          knnen mittels des Debian-Werkzeugs `dpkg' entpackt werden.  Mehr
          Details finden Sie in der Handbuchseite.

        * _Quellpakete_, welche aus einer `.dsc'-Datei bestehen, die das
          Quellpaket beschreibt (inklusive der Namen der folgenden
          Dateien), einer `.orig.tar.gz'-Datei, welche die originalen,
          unvernderten Quellen in einem gzip-komprimierten tar-Format
          enthlt und blicherweise einer `.diff.gz'-Datei, die
          Debian-spezifische nderungen an den Original-Quellen enthlt.
          Das Dienstprogramm `dpkg-source' packt und entpackt
          Debian-Quellpakete.  Mehr Details sind in der Handbuchseite zu
          finden.

     Fr die Installation von Software benutzt das System die von den
     Paketbetreuern sorgfltig angegebenen Abhngigkeiten.  Diese
     Abhngigkeiten sind in der `control'-Datei, die zu jedem Paket gehrt,
     dokumentiert.  Zum Beispiel beinhaltet das Paket des GNU C-Compilers
     (`gcc') Abhngigkeiten (depends) zu dem Paket `binutils', welches
     den Linker und den Assembler enthlt.  Wenn ein Benutzer versucht
     `gcc' zu installieren ohne zuerst `binutils' installiert zu haben,
     gibt das Paketverwaltungssystem (`dpkg') die Fehlernachricht aus, dass
     es das Paket `binutils' bentige und stoppt die Installation von
     `gcc'.  (Dennoch kann dieser Prfmechanismus vom Benutzer abgestellt
     werden, siehe dpkg(8).) Siehe Abschnitt 7.9, `Was ist damit gemeint,
     ein Paket _Depends_, _Recommends_, _Suggests_, _Conflicts_, _Replaces_
     oder _Provides_ ein anderes Paket?'  weiter unten.

     Debian-Paketierungsprogramme knnen benutzt werden, um:

        * Pakete oder Paketteile zu manipulieren und zu verwalten,

        * dem Benutzer zu helfen Pakete aufzuteilen, die auf Medien mit
          limitierter Gre bermittelt werden sollen, z.B.  Disketten,

        * den Entwicklern beim Erzeugen von Paketen zu helfen und

        * Benutzern die Installation von Paketen zu ermglichen, die sich
          z.B.  auf einem FTP-Server befinden.


7.2. Was ist das Format eines binren Debian-Pakets?
----------------------------------------------------

     Ein Debian-Paket oder eine Debian-Archivdatei beinhaltet ausfhrbare
     Dateien, Bibliotheken und Dokumentationen, die zu einem Programm oder
     einer Menge verwandter Programme gehren.  Normalerweise hat eine
     Debian-Archivdatei die Dateiendung `.deb'.

     Die Interna des binren Debian-Paketformats sind in der deb(5)
     Handbuchseite beschrieben.  Dieses interne Format kann sich (zwischen
     zwei Debian GNU/Linux-Hauptreleases) ndern, benutzen Sie daher bitte
     immer dpkg-deb(1), um `.deb'-Dateien zu bearbeiten.


7.3. Warum sind Debian-Paketdateinamen so lang?
-----------------------------------------------

     Die Debian-Binrpaketdateien gehorchen alle der folgenden Konvention:
     <foo>_<VersionsNummer>-<DebianRevisionsNummer>.deb

     Bitte beachten Sie, dass `foo' fr den Paketnamen steht.  Sie knnen
     den Paketnamen der Debian-Archivdatei (.deb-Datei) auf eine der
     folgenden Arten herausfinden:

        * Untersuchen Sie die `Packages'-Datei, in dem Ordner auf einer
          Debian-FTP-Archiv-Seite.  Diese Datei enthlt fr jedes Paket
          eine Beschreibungszeile.  Der erste Abschnitt jeder Zeile
          enthlt den formalen Paketnamen.

        * Benutzen Sie den folgenden Befehl `dpkg --info
          foo_<VVV>-<RRR>.deb' (wobei <VVV> und <RRR> durch die Versions-
          bzw.  Revisions-Nummer des Paketes ersetzt werden muss).  Dies
          gibt unter anderem den formalen Paketnamen beim Auspacken des
          Archives aus.

     Die <VVV>-Komponente ist die Versionsnummer, die vom
     Original-Entwickler festgelegt worden ist.  Hierfr sind keine
     Standards festgelegt.  Die Versionsnummer kann verschiedene Formate,
     wie 19990513 und 1.3.8pre1, gleichermaen enthalten.

     Die <RRR>-Komponente ist die Debian-Revisionsnummer, die von einem
     Debian-Entwickler (oder einem individuellen Benutzer, der sich
     entschieden hat das Paket selber zu bauen) festgelegt wurde.  Diese
     Nummer entspricht dem Stand des Debian-Paketes.  Eine neue
     Revisionsnummer zeigt manchmal nderungen im Debian-Makefile
     (`debian/rules'), der Debian-Kontroll-Datei (`debian/control'), den
     Installations- oder Entfernungs-Skripten (`debian/p*') oder in den
     Konfigurationsdateien die mit diesem Paket benutzt werden.


7.4. Was ist eine Debian-Kontroll-Datei?
----------------------------------------

     Besonderheiten, die Debian-Kontroll-Dateien betreffend, knnen Sie im
     Debian-Richtlinien-Handbuch, Abschnitt 5, Abschnitt 12.1, `Welche
     andere Dokumentation gibt es auf einem und fr ein Debian-System?'
     sehen.

     Folgend ist ein Auszug vom Debian-Paket hello zu sehen:

          Package: hello
          Priority: optional
          Section: devel
          Installed-Size: 45
          Maintainer: Adam Heath <doogie@debian.org>
          Architecture: i386
          Version: 1.3-16
          Depends: libc6 (>= 2.1)
          Description: The classic greeting, and a good example
           The GNU hello program produces a familiar, friendly greeting.  It
           allows nonprogrammers to use a classic computer science tool which
           would otherwise be unavailable to them.
           .
           Seriously, though: this is an example of how to do a Debian package.
           It is the Debian version of the GNU Project's `hello world' program
           (which is itself an example for the GNU Project).

     Das Package-Feld zeigt den Paketnamen an.  Dieser Name wird fr die
     Nutzung des Paketes mit den Paketverwaltungswerkzeugen benutzt.  Es
     kann vorkommen, dass das Package-Feld mit dem ersten Teil des
     Debian-Paketarchivdateinamen bereinstimmt, dies muss aber nicht so
     sein.

     Das Version-Feld gibt beides an, an erster Stelle die
     Original-Entwickler-Versionsnummer und im zweiten Teil die
     Revisionsnummer des Debian-Paketes.  Dieses Vorgehen wird unter
     Abschnitt 7.3, `Warum sind Debian-Paketdateinamen so lang?'
     beschrieben.

     Das Architecture-Feld gibt den Prozessor-Typ an, fr den das
     Binrpaket kompiliert worden ist.

     Das Depends-Feld enthlt eine Liste von Paketen, die bentigt werden
     um dieses Paket erfolgreich installieren zu knnen.

     Die Installed-Size (installierte Gre) gibt den geschtzten
     Festplattenverbrauch nach der Installation des Paketes an.  Dieser
     Wert wird von den Oberflchen benutzt um zu prfen, ob noch genug
     Festplattenplatz fr die Installation vorhanden ist.

     Die Section-Zeile gibt an, in welchem Bereich des
     Debian-FTP-Archives das Paket zu finden ist.  Dies ist der Name des
     Unterverzeichnisses (mit einem der Hauptverzeichnisse, siehe Abschnitt
     6.7, `Was haben all die Verzeichnisse in den Debian-FTP-Archiven zu
     bedeuten?') in dem das Paket zu gespeichert ist.

     Die Priority-Zeile zeigt, wie wichtig dieses Paket fr die
     Installation ist.  Hiermit kann halb intelligente Software wie
     "`dselect'" oder "`console-apt'" den Paketen Gruppen (z.B.  der Gruppe
     der optionalen Software) zuordnen, siehe Abschnitt 7.7, `Was ist ein
     _Essential_-, _Required_-, _Important_-, _Standard_-, _Optional_- oder
     _Extra_-Paket?'.

     Das Maintainer-Feld enthlt die E-Mail-Adresse der Person, die
     momentan fr die Paketbetreuung zustndig ist.

     Das Description-Feld gibt ein Einweisung ber die Funktionen des
     Paketes.

     Fr mehr Informationen ber alle mglichen Felder, die ein Paket haben
     kann, sehen Sie sich bitte das Debian-Richtlinien-Handbuch, Abschnitt
     5., Abschnitt 12.1, `Welche andere Dokumentation gibt es auf einem und
     fr ein Debian-System?'  Kontroll-Dateien und ihre Felder an.


7.5. Was ist ein Debian Conffile?
-----------------------------------

     Conffiles sind Listen von Konfigurationsdateien (meistens unter
     `/etc' zu finden).  Diese Dateien werden vom Paketverwaltungswerkzeug
     bei einer Paketaktualisierung nicht berschrieben.  Dies stellt
     sicher, dass eigene Einstellungen, die in diesen Dateien gemacht
     wurden, behalten werden.  Dies ist notwendig um die Funktion des
     Vor-Ort-Austausches von Paketen auf laufenden Systemen zu
     ermglichen.

     Um herauszufinden, welche Dateien bei einem Update erhalten bleiben,
     benutzen Sie:

          dpkg --status package

     und schauen unter Conffiles: nach.


7.6. Was sind die Debian preinst-, postinst-, prerm- und
postrm-Skripte?
----------------------------------------------------------------------------

     Diese Dateien sind ausfhrbare Skripte die automatisch vor bzw.  nach
     einer Paketinstallation laufen.  Genau wie die `control'-Datei sind
     diese Dateien Teil der Debian-Archivdatei.

     Die individuellen Dateien sind:

     preinst
          Diese Skript wird ausgefhrt, bevor das Paket aus der
          Debian-Archivdatei (.deb-Datei) entpackt wird.  Viele
          preinst-Skripte stoppen Dienste, die whrend bzw.  nach der
          Installation aktualisiert werden.  Nach der erfolgreichen
          Installation folgt die Ausfhrung des postinst-Skriptes.

     postinst
          Diese Skript stellt normalerweise die bentigte Konfiguration des
          `foo'-Paketes fertig, nachdem `foo' aus seiner Debian-Archivdatei
          (.deb-Datei) entpackt worden ist.  Oft fragen
          postinst-Skripte den Benutzer nach Eingaben und/oder warnen
          ihn, dass, wenn er die Standardwerte akzeptiert, er daran denken
          muss, das Paket neu zu konfigurieren, wenn es die Situation
          erfordert.  Viele postinst-Skripte fhren nach dem
          Installieren/Updaten, die fr das Starten bzw.  Neustarten der
          Dienste bentigten Kommandos aus.

     prerm
          Dieses Skript stoppt blicherweise alle Dienste die mit dem Paket
          verknpft sind.  Es wird ausgefhrt bevor alle Dateien des
          Paketes gelscht werden.

     postrm
          Dieses Skript ndert Links die mit `foo' zu tun haben und/oder
          lscht Dateien die vom Paket angelegt worden sind.  (Siehe:
          Abschnitt 7.8, `Was ist ein virtuelles Paket?'.)

     Momentan knnen alle Steuerdateien in `/var/lib/dpkg/info' gefunden
     werden.  Die relevanten Dateien fr das Paket `foo' beginnen mit foo
     und haben die Dateierweiterungen preinst, postinst, usw.  Die
     Datei `foo.list' enthlt eine Liste der Dateien, die mit dem Paket
     `foo' installiert worden sind.  (Beachten Sie, dass die Pfade der
     Dateien dpkg-Interna sind.  Sie sollten nicht darauf aufbauen.)


7.7. Was ist ein _Essential_-, _Required_-, _Important_-, _Standard_-,
_Optional_- oder _Extra_-Paket?
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     Jedem Debian-Paket wurde von den Distributionsbetreuern eine
     _Prioritt_ als Hilfsmittel fr das Paketverwaltungssystem zugeordnet.
     Die Prioritten sind:

        * _Required_: Pakete die fr das korrekte Funktionieren der Systems
          bentigt werden.

          Dieses schliet alle Werkzeuge mit ein, die notwendig sind, um
          Systemdefekte zu reparieren.  Sie drfen diese Pakete nicht
          entfernen, ansonsten kann es passieren, dass Ihr System
          zusammenbricht und Sie sogar auerstande sind, mittels dpkg
          Sachen zurckzuholen.  Systeme, die nur die Required-Pakete
          haben, sind vermutlich unbrauchbar, aber sie bieten genug
          Funktionalitt, um es dem Systemadministrator zu ermglichen,
          mehr Programme zu installieren.

        * _Important_-Pakete sollten auf jedem Unix-hnlichen System zu
          finden sein.

          Andere Pakete ohne die das System unbrauchbar ist, finden Sie
          hier.  Das beinhaltet _nicht_ Emacs, X11, TeX oder eine andere
          groe Anwendung.  Dieses Pakete stellen lediglich die
          Basisinfrastruktur.

        * _Standard_-Pakete sind Standard auf jedem Linux-System,
          einschlielich eines recht kleinen aber nicht zu begrenzten
          Text-Modus-Systems.

          Dies wird von uns installiert, wenn der Benutzer nichts anderes
          ausgewhlt hat.  Es beinhaltet keine groen Programme, aber
          einige Entwicklungsprogramme, wie der GNU C- und der C++-Compiler
          (`gcc', `g++') GNU make, genauso wie der Python-Interpreter und
          einige Server-Programme wie OpenSSH, der BSD-Drucker-Dienst
          (`lpr') und der RPC-Portmapper (`portmap').

        * _Optional_-Pakete beinhalten alles das, was Sie mglicherweise
          installieren wollen oder gerne wrden, wenn Sie keine speziellen
          Anforderungen haben.

          Dies trifft auf X11, eine komplette TeX-Distribution und viele
          andere Programme zu.

        * _Extra_-Pakete die in Konflikt mit hher priorisierten Paketen
          stehen, sind nur fr jemanden interessant, der schon wei was sie
          sind, oder fr jemanden der spezielle Anforderungen hat, die es
          unverzichtbar fr Optional machen.

     Wenn Sie eine Standard-Debian-Installation durchfhren, werden alle
     Pakete mit der Prioritt _Standard_ oder hher in Ihrem System
     installiert.  Wenn Sie vordefinierte Prozesse whlen, bekommen Sie
     auch die Pakete mit einer geringeren Prioritt.

     Zustzlich werden einige Pakete als _Essential_ markiert.  Da diese
     Pakete fr die Grundfunktionalitt des Systems absolut notwendig sind,
     lehnen es die Paketverwaltungswerkzeuge es ab, die zu entfernen.


7.8. Was ist ein virtuelles Paket?
----------------------------------

     Ein virtuelles Paket ist ein generischer Name, der auf eine Gruppe von
     Paketen zutrifft, die hnliche grundlegende Funktionen bieten.  Zum
     Beispiel sind `tin' und `trn' beides Nachrichtenleser (News-Reader),
     folglich werden beide Programme die Abhngigkeit erfllen, die ein
     Programm hat, das einen Nachrichtenleser braucht, um auf einem System
     richtig zu funktionieren.  Beide Pakete erfllen die Abhngigkeit des
     virtuellen Paketes namens `news-reader'.

     Ebenso bieten `smail' und `sendmail' beide die Funktionalitt eines
     Mail-Transport-Agenten.  Es wird also gesagt, dass beide Programme das
     virtuelle Paket `mail-transport-agent' anbieten.  Wenn eines der
     Programme installiert ist, dann wird die Installation jedes Paketes,
     das von einem `mail-transport-agent' abhngig ist, durch die Existenz
     des virtuellen Paketes ermglicht.

     Debian bietet einen Mechanismus, der es ermglicht, dass wenn mehr als
     ein Paket mit dem selben virtuellen Paket installiert wird, der
     Systemadministrator ein Paket als das bevorzugte Paket einstellen
     kann.  Das relevante Kommando ist `update-alternatives' und wird
     spter in Abschnitt 11.10, `Einige Benutzer mgen mawk, andere gawk;
     einige mgen vim, andere elvis; einige trn, wieder andere tin; wie
     untersttzt Debian die Vielfalt?'  nher erklrt.


7.9. Was ist damit gemeint, ein Paket _Depends_, _Recommends_, _Suggests_,
_Conflicts_, _Replaces_ oder _Provides_ ein anderes Paket?
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     Das Debian-Paketverwaltungssystem hat eine Reihe von
     Paket-Abhngigkeiten, welche entworfen wurden, um anzuzeigen (in
     einer einzigen Markierung), wie ein Programm _A_ mit einem
     existierenden Programm _B_ auf einem gegeben System unabhngig
     zusammenarbeiten:

        * Paket _A_ _depends (hngt ab)_ von Paket _B_, wenn B unbedingt
          installiert sein muss damit A luft.  In manchen Fllen, hngt
          _A_ nicht nur von _B_ ab, aber von einer Version von _B_.  In
          diesem Fall ist die Versionsabhngigkeit normalerweise die untere
          Grenze, so dass _A_s Abhngigkeit von jeder Version von _B_
          grer ist als die Abhngigkeit von einer speziellen Version.

        * Paket _A_ _recommends (empfiehlt)_ Paket _B_, wenn der
          Paketverwalter der Meinung ist, dass die meisten Benutzer _A_
          nicht ohne die Funktionalitt von _B_ haben wollen.

        * Paket _A_ _suggests (schlgt)_ Paket _B_ vor, wenn _B_ Dateien
          beinhaltet, die die Funktionalitt von _A_ verbessern (und
          manchmal auch erhhen).

        * Paket _A_ _conflicts (steht in Konflikt)_ mit Paket _B_ wenn _A_
          nicht funktioniert, solange _B_ auf dem System installiert ist.
          Sehr oft sind Konflikte Flle in denen _A_ Dateien beinhaltet,
          die ein Verbesserung der aus _B_ stammenden sind.  Konflikte
          sind oft mit einem Austausch verbunden.

        * Paket _A_ _replaces (ersetzt)_ Paket _B_, wenn Dateien die von
          _B_ installiert wurden von Dateien aus _A_, entfernt und (in
          manchen Fllen) berschrieben werden.

        * Paket _A_ _provides (stellt zur Verfgung)_ Paket _B_, wenn alle
          Dateien und Funktionalitten von _B_ mit _A_ verbunden wurden.
          Dieser Mechanismus ermglicht es Benutzern mit einem Begrenzten
          Festplattenplatz nur den Teil _B_ von Paket _A_ speichern zu
          mssen.

     Detailliertere Informationen ber die Nutzung jeder dieser
     Bezeichnungen knnen Sie im Richtlinien-Handbuch finden.


7.10. Was bedeutet Pre-Depends (Vor-Abhngigkeit)?
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     Pre-Depends ist eine spezielle Abhngigkeit.  Im Fall der meisten
     Pakete, entpackt `dpkg' die Archiv-Datei (z.B., seine `.deb' Datei)
     unabhngig davon, ob die Dateien von denen es Abhngt auf dem System
     existieren oder nicht.  Stark vereinfacht bedeutet entpacken, das
     `dpkg' die Dateien aus der Archiv-Datei auf Ihrem Dateisystem
     installiert und an die entsprechende Stelle gepackt.  Wenn solche
     Pakete von der Existenz einiger anderer Pakete _abhngen_, lehnt
     `dpkg' es ab die Paketinstallation abzuschlieen (durch die Ausfhrung
     seiner Konfiguration), bevor die anderen Pakete installiert sind.

     Fr einige Pakete lehnt `dpkg' sogar das entpacken ab bis bestimmte
     Abhngigkeiten erfllt sind.  Solche Pakete werden Vor-Abhngig von
     anderen Paketen genannt.  Das Debian-Projekt bietet diesen Mechanismus
     um das sichere Upgraden des Systems vom `a.out'- zum `ELF'-Format zu
     ermglichen, als die _Reihenfolge_ in der die Pakete ausgepackt wurden
     kritisch war.  Es gibt andere groe Upgrade-Situationen bei denen
     diese Methode hilfreich ist z.B.  die Pakete mit der
     required-Prioritt und ihre LibC abhngigkeit.

     Genau wie zuvor knnen weiterfhrende Informationen dem
     Richtlinien-Handbuch entnommen werden.


7.11. Was bedeutet _unknown_, _install_, _remove_ _purge_ und _hold_ im
Paket-Status?
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     Diese Wunsch-Makierungsflaggen erklren was ein Benutzer mit einem
     Paket tun wollte (wie entweder durch die Ttigkeit des Benutzers in
     der Select (whlen)-Sektion von `dselect' oder auch durch die
     direkte Anfrage des Benutzers mit `dpkg').

     Ihre Bedeutungen sind:

        * unknown - der Benutzer hat nie mitgeteilt ob der das Paket
          wnscht

        * install - der Benutzer wnscht das Paket installiert oder
          Upgedatet

        * remove - der Benutzer wnscht das Paket entfernt, aber mchte
          jede Existierende Konfigurationsdatei behalten.

        * purge - der Benutzer wnscht das Paket entfernt, inklusive aller
          Konfigurations-Dateien.

        * hold - der Benutzer wnscht keine Verarbeitung des Paketes, d.h.
          der Benutzer mchte die Aktuelle Version des Paketes behaltend
          wie auch immer die ist.


7.12. Wie stelle ich ein Paket auf hold (halten)?
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     Es gibt drei Wege die es ermglichen Pakete zurckzuhalten.  Mit
     `dpkg', `aptitude' oder mit `dselect'.

     Mit `dpkg' mssen Sie lediglich die Liste der Paketwahl ber:

          dpkg --get-selections \* > selections.txt

     exportieren.  Dann Modifizieren Sie die Ergebnis-Datei
     `selections.txt', ndern Sie die Zeile die das Paket beinhaltet,
     welches Sie zurckhalten wollen, z.B.  `libc6', von hier:

          libc6                                             install

     zu diesem:

          libc6                                             hold

     .  Speichern Sie die Datei und laden Sie diese in die dpkg-Datenbank
     mit:

          dpkg --set-selections < selections.txt

     zurck.

     Mit `aptitude' knnen Sie ein Paket ber

          aptitude hold Paket_Name

     zurckhalten und ber

          aptitude unhold Paket_Name

     knnen Sie das zurckhalten wieder abstellen.

     Bei `dselect' mssen Sie [S]elect Bildschirm auswhlen, das gewnschte
     Paket raus-suchen und dann mssen Sie nur noch die '=' (oder 'H')
     Taste drcken.  Die nderungen werden bernommen wenn Sie den [S]elect
     Bildschirm verlassen.


7.13. Wie installiere ich ein Quelltext-Paket?
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     Debian Quelltext-Pakete knnen momentan nicht installiert werden.
     Sie knnen lediglich in jedes Verzeichnis entpackt werden in dem Sie
     die Binr-Pakete Kompilieren mchten

     Quelltext-Pakete werden meistens auf den selben Spiegeln angeboten,
     auf denen auch die Binr-Pakete gefunden werden knnen.  Wenn Sie Ihr
     APT sources.list(5) um die bentigten deb-src-Zeilen erweitern, sind
     Sie in der Lage jedes Quelltext-Paket einfach Herunterzuladen mittels:

          apt-get source foo

     Um Ihnen beim Bauen der Quelltext-Pakete zu helfen, bieten die Debian
     Quelltext-Pakete den sogenannten build-dependencies
     (Bau-Abhngigkeiten)-Mechanismus.  Das Bedeutet, das die
     Quelltext-Paket-Betreuer eine Liste von anderen Paketen pflegen, die
     zum Bauen des Paketes bentigt werden.  Um zu sehen wozu dies ntzlich
     ist, probieren Sie einmal

          apt-get build-dep foo

     bevor Sie die Quelltexte kompilieren.


7.14. Wie baue ich ein Binr-Paket aus einem Quelltext-Paket?
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     Sie brauchen alle `foo_*.dsc', `foo_*.tar.gz' und `foo_*.diff.gz' um
     die Quelltexte zu kompilieren (beachten Sie Bitte, das einige Pakete
     keinen `*.diff.gz' besitzen weil Sie Nativ sind).

     Sobald Sie sie haben (Abschnitt 7.13, `Wie installiere ich ein
     Quelltext-Paket?'), sofern Sie das `dpkg-dev'-Paket installiert haben,
     sollte das folgende Kommando:

          dpkg-source -x foo_version-revision.dsc

     in ein Verzeichnis namens `foo-version' entpacken.

     Wenn Sie das Paket nur kompilieren wollen, mssen Sie mit `cd' in das
     `foo-version's Verzeichnis und das Kommando

          dpkg-buildpackage -rfakeroot -b

     zum bauen des Paketes ausfhren (beachten Sie das dazu noch das
     `fakeroot'-Paket bentigt wird).  Danach knnen Sie mit

          dpkg -i ../foo_version-revision_arch.deb

     das neu gebaute Paket installieren.


7.15. Wie kann ich selbst Debian-Pakete erstellen?
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     Fr eine detailliertere Beschreibung zu diesem Thema lesen Sie bitte
     den Neue-Entwickler-Guide, zu finden im `maint-guide'-Paket oder auf
     http://www.debian.org/doc/devel-manuals#maint-guide.


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8. Die Debian-Paketverwaltungswerkzeuge
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8.1. Welche Programme bietet Debian an, um seine Pakete zu verwalten?
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     Fr die Verwaltung der Debian-Pakete gibt es verschiedene Werkzeuge,
     von grafischen oder textbasierten Schnittstellen ber die
     Grundwerkzeuge, die benutzt werden um Pakete zu installieren.  Alle
     verfgbaren Werkzeuge bauen auf den Grundwerkzeugen auf und sollen
     hier absteigend nach Bedienbarkeit vorgestellt werden.

     Es ist wichtig zu verstehen, dass die fortschrittlicheren
     Paketverwaltungswerkzeuge wie `aptitude' oder `dselect' auf `apt',
     welches selber auf `dpkg' aufbaut, basieren.

     Sehen Sie sich das APT-Handbuch
     (http://www.debian.org/doc/manuals/apt-howto/) fr weitere
     Informationen ber die Paketverwaltungswerkzeuge an.  Unter dem
     APT-Handbuch-Eintrag auf der DDP-Benutzerhandbuchbersichtsseite
     (http://www.debian.org/doc/user-manuals#apt-howto) knnen Sie dieses
     Dokument in verschiedenen Sprachen und Formaten bekommen.

8.1.1. dpkg
-----------

     Dies ist das Hauptpaketverwaltungswerkzeug.  `dpkg' kann mit vielen
     Optionen aufgerufen werden.  Hufig benutzte sind:

        * Zeige alle Optionen an: `dpkg --help'.

        * Zeige die Datei `control' (und andere Informationen) fr ein
          angegebenes Paket an: `dpkg --info foo_VVV-RRR.deb'

        * Installiere ein Paket (inklusive Entpacken und Konfiguration) in
          das Dateisystem auf der Festplatte: `dpkg --install
          foo_VVV-RRR.deb'.

        * Entpacke (ohne es zu konfigurieren) ein Debian-Archiv in das
          Dateisystem auf der Festplatte: `dpkg --unpack foo_VVV-RRR.deb'.
          Bitte beachten Sie, dass diese Option das Paket _nicht_
          automatisch in einem benutzbaren Zustand hinterlsst; einige
          Dateien bentigen eventuell eine weitergehende Anpassung, um
          vernnftig zu funktionieren.  Dieser Befehl lscht jede auf der
          Festplatte installierte Version des Programms und fhrt das mit
          dem Paket verbundene preinst-Skript (siehe Abschnitt 7.6, `Was
          sind die Debian preinst-, postinst-, prerm- und
          postrm-Skripte?') aus.

        * Konfiguriere ein bereits ausgepacktes Paket: `dpkg --configure
          foo'.  Neben anderen Sachen ruft diese Option das zugehrige
          "postinst"-Skript (siehe Abschnitt 7.6, `Was sind die Debian
          preinst-, postinst-, prerm- und postrm-Skripte?') des
          Paketes auf.  Auerdem aktualisiert es die Dateien, die in der
          Datei `conffiles' des Paketes aufgelistet sind.  Beachten Sie,
          dass die configure-Option als Argument einen Paketnamen
          bentigt (z.B.  foo), _und nicht_ den Namen der
          Debian-Archivdatei (z.B.  foo_VVV-RRR.deb).

        * Extrahiere eine einzelne Datei namens "blurf" (oder mehrere
          Dateien namens "blurf*" aus einem Debian-Archiv `dpkg
          --fsys-tarfile foo_VVV-RRR.deb | tar -xf - blurf*'

        * Lsche ein Paket (aber nicht seine Konfigurationsdateien): `dpkg
          --remove foo'.

        * Lsche ein Paket (inklusive Konfigurationsdateien): `dpkg --purge
          foo'.

        * Zeige den Installationszustand eines Paketes, das die Buchstaben
          (oder den regulren Ausdruck) "foo*" enthlt: `dpkg --list
          'foo*''.

8.1.2. APT
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     APT ist das _Advanced-Package-Tool (erweitertes
     Paketverwaltungswerkzeug)_ und beinhaltet das Programm `apt-get'.
     `apt-get' stellt auf einfache Weise ein Mittel fr das Besorgen und
     Installieren von Paketen aus verschiedenen Quellen ber die
     Kommandozeile zur Verfgung.  Anders als `dpkg' versteht `apt-get' die
     .deb-Dateien nicht.  `apt-get' arbeitet mit dem Paketnamen und kann
     die .deb-Dateien nur installieren, wenn eine entsprechende Quelle in
     der `/etc/apt/sources.list' Datei aufgefhrt ist.  `apt-get' ruft nach
     dem Download des .deb-Archivs direkt `dpkg' zur Installation[1] von
     den konfigurierten Quellen auf.

     Einige der blichen Wege `apt-get' zu benutzen sind:

        * Um die Liste der Ihrem System bekannten Pakete zu aktualisieren
          knnen Sie

               apt-get update

          ausfhren (Sie sollten dies regelmig ausfhren um Ihre
          Paketliste aktuell zu halten)

        * Um ein Upgrade aller Pakete auf Ihrem System zu starten, fhren
          Sie

               apt-get upgrade

          aus

        * Um das Paket <foo> mit allen seinen Abhngigkeiten zu
          installieren, bedarf es nur eines:

               apt-get install foo

        * Um das Paket <foo> wieder von Ihrem System zu entfernen, fhren
          Sie

               apt-get remove foo

          aus

        * Um das Paket <foo> mit allen Konfigurationsdateien von Ihrem
          System zu entfernen, braucht es nur ein:

               apt-get --purge remove foo

        * Um alle Pakete auf Ihrem System auf ein neue Debian
          GNU/Linux-Version zu aktualisieren, benutzen Sie das folgende
          Kommando:

               apt-get dist-upgrade

     Bitte beachten Sie, dass Sie fr das Ausfhren von Kommandos, die die
     Systempakete ndern, als Hauptbenutzer angemeldet sein mssen.

     Die apt-Werkzeug-Suite enthlt noch das `apt-cache'-Werkzeug um die
     Paketliste zu durchsuchen.  Im Paketverwaltungssystem knnen Sie mit
     einem einfachen Text oder einem regulren Ausdruck Pakete suchen, die
     spezielle Funktionen anbieten und Sie knnen Abhngigkeiten suchen.
     Einige der blichen Wege wie `apt-cache' benutzt wird, sind:

        * Um ein Paket zu finden, dessen Beschreibung <Wort> enthlt:

               apt-cache search <Wort>

        * Um detaillierte Informationen ber ein Paket auszugeben:

               apt-cache show <Paket>

        * Um die Pakete zu bekommen von dem ein gegebenes Paket abhngt:

               apt-cache depends <Paket>

        * Um detaillierte Informationen ber die verfgbaren Versionen
          eines Paketes und die Pakete, die von diesem Paket abhngen, zu
          bekommen:

               apt-cache showpkg <Paket>

     Fr weitere Informationen, installieren Sie bitte das `apt'-Paket und
     lesen apt-get(8), sources.list(5), und installieren das
     `apt-doc'-Paket und lesen
     `/usr/share/doc/apt-doc/guide.html/index.html'.

[1]  Beachten Sie, dass es einige (Software)-Portierungen gibt, die dies
     auch fr andere Paketverwaltungssysteme wie den
     Red-Hat-Paketverwalter (auch als `rpm' bekannt) ermglichen.

8.1.3. aptitude
---------------

     `aptitude' ist ein Paketverwalter fr Debian GNU/Linux-Systeme,
     welcher eine Oberflche fr die apt-Paketverwaltungsschnittstelle
     bietet.  `aptitude' ist eine textbasierte Schnittstelle, die die
     curses-Bibliothek benutzt.  Es kann benutzt werden, um
     Verwaltungsaufgaben auf schnelle und einfache Weise zu erledigen.

     `aptitude' untersttzt die Funktionen von `dselect' und `apt-get',
     genauso wie verschiedene andere Funktionen, welche es in anderen
     Programmen nicht gibt:

        * `aptitude' bietet Zugriff auf alle Versionen eines Paketes.

        * `aptitude' protokolliert alle seine Schritte unter
          `/var/log/aptitude'.

        * `aptitude' macht es einfach, die bersicht ber die veraltete
          Software nicht zu verlieren, indem sie unter Veraltete und
          selbst erstellte Pakete aufgelistet werden.

        * `aptitude' enthlt ein ziemlich mchtiges System fr die
          ausfhrliche Suche nach Paketen und die Limitierung der
          angezeigten Pakete.  Benutzer die `mutt' nutzen, werden schnell
          zurechtkommen, weil `mutt' die Inspiration fr die
          Ausdruckssyntax war.

        * `aptitude' speichert, welche Pakete wegen einer Abhngigkeit
          installiert wurden und entfernt diese automatisch, wenn das
          Paket, das es brauchte, vom System entfernt wird.

        * `aptitude' kann automatisch _Empfohlende:_ Pakete[1]
          installieren.

        * Im Vollbildmodus hat `aptitude' eingebaute `su'-Funktionalitt
          und kann als normaler Benutzer ausgefhrt werden.  Es ruft `su'
          auf (und fragt nach dem Passwort des Hauptbenutzers, sofern
          vorhanden) falls Sie wirklich administrative Rechte bentigen
          sollten

     Sie knnen `aptitude' ber eine visuelle Schnittstelle (einfach
     `aptitude' ausfhren) oder direkt von der Kommandozeile starten.  Die
     genutzte Kommandozeilensyntax ist sehr hnlich, zu der von `apt-get'
     genutzten.  Um zum Beispiel das Paket <foo> zu installieren, knnen
     Sie einfach `aptitude install <foo>' starten.

     Bitte beachten Sie, dass `aptitude' das von Debian empfohlende
     Programm fr das Installieren eines Paketes und/oder das Aktualisieren
     Ihres Systems ist.

     Fr weitere Informationen lesen Sie bitte die Handbuchseite
     aptitude(8) und installieren das Paket `aptitude-doc-en'.

[1]  Obwohl das dazu fhren kann, dass ein System mit mehr Paketen
     installiert wird, als es momentan zum Arbeiten braucht.

8.1.4. dselect
--------------

     Dieses Programm ist eine mengesteuerte Schnittstelle fr das
     Debian-Paketverwaltungssystem.  Es ist besonders fr erste
     Installationen und grere Aktualisierungen ntzlich.  Einige Benutzer
     werden `aptitude' komfortabler finden, was gegenber `dselect' fr
     Aktualisierungen im groen Stil auch empfohlen wird.  Weitere
     Informationen ber `aptitude' knnen Sie unter Abschnitt 8.1.3,
     `aptitude' finden.

     `dselect' kann:

        * den Benutzer untersttzen, das Paket, das er/sie ausgewhlt hat,
          zu installieren oder zu lschen und dabei sicherstellen, dass
          keine Pakete, die in Konflikt mit anderen stehen, installiert
          sind und bentigte Pakete, die fr das Funktionieren der anderen
          gebraucht werden, ebenfalls installiert sind;

        * den Benutzer ber Inkonsistenzen oder Inkompatibilitten in
          seiner Auswahl warnen;

        * die Reihenfolge, in der die Pakete installiert sein mssen,
          festlegen;

        * automatisch die Installation oder das Lschen ausfhren und

        * den Benutzer anleiten, welcher Konfigurationsschritt der
          Konfiguration fr jedes Paket notwendig ist.

     `dselect' beginnt mit der Auswahl aus sieben Mglichkeiten fr den
     Benutzer, von denen jede fr eine bestimmte Aktion steht.  Der
     Benutzer kann durch das Drcken der Pfeiltasten mit der markierten
     Zeile seine Auswahl treffen.  Um die markierte Zeile auszuwhlen, muss
     die _<Enter>_-Taste gedrckt werden.

     Was der Benutzer als nchstes zu sehen bekommt, hngt von der Auswahl
     ab, die er getroffen hat.  Wenn er eine Option mit Ausnahme von
     `Zugriff' oder `Auswhlen' ausgewhlt hat, dann setzt `dselect' mit
     dem Ausfhren der angegebenen Aktion fort: wenn der Benutzer z.B.  die
     Aktion `Lschen' ausgewhlt hat, fhrt `dselect' mit dem Lschen aller
     ausgewhlten Dateien fort, wenn der Benutzer als Letztes die Aktion
     `Auswhlen' gewhlt hat.

     Beide, der Menpunkt `Zugriff' und der Menpunkt `Auswhlen' fhren zu
     weiteren Menpunkten.  In beiden Fllen werden die Mens als geteilter
     Bildschirm dargestellt.  Der obere Bildschirmabschnitt gibt eine
     scrollbare Liste mit mglichen Auswahlmglichkeiten, whrend der
     untere Bildschirmabschnitt eine kurze Erklrung ("info") fr jede
     Auswahl bereitstellt.

     Eine ausfhrliche Online-Hilfe ist verfgbar, drcken Sie bitte zu
     einem beliebigen Zeitpunkt die '?'-Taste, um sie zu erreichen.

     Die Reihenfolge, in der die Aktionen im ersten `dselect'-Men
     aufgelistet sind, gibt die Reihenfolge wieder, in der der Benutzer
     normalerweise mit `dselect' Pakete auswhlt, um sie zu installieren.
     Dennoch kann ein Benutzer jede andere der Hauptmenauswahlen so oft
     wie ntig auswhlen (auch kein Mal, abhngig davon, was er tun
     mchte).

        * Beginnen Sie mit der _Zugriffsmethode_.  Dies ist die Methode,
          mit der der Benutzer auf die Debian-Pakete zugreifen mchte.
          Einige Benutzer haben die Debian-Pakete auf CD-ROM verfgbar,
          wohingegen andere sie mit einem anonymen FTP-Zugang
          herunterladen.  Die ausgewhlte Zugriffsmethode wird
          gespeichert nachdem `dselect' beendet worden ist, so dass, wenn
          nichts verndert ist, diese Option nicht noch einmal aufgerufen
          werden muss.

        * Anschlieend _Erneuere_n Sie die Liste der verfgbaren Pakete.
          Um dies zu tun, liest `dselect' die Datei `Packages.gz', welche
          im obersten Teil des Verzeichnis, in dem die Debian-Pakete
          installiert werden sollen, enthalten sein sollte.  (Sollte dies
          nicht der Fall sein, bietet `dselect' an, dies fr Sie zu tun.)

        * _Whle_n Sie bestimmte Pakete fr die Installation auf Ihrem
          System aus.  Nachdem dieses Men gewhlt wurde, bekommt der
          Benutzer zuerst einen Hilfe-Bildschirm prsentiert (es sei denn,
          die `--expert'-Kommandozeilen-Option wurde benutzt).  Sobald der
          Benutzer den Hilfe-Bildschirm beendet, sieht er ein geteiltes
          Bildschirmmen fr die Auswahl der zu installierenden Pakete
          (oder der zu lschenden).

          Im oberen Bildschirm ist ein relativ begrenztes Fenster, in dem
          die 29000 Debian-Pakete aufgelistet sind; der untere Teil des
          Bildschirms beinhaltet Beschreibungen der Pakete oder einer
          Gruppe von Paketen, die markiert sind.

          Man kann nun auswhlen, welche Pakete behandelt werden sollen,
          indem man das Paket oder den Namen einer Gruppe von Paketen
          markiert.  Danach knnen Sie auswhlen, ob die Pakete:

          installiert werden sollen:
               Dies tun Sie, indem Sie die +-Taste drcken.

          gelscht werden sollen:
               Pakete knnen auf zwei Arten deinstalliert werden:

                  * Lschen: Dies lscht die meisten der mit dem Paket
                    verbundenen Dateien, erhlt jedoch die Dateien, die als
                    Konfigurationsdateien markiert sind (siehe Abschnitt
                    7.5, `Was ist ein Debian Conffile?') und die
                    Informationen ber die Paketkonfiguration.  Dies tun
                    Sie, indem Sie die --Taste drcken.

                  * Subern: Dies lscht _jede_ Datei, die ein Teil des
                    Paketes ist (auch die Konfigurationsdateien).  Dies tun
                    Sie, indem Sie die _-Taste drcken.

               Bitte denken Sie daran, dass es nicht mglich ist alle
               Pakete zu lschen.  Wenn Sie dies versuchen, wird Ihr
               System stattdessen auf eine Basisinstallation reduziert.

          Ein Paket zurckhalten:
               Dies tut Sie mittels der =-Taste.  Dies teilt `dselect'
               mit, die aktuelle Version eines Paketes nicht zu
               aktualisieren, auch wenn die momentan installierte Version
               nicht die neuste Version des Paketes ist, die zur Zeit in
               dem Debian-Repository verfgbar ist, das Sie verwenden (dies
               wurde mit der _Zugriffsmethode_ und mit der Benutzung von
               _Erneuern_ festgelegt).

               Ebenso wie Sie ein Paket zurckhalten knnen, knnen Sie
               dies mittels der :-Taste rckgngig machen.  Dies teilt
               `dselect' mit, dass das/die Paket/e aktualisiert werden
               drfen, wenn eine neuere Version verfgbar ist.  Dies ist
               die Standardeinstellung.

          Sie knnen die Reihenfolge der Darstellung der Pakete anpassen.
          Mittels der o-Taste knnen Sie zwischen den verschiedenen
          Sortierungsmglichkeiten der Pakete hin- und herschalten.  Die
          Standard-Sortierreihenfolge stellt die Pakete nach der Prioritt
          dar.  Innerhalb jeder Prioritt werden die Pakete in der
          Reihenfolge der Verzeichnisse (Abschnitte) des Archivs
          dargestellt, in dem sie aufbewahrt werden.  In dieser Reihenfolge
          werden die Pakete in Abschnitt A zuerst dargestellt, gefolgt von
          den Paketen in Abschnitt B, gefolgt von mehreren Paketen aus
          Abschnitt A mit einer niedrigeren Prioritt.

          Sie knnen auerdem die Bedeutungen der Beschriftungen auf der
          oberen Bildschirmhlfte erweitert anzeigen, indem Sie v
          (verbose) drcken.  Diese Aktion zeigt den meisten Text, der
          vorher auf dem Bildschirm angezeigt wurde, auf der rechte Seite.
          Um diesen zu sehen, drcken Sie die rechte Pfeiltaste; scrollen
          Sie nach links, indem Sie die linke Pfeiltaste drcken.

          Wenn Sie die Installation oder Entfernung eines Paketes
          ausgewhlt haben, z.B.  des Pakets `foo.deb' und das Paket
          bentigt (oder empfiehlt) ein anderes Paket, z.B.  das Paket
          `blurf.deb', dann wird `dselect' dies in einem Teil-Bildschirm
          des Hauptauswahl-Bildschirms darstellen.  Dort knnen Sie
          zwischen den betroffenen Paketen auswhlen, die vorgeschlagenen
          Aktionen akzeptieren (installieren oder nicht) oder sie
          zurckweisen.  Fr Letzteres drcken Sie Shift-D.  Um das Letzte
          rckgngig zu machen, drcken Sie Shift-U.  Sie knnen, indem Sie
          Shift-Q drcken, in jedem Fall Ihre Einstellungen speichern und
          zum Hauptbildschirm zurckkehren.

        * Wenn Sie in das Hauptmen zurckgekehrt sind, knnen Sie die
          Installieren-Methode whlen, um die ausgewhlten Pakete zu
          entpacken und zu konfigurieren.  Alternativ knnen Sie mittels
          der Lschen-Methode Pakete lschen.  Um `dselect' zu beenden,
          whlen Sie Beenden.  Alle Benutzerauswahlen werden durch
          `dselect' gesichert.

8.1.5. Andere Paketverwaltungswerkzeuge
---------------------------------------

8.1.5.1. dpkg-deb
-----------------

     Dieses Programm manipuliert Debian-Archivdateien (`.deb').  Einige
     hufig verwendete Eigenschaften:

        * Zeige alle Optionen: `dpkg-deb --help'.

        * Zeige an, welche Dateien in einem Debian-Archiv enthalten sind,
          ohne das Paket zu entpacken: `dpkg-deb --contents
          foo_VVV-RRR.deb'.

        * Entpacke die Dateien, die in dem Debian-Archiv enthalten sind in
          das angegebene Verzeichnis: `dpkg-deb --extract foo_VVV-RRR.deb
          tmp' entpackt jede Datei in `foo_VVV-RRR.deb' in das Verzeichnis
          `tmp/'.  Dies ist eine bequeme Methode, um die Inhalte eines
          Paketes in einem lokalen Verzeichnis zu prfen, ohne das Paket in
          das Root-Dateisystem zu installieren.

     Bitte merken Sie sich, dass jedes Paket, das lediglich mit `dpkg-deb
     --extract' entpackt wird, falsch installiert ist.  Stattdessen sollten
     Sie `dpkg --install' benutzen, um ein Paket zu installieren.

     Weitere Informationen erhalten Sie im Manual dpkg-deb(1).

8.1.5.2. dpkg-split
-------------------

     Dieses Programm spaltet groe Pakete in kleinere Dateien auf (z.B.  um
     Dateien auf mehrere Disketten zu verteilen) und kann auch genutzt
     werden, um mehrere Teile einer Datei wieder zu einer Datei
     zusammenzufgen.  Es kann nur auf einem Debian-System verwendet werden
     (d.h.  auf einem System, das das Paket `dpkg' beinhaltet), weil es das
     Programm `dpkg-deb' verwendet, um die Debian-Paketdatei zu analysieren
     und in seine Einzelteile zu zerlegen.

     Um zum Beispiel eine groe .deb-Datei in <n> Dateien zu unterteilen,

        * Fhren Sie das Kommando `dpkg-split --split foo.deb' aus.  Dies
          wird <n> Dateien im aktuellen Verzeichnis erzeugen, wobei jede
          ungefhr 460 KByte lang ist.

        * Kopieren Sie die <n> Dateien auf Ihre Disketten.

        * Kopieren Sie den Inhalt der Disketten auf eine Festplatte Ihrer
          Wahl eines anderen Computers.

        * Fgen Sie die einzelnen Dateien wieder mittels `dpkg-split --join
          "foo*"' zusammen.


8.2. Debian erhebt den Anspruch, dazu in der Lage zu sein, ein laufendes
Programm zu aktualisieren. Wie ist es dazu in der Lage?
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     Der Kernel (Dateisystem) in Debian GNU/Linux-Systemen untersttzt das
     Ersetzen von Dateien auch whrend sie benutzt werden.

     Auerdem stellen wir ein Programm namens `start-stop-daemon' zur
     Verfgung, das benutzt wird, um Daemonen whrend des Hochfahrens zu
     starten oder beim Wechsel des Runlevels zu stoppen (z.B.  von
     Mehrbenutzer- zu Einbenutzer-Modus oder zum Runterfahren).  Das selbe
     Programm wird von Installationsskripten benutzt, sobald ein neues
     Paket installiert wird, das einen Daemon beinhaltet, um laufende
     Daemonen zu stoppen und falls ntig neu zu starten.


8.3. Wie kann ich sehen, welche Pakete bereits auf einem Debian-System
installiert sind?
----------------------------------------------------------------------------

     Um den Status aller im Debian-System installierten Pakete zu sehen,
     fhren Sie das Kommando

          dpkg --list

     aus.  Dies gibt eine einzeilige Zusammenfassung mit einem
     2-buchstabigen Statussymbol (im Kopf erklrt), den Paketnamen, die
     _installierte_ Version des Paketes und eine kurze Beschreibung fr
     jedes einzelne Paket aus.

     Um den Status jedes Paketes zu sehen, dessen Name mit foo anfngt,
     geben Sie folgendes Kommando ein:

          dpkg --list 'foo*'

     Um einen ausfhrlicheren Status fr ein bestimmtes Paket zu erhalten,
     geben Sie folgendes Kommando ein:

          dpkg --status Paketname


8.4. Wie kann ich herausfinden, welches Paket eine bestimmte Datei angelegt
hat?
----------------------------------------------------------------------------

     Um herauszufinden, welches Paket die Datei namens `<foo>' erstellt
     hat, fhren Sie eines der Kommandos aus:

        * `dpkg --search `<foo>''

          Dies sucht nach `<foo>' in den installierten Paketen.  (Dies ist
          (momentan) gleichwertig mit der Suche nach allen Dateien mit der
          Endung `.list' im Verzeichnis `/var/lib/dpkg/info/' und des
          Manipulierens der Ausgabe, so dass alle Pakete, die dies
          beinhalten, aufgelistet werden.)

          Eine schnellere Alternative dazu ist das `dlocate'-Werkzeug.

        * `zgrep foo Contents-ARCH.gz'

          Dies sucht nach Dateien, die die Zeichenkette <foo> in ihrem
          vollstndigen Pfadnamen enthalten.  Die Dateien
          `Contents-<ARCH>.gz' (wobei <ARCH> die gewnschte Architektur
          darstellt) befindet sich in den Hauptpaketverzeichnissen (main,
          non-free, contrib) auf dem Debian FTP-Server, d.h.  unter
          `/debian/dists/squeeze').  Eine `Contents'-Datei bezieht sich nur
          auf das Paket im Unterverzeichnisbaum, in dem es sich aufhlt.
          Deshalb knnte es sein, dass der Benutzer mehr als eine
          `Contents'-Datei durchsuchen muss, um das Paket zu finden, das
          <foo> enthlt.

          Diese Methode hat gegenber `dpkg --search' den Vorteil, dass Sie
          damit Dateien in Paketen finden knnen, die momentan nicht auf
          Ihrem System installiert sind.

        * `apt-file search <foo>'

          Das selbe wie beim Beispiel davor, es sucht Dateien welche den
          Teiltext oder den regulren Ausdruck `foo' in ihrem vollen
          Verzeichnisnamen haben.  Der Unterschied zum vorherigen Beispiel
          ist, dass es nicht notwendig ist, die `Contents-ARCH.gz'-Datei zu
          holen, da es dies automatisch, fr alle Quellen die in der
          `/etc/apt/sources.list' definiert sind, tut, wenn Sie `apt-file
          update' (als root) ausfhren.


8.5. Warum wird foo-data nicht entfernt, wenn ich foo deinstalliere?
Wie stelle ich sicher, dass alte unbenutzte Bibliothekspakete entfernt
werden?
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     Einige Pakete sind in Programme (foo) und Daten (foo-data)
     geteilt.  Dies trifft in Debian auf viele Spiele,
     Multimedia-Anwendungen und Wrterbcher zu und wurde eingefhrt, weil
     einige Benutzer auf die Rohdaten zugreifen wollten, ohne das Programm
     zu installieren, oder das Programm selbst ohne die Daten luft, so
     dass diese optional sind.

     hnliche Situationen tauchen auf, wenn Sie mit Bibliotheken arbeiten:
     normalerweise werden diese Pakete installiert, wenn Pakete Programme
     enthalten, die von ihnen abhngen.  Wenn das Programmpaket entfernt
     wird, bleibt das Bibliothekspaket auf dem System.  Oder: Wenn das
     Programmpaket nicht lnger z.B.  von libdb4.2 abhngt, aber nun von
     libdb4.3, kann das libdb4.2-Paket installiert bleiben, wenn das
     Programmpaket aktualisiert wird.

     In diesen Fllen hngt foo-data nicht von foo ab, so dass, wenn
     Sie das foo-Paket entfernen, die meisten Paketverwaltungswerkzeuge
     es nicht automatisch entfernen.  Das selbe gilt fr die
     Bibliothekspakete.  Dies ist ntig, um zirkulre Abhngigkeiten zu
     vermeiden.  Wenn Sie `aptitude' (siehe Abschnitt 8.1.3, `aptitude')
     als Ihr Paketverwaltungswerkzeug benutzen, merkt es sich die
     automatisch installierten Pakete und entfernt sie, wenn kein Paket auf
     Ihrem System verbleibt, das dieses bentigt.


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9. Wie man sein Debian-System auf dem Laufenden hlt
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     Ein Ziel von Debian ist einen gleichbleibenden Upgrade-Pfad und ein
     sicheres Upgrade-Verfahren anzubieten.  Wir geben immer unser Bestes,
     damit das Aufrsten so leicht wie mglich abluft.  Falls noch weitere
     wichtige Informationen fr das Upgrade-Verfahren notwendig sind,
     erhlt der Benutzer Warnhinweise.  Oft werden ihm gleichzeitig
     Lsungen fr eventuell auftretende Probleme angeboten.

     Es ist ratsam sich die Release-Informationen durchzulesen, welche die
     Einzelheiten von bestimmten Upgrades enthalten.  Diese sind auf allen
     Debian-CDs zu finden und auch im WWW auf
     http://www.debian.org/releases/stable/releasenotes verfgbar.


9.1. Wie kann ich meine Debian-Distribution 1.3.1 (oder lter), basierend
auf libc5, auf 2.0 (oder aktueller), basierend auf libc6, aufrsten?
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     Es gibt verschiedene Wege ein Upgrade durchzufhren:

        * Mittels eines Shellskripts, welches `autoup.sh' genannt wird.
          Dieses fhrt ein Upgrade auf die wichtigsten Pakete aus.  Nachdem
          `autoup.sh' seine Arbeit getan hat, kann `dselect' benutzt werden
          um die brigen Pakete _en masse_ zu installieren.  Dieses
          Verfahren wird vermutlich meistens empfohlen, aber es ist nicht
          das einzige.

          Zurzeit kann das aktuellste Release von `autoup.sh' unter
          folgenden Links gefunden werden:

             * http://www.debian.org/releases/2.0/autoup/

             * http://www.taz.net.au/autoup/

             * http://debian.vicnet.net.au/autoup/

        * Die wichtigsten Pakete knnen manuell aufgerstet werden.  Als
          Anleitung hierfr dient das Debian libc5 to libc6 Mini-HOWTO
          (http://debian.vicnet.net.au/autoup/HOWTO/libc5-libc6-Mini-HOWTO.html).
          `autoup.sh' basiert auf diesem Mini-Howto.  Deshalb sollte dieses
          Verfahren mehr oder weniger so funktionieren, als ob Sie
          `autoup.sh' benutzen.

        * Mittels einem libc5-basierenden `APT'.  APT steht fr Advanced
          Package Tool (deutsch: fortgeschrittenes Paketverwaltungssystem)
          und es knnte eines Tages `dselect' ersetzen.  Gegenwrtig
          arbeitet es genauso wie eine Befehlszeilenoberflche oder wie das
          Zugriffsverfahren ber `dselect'.  Eine libc5-Version ist in dem
          Verzeichnis `dists/slink/main/upgrade-older-i386' in den
          Debian-Archiven zu finden.

        * Indem Sie nur `dselect' benutzen, ohne zuerst irgendein Paket
          manuell aufzursten.  Es wird dringenst davon abgeraten dieses
          Verfahren zu whlen, wenn es vermieden werden kann.  Denn
          gegenwrtig installiert `dselect' die Pakete nicht in der
          optimalen Reihenfolge.  APT funktioniert viel besser und es ist
          sicherer.


9.2. Wie kann ich mein Debian-System aktuell halten?
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     Sie knnen einfach einen anonymen FTP-Abruf auf das Debian-Archiv
     starten, dann die Verzeichnisse durchgehen, bis die gewnschte Datei
     gefunden wird, diese dann abrufen, und diese schlielich mit `dpkg'
     installieren.  Es ist zu beachten, dass mit `dpkg' die Upgrade-Dateien
     sofort installiert werden, selbst auf einem laufenden Programm.
     Manchmal ist es erforderlich, dass fr ein gendertes Paket eine
     aktuelle Version eines anderen Paketes installiert werden muss.  In
     diesem Falle wird die Installation fehlschlagen, bis/auer wenn das
     andere Paket installiert ist.

     Viele Leute finden diese Vorgehensweise viel zu zeitraubend, weil
     Debian so schnell entwickelt -- blicherweise werden jede Woche ein
     Dutzend oder mehr neue Pakete hochgeladen.  Kurz vor einer neuen
     Hauptverffentlichung ist diese Anzahl noch grer.  Um mit dieser
     Lawine umgehen zu knnen, bevorzugen viele Leute eine automatisiertere
     Methode.  Zu diesem Zweck sind mehrere verschiedene Pakete verfgbar:

9.2.1. aptitude
---------------

     APT ist eine erweiterte Schnittstelle zum Zugriff auf Debian-Pakete.
     Es verfgt ber komplette Installationsanweisungen, die Fhigkeit auf
     mehrere Quellen gleichzeitig zuzugreifen und verschiedene andere
     einzigartige Fhigkeiten, siehe das Benutzerhandbuch in
     `/usr/share/doc/apt-doc/guide.html/index.html' (dafr muss das
     `apt-doc'-Paket installiert sein).

     `aptitude' ist der empfohlene Paketmanager fr Debian
     GNU/Linux-Systeme.  Es ist die textbasierte Oberflche zu APT, welches
     die curses library benutzt, und hilft, den Verwaltungsprozess
     schnell und leicht durchzufhren.

     Bevor `aptitude' benutzt werden kann, muss die
     `/etc/apt/sources.list'-Datei bearbeitet werden, um es einrichten zu
     knnen.  Wenn auf die aktuellste stabile Version von Debian
     aufgerstet werden soll, sollte wahrscheinlich eine Quelle wie
     folgende benutzt werden:

          <http://http.de.debian.org/debian> stable main contrib non-free

     <http.de.debian.org> kann durch den Namen eines schnelleren
     Debian-Spiegels in der Nhe ersetzt werden.  Weitere Informationen
     sind auf http://www.debian.org/misc/README.mirrors zu finden.

     Weitere Einzelheiten hierzu knnen unter der Handbuchseite
     sources.list(8) gefunden werden.

     Zum Aktualisieren seines Systems ist folgender Befehl auszufhren

          aptitude update

     gefolgt von

          aptitude dist-upgrade

     Das System wird aufgerstet, wenn jede Frage, die gestellt wird,
     beantwortet wird.  Siehe auch Abschnitt 8.1.3, `aptitude'.

9.2.2. apt-get, dselect and apt-cdrom
-------------------------------------

     `apt-get' ist ein APT-basiertes Befehlszeilen-Werkzeug zum Umgang mit
     Paketen und das APT-dselect-Verfahren ist die Schnittstelle zu APT
     durch `dselect'.  Beide sorgen dafr die Pakete leicht und sicher zu
     installieren und aufzursten.

     Um `apt-get' benutzen zu knnen, muss das Paket `apt' installiert sein
     und die `/etc/apt/sources.list'-Datei muss bearbeitet werden, um es
     einrichten zu knnen, ebenso wie fr Abschnitt 9.2.1, `aptitude'.

     Dann muss

          apt-get update

     ausgefhrt werden, gefolgt von

          apt-get dist-upgrade

     Das System wird aufgerstet, wenn jede Frage, die gestellt wird,
     beantwortet wird.  Weitere Informationen sind auch im Handbuch von
     apt-get(8) sowie im Kapitel Abschnitt 8.1.2, `APT' zu finden.

     Um APT mit `dselect' zu benutzen, whlen Sie das APT-Zugangsverfahren
     im Auswahlverfahren-Bildschirm von `dselect' (Option 0) und legen dann
     die Quellen fest, die benutzt werden sollten.  Die Konfigurationsdatei
     lautet `/etc/apt/sources.list'.  Siehe auch Abschnitt 8.1.4,
     `dselect'.

     Wenn mittels CDs Pakete installiert werden sollen, kann `apt-cdrom'
     benutzt werden.  Weitere Einzelheiten sind in den Release Notes im
     Abschnitt Hinzufgen von CD-ROM- oder DVD-APT-Quellen zu finden.

     Es ist zu beachten, dass, wenn Sie Pakete abrufen und installieren,
     diese trotzdem noch in der /var-Verzeichnishierarchie bleiben mssen.
     Um die Partition vor der berfllung zu bewahren, ist daran zu denken
     zustzliche Dateien zu lschen, indem entweder `apt-get clean' und
     `apt-get autoclean' benutzt wird, oder indem man diese irgendwo anders
     hin verschiebt (Tipp: Benutzen Sie `apt-move').

9.2.3. dpkg-ftp
---------------

     Dies ist ein lteres Zugangsverfahren fr `dselect'.  Es kann
     innerhalb von `dselect' aufgerufen werden.  Dies ermglicht dem
     Benutzer Dateien in einem Schritt herunterzuladen und zu installieren.
     Hierfr wird das Zugangsverfahren `ftp' in `dselect' (Option 0)
     ausgewhlt und der entfernte Rechnername und das Verzeichnis
     festgelegt.  `dpkg-ftp' ldt dann automatisch die Dateien runter, die
     ausgewhlt wurden (entweder in dieser Sitzung von `dselect' oder in
     einer frheren).

     Es ist zu beachten, dass `dpkg-ftp' nicht wie das Programm `mirror'
     auf alles von einer Spiegelseite zugreift.  Stattdessen ldt es nur
     die Dateien runter, die ausgewhlt wurden (wenn zuerst `dpkg-ftp'
     gestartet wird) und die aktualisiert werden mssen.

     `dpkg-ftp' ist etwas veraltet.  Stattdessen sollte das
     APT-Zugangsverfahren mit ftp://-URLs in `sources.list' benutzt werden.

9.2.4. mirror
-------------

     Dieses Perl-Skript und das dazugehrige (optionale)
     Verwaltungsprogramm wird `mirror-master' genannt.  Es ist dazu
     geeignet, benutzerspezifische Teile eines Verzeichnisbaums von einem
     vorgegebenen Rechner _via_ anonymes FTP abzurufen.

     `mirror' ist besonders dafr geeignet um groe Mengen an Software
     herunterzuladen.  Nachdem zum ersten Mal Dateien von einer Seite
     heruntergeladen wurden, wird eine Datei namens `.mirrorinfo' auf dem
     lokalen Rechner abgelegt.  Vernderungen im entfernten Dateisystem
     werden automatisch durch `mirror' aufgesprt, welches die Datei mit
     einer hnlichen Datei auf dem Remotesystem vergleicht und nur
     vernderte Dateien herunter ldt.

     Das Programm `mirror' ist hauptschlich dafr geeignet, lokale Kopien
     von entfernten Verzeichnisbumen zu aktualisieren.  Die abgerufenen
     Dateien mssen keine Debian-Dateien sein.  (Weil `mirror' ein
     Perl-Skript ist, lut es auch auf anderen Systemen auer Unix.) Obwohl
     es mit dem Programm `mirror' mglich ist, Dateinamen auszuschlieen,
     die mit benutzerspezifischen Zeichenketten bereinstimmen, ist dieses
     Programm am ntzlichsten, wenn lieber komplette Verzeichnisbume als
     ausgewhlte Pakete heruntergeladen werden sollen.

9.2.5. dpkg-mountable
---------------------

     `dpkg-mountable' fgt der Liste von `dselect' ein Zugriffsverfahren
     hinzu, welches mountable genannt wird.  Dieses ermglicht es, dass
     von jedem Dateisystem, das unter `/etc/fstab' vorgegeben ist,
     installiert werden kann.  Zum Beispiel knnte das Archiv eine normale
     Festplattenpartition oder ein NFS-Server sein, die automatisch
     eingebunden oder ausgehngt werden, falls erforderlich.

     Es verfgt auch ber einige zustzliche Fhigkeiten, die nicht in den
     Standardverfahren von `dselect' gefunden werden knnen, wie z.B.  die
     Bercksichtigung von lokalen Dateibumen (entweder parallel zur
     Hauptdistribution oder vllig getrennt) und nur das Erhalten von
     Paketen, die bentigt werden, anstatt das zeitintensive Scannen von
     Rekursivverzeichnissen, sowie das Protokollieren von allen
     dpkg-Aktivitten in das Installationsverfahren.


9.3. Muss ich in den Einzelbenutzermodus wechseln um Pakete aufzursten?
------------------------------------------------------------------------

     Nein.  Pakete knnen an Ort und Stelle aufgerstet werden, sogar in
     laufenden Systemen.  Debian verfgt ber ein
     `start-stop-daemon'-Programm, das, falls es whrend eines
     Paket-Upgrades notwendig ist, aufgerufen wird um laufende Prozesse
     anzuhalten und wieder zu starten.


9.4. Muss ich all diese .deb-Archivdateien auf meinem Rechner aufbewahren?
--------------------------------------------------------------------------

     Nein.  Wenn die Dateien auf den Rechner heruntergeladen wurden (was
     nicht unbedingt notwendig ist, siehe oben die Beschreibung fr
     `dpkg-ftp') und nachdem die Pakete installiert sind, knnen diese
     wieder von dem Rechner gelscht werden.


9.5. Wie kann ich protokollieren, welche Pakete ich meinem System
hinzugefgt habe? Ich mchte gerne wissen, wann welche Pakete aufgerstet
oder entfernt wurden!
----------------------------------------------------------------------------

     Mit der `dpkg'-Option `--log', wodurch ein Statusprotokoll erstellt
     wird, das alle Updates und Aktivitten auflistet.  Es protokolliert
     sowohl den Aufruf von `dpkg' (z.B.

          2005-12-30 18:10:33 install hello 1.3.18 2.1.1-4

     )

     als auch die Ergebnisse (z.B.

          2005-12-30 18:10:35 status installed hello 2.1.1-4

     )

     Wenn jeder Aufruf von `dpkg' protokolliert werden soll (auch falls
     dieser ber Oberflchen wie `aptitude' geschehen ist), knnte

          log /var/log/dpkg.log

     der `/etc/dpkg/dpkg.cfg' hinzugefgt werden.  Seien Sie sicher, dass
     die erstellte Protokolldatei regelmig rotiert wird, da die Gre der
     Datei mit jedem Eintrag zunimmt.  Wenn das Programm `logrotate'
     benutzt wird, kann dies erreicht werden, indem eine Datei
     `/etc/logrotate.d/dpkg' mit folgendem Inhalt erstellt wird

          /var/log/dpkg {
            missingok
            notifempty
          }

     Weitere Details ber Protokollieren in `dpkg' knnen im Handbuch von
     dpkg(1) gefunden werden.

     `aptitude' protokolliert die Installation, das Entfernen und das
     Aufrsten von Paketen unter `/var/log/aptitude'.  Es ist zu beachten,
     dass die _Ergebnissse_ dieser Aktivitten nicht in dieser Datei
     erfasst werden!

     Eine andere Mglichkeit seine Aktivitten aufzuzeichnen besteht darin,
     seine Paketverwaltungs-Session innerhalb des Programmes script(1)
     auszufhren.


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10. Debian und der Kernel
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10.1. Kann ich einen Kernel ohne gewisse Debian-spezifische Optimierungen
installieren und kompilieren?
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     Ja.

     Es gibt nur ein hufiges Problem: Die Debian C-Bibliotheken werden mit
     den neusten _stabilen_ Ausgaben der _Kernel_-Header erstellt.  Wenn
     Sie ein Programm mit neueren Kernel-Headern als jene aus dem stabilen
     Zweig kompilieren mchten, sollten Sie entweder das Paket, welches die
     Header enthlt (`libc6-dev') aktualisieren oder die neuen Header eines
     entpackten Baumes des neueren Kernels verwenden.  Das heit, wenn die
     Kernelquellen in `/usr/src/linux' liegen, sollten Sie beim Kompilieren
     `-I/usr/src/linux/include/' an Ihre Befehlszeile anhngen.


10.2. Welche Werkzeuge zum Erzeugen eines angepassten Kernels stellt Debian
zur Verfgung?
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     Benutzern, die einen angepassten Kernel erstellen mchten (oder
     mssen), wird empfohlen, das Paket `kernel-package' herunterzuladen.
     Dieses Paket enthlt das Skript, welches bentigt wird, um ein
     Kernelpaket zu erzeugen und es stellt die Fhigkeit zur Verfgung, ein
     Debian `kernel-image-<version>'-Paket zu erstellen, indem man den
     Befehl

          make-kpkg kernel_image

     im Top-Level-Verzeichnis der Kernel-Quellen verwendet.  Hilfe dazu
     erhlt man mit

          make-kpkg --help

     und in der Handbuchseite make-kpkg(1).

     Anwender mssen den Quelltext des neusten Kernels (oder des Kernels
     nach Wahl) separat von der favorisierten Linux-Archivseite
     herunterladen, es sei denn, es ist ein `kernel-source-<version>'-Paket
     verfgbar (wobei <version> fr die Version des Kernels steht).

     Detaillierte Instruktionen zur Verwendung des `kernel-package'-Pakets
     knnen in der Datei `/usr/share/doc/kernel-package/README.gz' gefunden
     werden.  Zusammengefasst sollte man Folgendes tun:

        * Entpacken Sie die Kernelquellen und wechseln Sie mit `cd' ins neu
          erstellte Verzeichnis.

        * Passen Sie die Kernelkonfiguration an, indem Sie einen dieser
          Befehle verwenden:

             * `make config' (fr eine textbasierte Benutzerschnittstelle).

             * `make menuconfig' (fr eine ncurses-basierte menartige
               Oberflche).  Um diese Option benutzen zu knnen, muss das
               Paket `libncurses5-dev' installiert sein.

             * `make xconfig' (fr eine X11-Oberflche).  Um diese Option
               verwenden zu knnen, mssen die betreffenden X- und
               Tcl/Tk-Pakete installiert sein.

          Alle obigen Befehle generieren eine neue `.config'-Datei im
          obersten Kernel-Quellverzeichnis.

        * Fhren Sie den Befehl `make-kpkg -rev Custom.<N> kernel_image'
          aus, wobei <N> eine vom Benutzer gewhlte Revisionsnummer ist.
          Das neue daraus gebildete Debian-Archiv htte dann die Revision
          Custom.<N>, z.B.  `kernel-image-2.2.14_Custom.1_i386.deb' fr den
          Linux-Kernel 2.2.14 auf einer i386-Architektur.

        * Installieren Sie das erzeugte Paket.

             * Lassen Sie `dpkg --install
               ../kernel-image-<VVV>_Custom.<N>_i386.deb' laufen um den
               Kernel zu installieren.  Das Installationsskript fhrt
               Folgendes durch:

                  * Es lsst wenn ntig den Bootloader (grub, LILO, etc.)
                    laufen,

                  * installiert den angepassten Kernel in
                    `/boot/vmlinuz_<VVV>-Custom.<N>', und erstellt die
                    passenden symbolischen Verweise auf die neuste
                    Kernelversion und

                  * fragt den Benutzer, ob eine Bootdiskette erstellt
                    werden soll.  Diese Bootdiskette enthlt nur den rohen
                    Kernel; siehe Abschnitt 10.3, `Wie kann ich eine
                    angepasste Bootdiskette erstellen?'.

             * Um sekundre Bootloader wie zum Beispiel `loadlin' zu
               verwenden, kopieren Sie dieses Image an einen anderen Ort
               (z.B.  auf eine `MS-DOS'-Partition).


10.3. Wie kann ich eine angepasste Bootdiskette erstellen?
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     Diese Arbeit wird groartig vom Debian-Paket `boot-floppies'
     untersttzt, welches normalerweise im `admin'-Bereich des
     Debian-FTP-Archivs gefunden werden kann.  Shellskripte in diesem Paket
     erzeugen Bootdisketten im `SYSLINUX'-Format.  Das sind
     `MS-DOS'-formatierte Disketten, deren Master Boot Record so verndert
     wurde, dass sie direkt Linux (oder jedes andere Betriebssystem, das in
     der Datei `syslinux.cfg' auf der Diskette definiert worden ist)
     booten.  Andere Skripte in diesem Paket erstellen root-Disketten fr
     den Notfall und knnen sogar die Basisdisketten wiederherstellen.

     Sie finden mehr Informationen dazu in der Datei
     `/usr/share/doc/boot-floppies/README' nachdem Sie das Paket
     `boot-floppies' installiert haben.


10.4. Welche speziellen Einrichtungen bietet Debian im Umgang mit Modulen?
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     Das Debian-Paket `modconf' liefert ein Shellskript
     (`/usr/sbin/modconf'), welches dazu verwendet werden kann, die
     Konfiguration von Modulen anzupassen.  Dieses Skript prsentiert eine
     menbasierte Benutzerschnittstelle, welche den Anwender nach
     Einzelheiten zu den ladbaren Gertetreibern in seinem System fragt.
     Die Antworten werden dazu verwendet, die Datei `/etc/modules.conf'
     (welche Aliase auflistet und andere Argumente, die im Zusammenhang mit
     verschiedenen Modulen verwendet werden mssen) anzupassen, sowie
     Dateien in `/etc/modutils/', und auch die Datei `/etc/modules' (welche
     die Module auflistet, die beim Booten geladen werden mssen).

     Wie die (neuen) `Configure.help'-Dateien, die nun verfgbar sind, um
     die Konstruktion angepasster Kernel zu untersttzen, enthlt das
     `modconf'-Paket eine Serie von Hilfedateien (in
     `/usr/lib/modules_help/'), die detaillierte Informationen zu passenden
     Argumenten fr jedes der Module bereitstellen.


10.5. Kann ich sicher ein altes Kernel-Paket deinstallieren und wenn ja,
wie?
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     Ja.  Das `kernel-image-<NNN>.prerm'-Skript kontrolliert, ob der
     Kernel, den Sie gerade verwenden, der selbe ist wie jener, den Sie zu
     entfernen versuchen.  Daher knnen Sie nicht mehr bentigte
     Kernel-Image-Pakete mit diesem Befehl entfernen:

          dpkg --purge --force-remove-essential kernel-image-<NNN>

     (Natrlich mssen Sie <NNN> mit Ihrer Kernelversion und
     Revisionsnummer ersetzen.)


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11. Anpassen Ihrer Debian GNU/Linux-Installation
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11.1. Wie kann ich sicherstellen, dass alle Programme die selbe Papiergre
verwenden?
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     Installieren Sie das Paket `libpaper1' und es wird nach einer
     systemweiten Standardpapiergre fragen.  Diese Einstellung wird in
     der Datei `/etc/papersize' gespeichert.

     Benutzer knnen sich ber die Papiergren-Einstellung hinwegsetzen,
     indem sie die `PAPERSIZE'-Umgebungsvariable verwenden.  Fr Details
     siehe die Handbuchseite papersize(5).


11.2. Wie kann kann ich Zugang zu Peripheriegerten zur Verfgung stellen
ohne die Sicherheit zu kompromittieren?
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     Viele Gertedateien im `/dev/'-Verzeichnis gehren zu einer
     vordefinierten Gruppe.  Zum Beispiel gehrt `/dev/fd0' zu der
     `floppy'-Gruppe und `/dev/dsp' gehrt zur `audio'-Gruppe.

     Wenn Sie einem bestimmten Benutzer Zugriff auf eines dieser Gerte
     geben wollen, fgen Sie ihn zu der Gruppe hinzu, zu der das Gert
     gehrt, also z.B.:

          adduser user group

     Auf diese Art mssen Sie die Dateiberechtigungen des Gertes nicht
     ndern.

     Wenn Sie diese nderung von der Shell eines Benutzers oder einer
     grafischen Benutzerumgebung aus vornehmen, mssen Sie sich
     anschlieend einmal abmelden und dann wieder anmelden.  Nur so werden
     die nderungen wirksam.  Um herauszufinden, welchen Gruppen Sie
     angehren, verwenden Sie den Befehl `groups'.

     Beachten Sie, dass seit der Einfhrung von `udev' mglicherweise
     einige Berechtigungen von Peripheriegerten, die Sie gendert haben,
     beim Systemstart wieder zurckgesetzt werden.  Wenn das bei einem der
     Gerte passiert, an denen Sie interessiert sind, werden Sie die Regeln
     in `/etc/udev' anpassen mssen.


11.3. Wie kann ich eine Konsolen-Schriftart auf Debian-Art beim Systemstart
laden?
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     Die Pakete `kbd' und `console-tools' untersttzen dies.  Editieren Sie
     dazu die Datei `/etc/kbd/config' oder `/etc/console-tools/config'.


11.4. Wie kann ich die Standardeinstellung eines X11-Programms
konfigurieren?
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     Die Debian-X-Programme installieren ihre Anwendungs-Ressource-Daten im
     Verzeichnis `/etc/X11/app-defaults/'.  Wenn Sie eine X-Anwendung
     global anpassen wollen, schreiben Sie Ihre Anpassungen in diese
     Dateien.  Sie sind als Konfigurationsdateien markiert, so dass ihre
     Inhalte bei einem Upgrade erhalten bleiben.


11.5. Jede Distribution scheint eine andere boot-up-Methode zu haben.
Beschreiben Sie jene von Debian.
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     Wie alle Unices bootet Debian durch das Ausfhren des Programms
     `init'.  Die Konfigurationsdatei fr `init' (sie heit `/etc/inittab')
     spezifiziert, dass das erste auszufhrende Skript `/etc/init.d/rcS'
     sein sollte.  Dieses Skript fhrt alle Skripte im
     `/etc/rcS.d/'-Verzeichnis aus, indem es die Unterprozesse abhngig von
     ihrer Dateinamenerweiterung entweder auslagert oder forkt, um
     Initialisierungen durchzufhren, wie zum Beispiel Dateisysteme zu
     prfen und einzuhngen, Module zu laden, Netzwerkdienste zu starten,
     die Uhr zu stellen und weitere Initialisierungen auszufhren.  Danach,
     aus Kompatibilittsgrnden, fhrt es auch die Dateien in
     `/etc/rc.boot/' (auer jene mit einem . im Dateinamen) aus.  Alle
     Skripte in diesem Verzeichnis sind blicherweise fr den
     Systemadministrator reserviert, sie in Paketen zu verwenden wird
     abgelehnt.

     Nachdem der Boot-Prozess abgeschlossen ist, fhrt `init' alle
     Start-Skripte in einem durch den Standard-Runlevel (dieser Runlevel
     wird durch den Eintrag `id' in `/etc/inittab' festgelegt)
     spezifizierten Verzeichnis aus.  Wie alle zu System V kompatiblen
     Unices hat Linux 7 Runlevel:

        * 0 (das System anhalten),

        * 1 (Einzel-Benutzer-Modus),

        * 2 bis 5 (verschiedene Mehr-Benutzer-Modi) und

        * 6 (das System neu starten).

     Debian-Systeme kommen mit id=2, was bedeutet, dass der
     Standard-Runlevel 2 ist, wenn der Mehrbenutzer-Zustand gestartet
     wird, und dass die Skripte in `/etc/rc2.d/' ausgefhrt werden.

     Tatschlich sind die Skripte in jedem der Verzeichnisse
     `/etc/rc<N>.d/' nur symbolische Verweise zurck auf Skripte in
     `/etc/init.d/'.  Wie auch immer, die _Namen_ der Dateien in jedem der
     `/etc/rc<N>.d/'-Verzeichnisse sind so gewhlt, dass sie darauf
     hinweisen, _wie_ die Skripte in `/etc/init.d/' ausgefhrt werden.
     Konkret werden vor dem Aktivieren eines Runlevels alle Skripte, die
     mit einem K beginnen, ausgefhrt; diese Skripte beenden Dienste.
     Danach werden alle Skripte, die mit einem S beginnen, ausgefhrt;
     diese Skripte starten Dienste.  Die zweistellige Zahl, die dem K
     oder dem S folgt, bestimmt die Reihenfolge, in welcher die Skripte
     ausgefhrt werden.  Jene mit kleinerer Nummer werden zuerst
     ausgefhrt.

     Diese Methode funktioniert, weil die Skripte in `/etc/init.d/' alle
     ein Argument akzeptieren, welches entweder start, stop, reload,
     restart oder force-reload sein kann, und danach das dem Argument
     entsprechende tun.  Diese Skripte knne auch noch nach dem Starten des
     Systems benutzt werden um verschiedene Prozesse zu kontrollieren.

     Zum Beispiel sendet das Argument reload im Befehl

          /etc/init.d/sendmail reload

     dem sendmail-Daemon ein Signal, seine Konfigurationsdatei neu
     einzulesen.  (brigens stellt Debian mit `invoke-rc.d' einen Wrapper
     zum Aufruf der Skripte in `/etc/init.d/' zur Verfgung.)


11.6. Es scheint so, als ob Debian `rc.local' nicht zum Anpassen des
Bootprozesses verwendet; welche Einrichtungen gibt es?
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     Nehmen Sie an, ein System solle beim Hochfahren das Skript `foo'
     ausfhren oder einen bestimmten (System-V-) Runlevel aktivieren.  Dann
     sollte der Systemadministrator:

        * Das Skript `foo' ins Verzeichnis `/etc/init.d/' verschieben.

        * Den Debian-Befehl `update-rc.d' mit den passenden Argumenten
          ausfhren, um anzugeben, welche Runlevel den Dienst starten und
          welche ihn stoppen sollen.

        * In Betracht ziehen, das System neu zu starten, um zu berprfen,
          ob der Dienst richtig startet (hier wird vorausgesetzt, dass der
          Dienst in einem der Standard-Runlevel starten soll).  Ansonsten
          starten Sie den Dienst, indem Sie `/etc/init.d/foo start'
          eingeben.

     Man knnte zum Beispiel das Skript `foo' beim Systemstart ausfhren
     lassen, indem man es nach `/etc/init.d/' kopiert und die Verweise mit
     `update-rc.d foo defaults 19' einrichtet.  Das Argument defaults
     bezieht sich auf die Standard-Runlevel, welche 2 bis 5 sind.  Solange
     es keinen LSB-Kommentar-Block gibt, der dem widerspricht, fhrt das
     dazu, dass der Dienst in den Runleveln 2 bis 5 gestartet und in den
     Runleveln 0, 1 und 6 gestoppt wird.  (Smtliche LSB-Standard-Start-
     und Standard-Stopp-Anweisungen in `foo' haben Vorrang, wenn die
     sysv-rc-Version von `update-rc.d' verwendet wird, werden aber von der
     aktuellen (v0.8.10) file-rc-Version von `update-rc.d' ignoriert.) Das
     Argument 19 fhrt dazu, dass `foo' vor allen Skripten mit Nummer 20
     oder hher aufgerufen wird.


11.7. Wie geht das Paketverwaltungssystem mit Paketen um, die
Konfigurationsdateien fr andere Pakete enthalten?
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     Manche Benutzer mchten zum Beispiel einen neuen Server einrichten,
     indem sie eine Gruppe von Debian-Paketen installieren und ein lokal
     generiertes Paket, welches aus Konfigurationsdateien besteht.  Dies
     ist grundstzlich keine gute Idee, weil `dpkg' nichts ber diese
     Konfigurationsdateien wei, wenn sie in einem anderen Paket sind und
     daher Konfigurationen schreiben knnte, die zu Konflikten fhren, wenn
     eines der Pakete in der ursprnglichen Gruppe ein Upgrade
     durchfhrt.

     Daher ist es besser, ein lokales Paket zu erstellen, das die
     Konfigurationsdateien der Gruppe der jeweiligen Debian-Pakete
     modifiziert.  Dann sieht `dpkg' und der Rest des
     Paketverwaltungssystems, dass die Dateien durch den lokalen
     Systemverwalter modifiziert worden sind und versucht nicht, sie zu
     berschreiben, wenn diese Pakete aktualisiert werden.


11.8. Wie kann ich eine durch ein Paket installierte Datei auer Kraft
setzen, so dass stattdessen eine andere Version verwendet werden kann?
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     Nehmen Sie an, dass ein Systemadministrator oder ein lokaler Benutzer
     lieber ein Programm `login-local' anstatt das vom Debian-Paket
     `login' zur Verfgung gestellte Programm `login' verwenden mchte.

     Sie sollten _nicht_:

        * `/bin/login' mit `login-local' berschreiben.

     Das Paketverwaltungssystem wei nichts ber diese Vernderung und wird
     einfach Ihr angepasstes `/bin/login' jedes mal berschreiben, wenn
     `login' (oder jedes andere Paket, welches `/bin/login' bereitstellt)
     installiert oder aktualisiert wird.

     Tun Sie besser Folgendes:

        * Fhren Sie folgenden Befehl aus:

               dpkg-divert --divert /bin/login.debian /bin/login

          Dies fhrt dazu, dass bei allen zuknftigen Installationen des
          Debian-Pakets `login' die Datei `/bin/login' nach
          `/bin/login.debian' geschrieben wird.

        * Und dann folgenden:

               cp login-local /bin/login

          Dadurch wird Ihr eigenes lokal erstelltes Programm an den
          richtigen Ort kopiert.

     Fhren Sie `dpkg-divert --list' aus, um zu sehen, welche Umleitungen
     auf Ihrem System aktiv sind.

     Details dazu finden Sie in der Handbuchseite dpkg-divert(8).


11.9. Wie kann ich meine lokal erstellten Pakete in die Liste der
verfgbaren Pakete, von denen das Paketmanagementsystem wei, aufnehmen?
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     Fhren Sie folgenden Befehl aus:

          dpkg-scanpackges BIN_DIR OVERRIDE_FILE [PATHPREFIX] > meine_Pakete

     Dabei ist

        * BIN_DIR ein Verzeichnis, in welches Debian-Archiv-Dateien (welche
          blicherweise die Endung .deb haben) gespeichert sind.

        * OVERRIDE_FILE eine Datei, die von den Betreuern der Distribution
          editiert worden ist und blicherweise in einem Debian-FTP-Archiv
          in `indices/override.main.gz' gespeichert ist fr Debian-Pakete
          in der Main-Distribution.  Sie knnen dies fr lokale Pakete
          ignorieren.

        * PATHPREFIX eine _optionale_ Zeichenkette, die der zu erstellenden
          `meine_Pakete'-Datei vorangestellt werden kann.

     Wenn Sie die Datei `meine_Pakete' einmal erstellt haben, teilen Sie
     dies dem Paketverwaltungssystem mit, indem Sie folgenden Befehl
     benutzen:

          dpkg --merge-avail meine_Pakete

     Wenn Sie APT verwenden, knnen Sie auch das lokale Paketdepot zu Ihrer
     sources.list(5)-Datei hinzufgen.


11.10. Einige Benutzer mgen mawk, andere gawk; einige mgen vim, andere
elvis; einige trn, wieder andere tin; wie untersttzt Debian die Vielfalt?
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     Es gibt verschiedene Flle, in denen zwei Pakete zwei verschiedene
     Versionen eines Programms zur Verfgung stellen, wovon beide die
     selben Grundfunktionen beherrschen.  Benutzer mgen eines dem anderen
     aus Gewohnheit vorziehen, oder weil die Benutzerschnittstelle des
     einen Pakets auf irgendeine Art attraktiver ist als jene eines
     anderen.  Andere Benutzer auf dem selben System knnten eine andere
     Wahl treffen.

     Debian verwendet ein virtuelles Paketsystem um den
     Systemadministratoren zu erlauben, ihre (oder jene der Benutzer)
     favorisierten Werkzeuge zu whlen, wenn es zwei oder mehr gibt, die
     die selben Basisfunktionen haben und dennoch den Anforderungen der
     Paketabhngigkeiten gengen, ohne ein bestimmtes Paket zu
     spezifizieren.

     Zum Beispiel knnten zwei verschiedene Versionen eines Newsreaders auf
     einem System existieren.  Das Newsserver-Paket knnte empfehlen,
     dass es _berhaupt einen_ Newsreader auf dem System gibt, aber die
     Wahl von `tin' oder `trn' ist dem einzelnen Benutzer berlassen.  Dies
     wird dadurch erreicht, dass beide Pakete `tin' und `trn' das virtuelle
     Paket `news-reader' bereitstellen.  _Welches_ der Programme
     tatschlich aufgerufen wird, wird durch einen Verweis, der von einer
     Datei mit dem Namen des virtuellen Pakets
     `/etc/alternatives/news-reader' auf die ausgewhlte Datei zeigt, z.B.
     `/usr/bin/trn', bestimmt.

     Ein einzelner Verweis reicht nicht aus, um die volle Verwendung eines
     alternativen Programms zu untersttzen; normalerweise mssen
     Handbuchseiten und mglicherweise andere Untersttzungsdateien
     ebenfalls ausgewhlt werden.  Das Perl-Skript `update-alternatives'
     stellt einen Weg bereit sicherzustellen, dass alle Dateien, die mit
     einem bestimmten Paket in Verbindung stehen, als ein systemweiter
     Standard gewhlt werden.

     Um zum Beispiel zu kontrollieren, welche ausfhrbaren Dateien
     x-window-manager bereitstellen, fhren Sie folgenden Befehl aus:

          update-alternatives --display x-window-manager

     Wenn Sie dies ndern wollen, fhren Sie diesen Befehl aus:

          update-alternatives --config x-window-manager

     und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm (einfach gesagt:
     drcken Sie die Zahl, welche neben dem Eintrag, den Sie am besten
     mgen, steht).

     Wenn ein Paket sich selbst aus irgend einem Grund nicht als
     Fenstermanager registriert (senden Sie einen Fehlerbericht, wenn es
     ein Fehler ist), oder wenn Sie einen Fenstermanager aus dem
     `/usr/local/'-Verzeichnis verwenden, werden die Auswahlmglichkeiten
     auf dem Bildschirm Ihren bevorzugten Eintrag nicht enthalten.  Sie
     knnen den Verweis ber Befehlszeilen-Optionen aktualisieren:

          update-alternatives --install /usr/bin/x-window-manager \
          x-window-manager /usr/local/bin/wmaker-cvs 50

     Das erste Argument fr die `--install'-Option ist der symbolische
     Verweis, der auf `/etc/alternatives/<NAME>' zeigt, wobei <NAME> das
     zweite Argument ist.  Das dritte Argument ist das Programm, auf
     welches `/etc/alternatives/<NAME>' zeigen soll, und das vierte
     Argument ist die Prioritt (ein grerer Wert bedeutet, dass diese
     Alternative wahrscheinlicher automatisch ausgewhlt wird).

     Um eine Alternative, die Sie hinzugefgt haben, wieder zu entfernen,
     fhren Sie einfach folgenden Befehl aus:

          update-alternatives --remove x-window-manager \
          /usr/local/bin/wmaker-cvs


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12. Untersttzung fr Debian GNU/Linux
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12.1. Welche andere Dokumentation gibt es auf einem und fr ein
Debian-System?
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        * Installationsanweisungen fr die aktuelle Version: Siehe
          http://www.debian.org/releases/stable/installmanual.

        * Die Debian GNU/Linux-Referenz behandelt viele Aspekte der
          Systemadministration durch Shell-Kommando-Beispiele.
          Grundanleitungen, Tipps und weitere Informationen werden fr
          viele verschiedene Themen angeboten, angefangen bei der
          Systemadministration bis hin zur Programmierung.

          Informationen hierzu knnen im `debian-reference'-Paket oder in
          http://www.debian.org/doc/user-manuals#quick-reference gefunden
          werden.

        * Das Policy-Handbuch beinhaltet die Mindestanforderungen fr die
          Distribution, z.B.  die Struktur und den Inhalt des
          Debian-Archivs, verschiedene Designentscheidungen bezglich des
          Betriebssystems usw.  Es beinhaltet auch die technischen
          Anforderungen, die jedes Paket erfllen muss, um in die
          Distribution aufgenommen zu werden, sowie die technischen Aspekte
          der Binr- und Quellpakete fr Debian.

          Informationen hierzu knnen im `debian-policy'-Paket oder in
          http://www.debian.org/doc/devel-manuals#policy gefunden werden.

        * Dokumentation entwickelt vom Debian-Dokumentationsprojekt.  Diese
          ist auf http://www.debian.org/doc/ verfgbar und beinhaltet
          Benutzer-, Administrations- und Sicherheitshandbcher fr das
          Debian GNU/Linux-Betriebssystem.

        * Dokumentation zu installierten Debian-Paketen: Die meisten Pakete
          enthalten Dateien, die in `/usr/share/doc/<Paket>' entpackt
          werden.

        * Dokumentation zu Linux-Projekten: Das Debian-Paket `doc-linux'
          installiert alle aktuellen Versionen der HOWTOs und mini-HOWTOs
          vom Linux-Dokumentationsprojekt (http://www.tldp.org/).

        * Unix-artige Handbuchseiten: Die meisten Befehle enthalten
          Handbuchseiten, die im gleichen Stil geschrieben sind, wie die
          Original-Unix-Handbuchseiten.  Auf sie wird durch das Kapitel des
          man-Verzeichnisses verwiesen, wo sie sich befinden: z.B.
          bezieht sich foo(3) auf ein Handbuch, das sich unter
          `/usr/share/man/man3/' befindet, und es kann mit dem Befehl `man
          3 foo' aufgerufen werden oder einfach mit `man foo', wenn Kapitel
          3 das erste ist, das eine Seite zu `foo' enthlt.

          Um herauszufinden, welches Verzeichnis von `/usr/share/man/' eine
          bestimmte Handbuchseite enthlt, wird der Befehl `man -w foo'
          ausgefhrt.

          Neue Debian-Benutzer sollten beachten, dass die Handbuchseiten
          von vielen Systembefehlen solange nicht verfgbar sind, bis
          folgende Pakete installiert werden:

             * `man-db', welches das `man'-Programm an sich und andere
               Programme beinhaltet, um die Handbuchseiten zu manipulieren.

             * `manpages', welches die System-Handbuchseiten beinhaltet.
               (Man vergleiche Abschnitt 5.8, `Wie untersttzt Debian
               andere Sprachen als Englisch?').

        * GNU-artige info-Seiten: Die Benutzerdokumentation fr viele
          Befehle, besonders fr GNU-Werkzeuge, ist nicht als Handbuchseite
          verfgbar, sondern als info-Dateien, die durch das GNU-Programm
          `info', den Befehl `M-x info' in GNU Emacs oder einen anderen
          Info-Betrachter gelesen werden knnen.

          Der groe Vorteil gegenber den ursprnglichen Handbuchseiten
          besteht darin, dass es ein Hypertext-System ist.  Es wird jedoch
          _nicht_ das WWW bentigt, `info' kann von einer einfachen
          Textkonsole gestartet werden.  Es wurde von Richard Stallman
          entworfen und ging dem WWW voraus.

     Auf einen Groteil der Dokumentation im System kann durch die Befehle
     `dwww', `dhelp' oder `doccentral', die in den entsprechenden Paketen
     gefunden werden knnen, mit einen WWW-Browser zugegriffen werden.


12.2. Gibt es Online-Hilfsmittel um ber Debian zu diskutieren?
---------------------------------------------------------------

     Ja.  Eigentlich erfolgt die Untersttzung, die Debian seinen Benutzern
     bietet, hauptschlich ber E-Mail.

12.2.1. Mailinglisten
---------------------

     Es gibt viele Debian-bezogene Mailinglisten
     (http://www.debian.org/MailingLists/).

     In einem System, auf dem das `doc-debian'-Paket installiert ist, kann
     die komplette Auflistung der Mailinglisten unter
     `/usr/share/doc/debian/mailing-lists.txt' gefunden werden.

     Debian-Mailinglisten werden nach debian-<Listenbetreff> aufgefhrt.
     Beispiele hierfr sind debian-announce, debian-user, debian-news.  Um
     sich in einer debian-<Listenbetreff>-Liste anzumelden, kann eine
     E-Mail an `debian-<Listenbetreff>-request@lists.debian.org' mit dem
     Wort subscribe (anmelden) im Betreff gesendet werden.  Es ist
     sicherzustellen, dass _-request_ der E-Mail-Adresse hinzufgt wird,
     falls diese Art des An- oder Abmeldens gewhlt wird.  Ansonsten geht
     die E-Mail an die Liste selbst, was entweder peinlich oder rgerlich
     sein knnte, abhngig vom Standpunkt.

     Wer im Besitz eines Formular-fhigen World Wide Web-Browsers ist, kann
     sich in der Mailingliste anmelden, indem das WWW-Formular
     (http://www.debian.org/MailingLists/subscribe) benutzt wird.  Zum
     Abmelden kann das WWW-Formular
     (http://www.debian.org/MailingLists/unsubscribe) verwendet werden.

     Bei Problemen kann der Listenverwalter unter der E-Mail-Adresse
     <listmaster@lists.debian.org> kontaktiert werden.

     Die meisten Mailinglisten sind ffentliche Foren.  Alle E-Mails, die
     an diese Listen gesendet werden, werden auch ins ffentliche Archiv
     kopiert, lesbar fr jeden (auch nicht Angemeldete), der einfach nur
     stbert oder sucht.  Stellen Sie sicher, dass Sie niemals
     vertrauliches Material oder solches, an dem sie keine Rechte besitzen,
     versenden.  Damit sind auch E-Mail-Adressen gemeint.  Besonders zu
     beachten ist die Tatsache, dass Spammer dafr bekannt sind
     E-Mail-Adressen zu missbrauchen, die in den Mailinglisten
     verffentlicht werden.  Weitere Informationen sind unter den
     Mailinglisten-Datenschutzrichtlinien
     (http://www.debian.org/MailingLists/index#disclaimer) erhltlich.

     Archive der Debian-Mailinglisten sind im WWW unter
     http://lists.debian.org/ verfgbar.

12.2.1.1. Was sind die Verhaltensregeln fr die Mailinglisten?
--------------------------------------------------------------

     Beim Benutzen der Debian-Mailinglisten sind folgende Regeln zu
     beachten:

        * Spammen unerwnscht.  Weitere Informationen unter Verfahrensweise
          mit Werbung auf Debians Mailinglisten
          (http://www.debian.org/MailingLists/#ads).

        * Nicht polemisch werden, dies ist unhflich.  Die Entwickler von
          Debian sind Freiwillige, die ihre Zeit, Energie und ihr Geld
          dafr einsetzen das Debian-Projekt voranzubringen.

        * Niemanden beleidigen; auerdem erhalten einige Leute diese Listen
          ber Packet-Radio, wo Fluchen illegal ist.

        * Die richtige Liste whlen.  Es sollten _niemals_ Anfragen zur An-
          bzw.  Abmeldung an die Mailinglisten selbst geschickt werden.
          [1]

        * Informationen darber, wie Fehler gemeldet werden, sind im
          Abschnitt Abschnitt 12.5, `Wie melde ich einen Fehler in Debian?'
          zu finden.

[1]  Die `debian-<Listenbetreff>-request@lists.debian.org'-Adresse ist
     dafr zu benutzen.

12.2.2. Verantwortliche
-----------------------

     Benutzer knnen ihre Fragen an die verschiedenen Paketbetreuer per
     E-Mail stellen.  Um dem Verantwortlichen des Paketes <xyz> zu
     erreichen, kann eine E-Mail an `<xyz>@packages.debian.org' geschickt
     werden.

12.2.3. Usenet-Nachrichtengruppen
---------------------------------

     Benutzer sollten Debian-unspezifische Fragen an eine der Linux
     USENET-Gruppen mit Namen comp.os.linux.* oder linux.* stellen.  Es
     gibt verschiedene Listen von Linux Usenet-Nachrichtengruppen und
     andere hnliche Hilfsmittel im WWW, z.B.  auf den Linux Online
     (http://www.linux.org/docs/usenet.html)- und LinuxJournal
     (http://www.linuxjournal.com/helpdesk.php)-Seiten.


12.3. Gibt es einen schnellen Weg, um nach Informationen ber Debian
GNU/Linux zu suchen?
----------------------------------------------------------------------------

     Es gibt eine Vielfalt von Suchmaschinen, die Dokumentation mit Bezug
     zu Debian liefern:

        * Debian WWW-Suchseite (http://search.debian.org/).

        * Google Gruppen (http://groups.google.com/): eine Suchmaschine fr
          Newsgroups.

          Um zum Beispiel herauszufinden, welche Erfahrungen Leute beim
          Finden von Treibern fr Promise Controller unter Debian gemacht
          haben, kann danach mit der Wendung `Promise Linux-Treiber'
          gesucht werden.  Damit werden alle Eintrge angezeigt, die diese
          Zeichenfolge enthalten, z.B.  jene, in denen ber dieses Thema
          diskutiert wurde.  Wenn `Debian' dieser Suchanfrage hinzugefgt
          wird, werden die Eintrge angezeigt, die Debian-spezifisch sind.

        * Jede bekannte Suchmaschine, wie z.B.  AltaVista
          (http://www.altavista.com/) oder Google (http://www.google.com/),
          solange die richtige Suchanfrage gestartet wird.

          Zum Beispiel wird mit der Suchanfrage cgi-perl eine viel
          genauere Erklrung ber dieses Paket gefunden, als im kurzen
          Textfeld in seiner `control'-Datei zu finden ist.


12.4. Gibt es Protokolle von bekannten Fehlern?
-----------------------------------------------

     Berichte ber ungelste (oder geschlossene) Probleme sind ffentlich
     verfgbar: Debian versprach dies zu tun, indem wir im
     Debian-Gesellschaftsvertrag (http://www.debian.org/social_contract)
     aussagten: Wir werden keine Probleme verheimlichen.

     Die Debian GNU/Linux-Distribution verfgt ber eine Fehlerdatenbank
     (BTS, engl.: bug tracking system), welche die Details der Fehler
     archiviert, die von Benutzern und Entwicklern gemeldet werden.  Jeder
     Fehler erhlt eine Nummer und wird bearbeitet bis er als gelst
     markiert wird.

     Kopien dieser Informationen sind erhltlich unter
     http://www.debian.org/Bugs/.

     Ein E-Mail-Server ermglich Zugang zu der Fehlerdatenbank per E-Mail.
     Um die Anweisungen zu erhalten, kann eine E-Mail an
     <request@bugs.debian.org> mit help im Hauptteil gesandt werden.


12.5. Wie melde ich einen Fehler in Debian?
-------------------------------------------

     Wenn ein Fehler in Debian gefunden wird, sollten die Anweisungen
     durchgelesen werden, wie ein Fehler in Debian gemeldet wird.  Diese
     Anweisungen sind auf verschiedene Arten erhltlich:

        * Durch anonymes FTP.  Debian-Spiegelseiten enthalten die
          Anweisungen in der Datei `doc/bug-reporting.txt'.

        * Aus dem WWW.  Eine Kopie der Anweisungen ist auf
          http://www.debian.org/Bugs/Reporting zu finden.

        * Auf jedem Debian-System, auf dem das `doc-debian'-Paket
          installiert ist.  Die Anweisungen liegen in der Datei
          `/usr/share/doc/debian/bug-reporting.txt'.

     Es kann das Paket `reportbug' benutzt werden, welches einen durch den
     Meldeprozess fhrt und die Nachricht an die richtige Adresse schickt
     und auerdem automatisch einige zustzliche Details ber das System
     beifgt.  Es zeigt auch eine Liste der bereits gemeldeten Fehler des
     Paketes an, ber das berichtet wird, so dass im Falle, dass der Fehler
     schon gemeldet wurde, zustzliche Informationen ber den bestehenden
     Fehler hinzugefgt werden knnen.

     Wenn der Bericht per E-Mail geschickt werden soll, ist eine Nachricht
     an <submit@bugs.debian.org> zu senden.  Die erste Zeile der Nachricht
     muss so hnlich wie folgt aussehen

          Package: <Paketname>

     (<Paketname> wird durch den Namen des Paketes ersetzt).  Die nchste
     Zeile sollte sich auf hnliche Weise auf die Versionsnummer des
     Paketes beziehen:

          Version: <Versionsnummer>

     Die Versionsnummer fr jedes Paket, das auf dem System installiert
     ist, wird angezeigt, indem folgender Befehl eingegeben wird:

          dpkg -s <Paketname>

     Dieser Bereich wird auch als Pseudo-Header bezeichnet.  Der Rest der
     Nachricht sollte die Beschreibung des Fehlers (bitte nicht zu
     detailliert), die verwendete Debian-Verffentlichung, die benutzt
     wird, und Versionen von anderen relevanten Paketen enthalten.  Die
     Debian-Release-Nummer wird durch folgenden Befehl angezeigt:

          cat /etc/debian_version

     Es wird eine automatische Empfangsbesttigung zum Fehlerbericht
     verschickt.  Der Bericht beinhaltet auch automatisch eine Nummer zur
     Fehlerverfolgung, wird der Fehlerdatenbank hinzugefgt und wird an die
     debian-bugs-dist-Mailingliste weitergeleitet.


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13. Zum Debian-Projekt beitragen
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     Sie knnen verschiedene Dinge spenden
     (http://www.debian.org/donations), um Debian zu helfen: Etwa Zeit, um
     neue Pakete zu entwickeln, alte Pakete zu betreuen oder Benutzer zu
     untersttzen; Ressourcen, um die FTP- und WWW-Archive zu spiegeln
     sowie Geld, um neue Testsysteme oder Hardware fr die Archive zu
     kaufen.


13.1. Wie kann ich Debian-Software-Entwickler werden?
-----------------------------------------------------

     Die Entwicklung von Debian ist fr jeden zugnglich.  Neue Benutzer
     mit den entsprechenden Fhigkeiten oder dem Willen zu lernen werden
     bentigt, um verwaiste Pakete zu verwalten, die von ihren vorherigen
     Betreuern aufgegeben wurden sowie dazu, neue Pakete zu entwickeln und
     Benutzer zu untersttzen.

     Die Beschreibung, wie man ein Debian-Entwickler wird, kann in Debians
     New-Maintainer-Ecke (http://www.debian.org/devel/join/newmaint) auf
     der Debian-Webseite gefunden werden.


13.2. Wie kann ich Ressourcen zum Debian-Projekt beisteuern?
------------------------------------------------------------

     Da das Projekt versucht, eine erhebliche Menge an Software
     zusammenzustellen und diese leicht zugnglich zu machen, werden
     dringend Spiegel-Server bentigt.  Es ist wnschenswert, aber nicht
     unbedingt notwendig, alle Debian-Archive zu spiegeln.  Bitte besuchen
     Sie die Spiegel-Gre (http://www.debian.org/mirror/size)-Seite, um
     Informationen ber den bentigten Speicherplatz zu bekommen.

     Der Groteil des Spiegelprozesses luft automatisch mittels Skripten,
     ohne menschliche Eingriffe zu erfordern.  Allerdings treten ab und zu
     Strungen auf oder es gibt Systemnderungen, die dann ein menschliches
     Eingreifen erfordern.

     Wenn Sie ber eine Breitband-Verbindung zum Internet verfgen, die
     Ressourcen haben, um die Distribution oder einen Teil davon zu
     spiegeln, gewillt sind, die bentigte Zeit zu investieren oder
     jemanden zu finden, der das System regelmig wartet, dann melden Sie
     sich bitte unter <debian-admin@lists.debian.org>.


13.3. Wie kann ich das Debian-Projekt finanziell untersttzen?
--------------------------------------------------------------

     Man kann individuelle Spenden an zwei fr das Debian-Projekt sehr
     wichtige Organisationen einreichen.

13.3.1. Software in the Public Interest
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     Software in the Public Interest (SPI) ist eine nach IRS 501(c)(3)
     gemeinntzige Organisation, welche sich bildete, nachdem die FSF
     aufhrte, Debian zu untersttzen.  Die Aufgabe der Organisation ist
     es, Freie Software zu entwickeln und zu verffentlichen.

     Debians Ziele sind denen der FSF sehr hnlich und wir ermutigen
     Programmierer dazu, ihre Programme unter der GNU General Public
     License zu verffentlichen.  Allerdings setzen wir dadurch, dass wir
     ein Linux-System erstellen und verbreiten, welches sich in technischen
     Einzelheiten von dem GNU-System unterscheidet, wie es ursprnglich von
     der FSF entworfen wurde, einen etwas anderen Schwerpunkt.  Dennoch
     stehen wir noch immer mit der FSF in Verbindung und arbeiten mit ihr
     zusammen, indem wir nderungen zu GNU-Software einsenden und unsere
     Benutzer bitten, fr die FSF und das GNU-Projekt zu spenden.

     SPI kann unter http://www.spi-inc.org/ erreicht werden.

13.3.2. Free Software Foundation
--------------------------------

     Zu diesem Zeitpunkt gibt es keine formelle Verbindung zwischen der
     Free Software Foundation und Debian.  Allerdings ist die Free
     Software Foundation die Grundlage fr einige der wichtigsten
     Softwarebausteine in Debian, darunter auch den GNU-C-Compiler,
     GNU-Emacs und viele der C-Laufzeit-Bibliotheken, welche von allen
     Programmen des Systems genutzt werden.

     Die FSF hat die Freie-Software zu dem gemacht, was sie heute ist:
     Sie hat die General Public License geschaffen, eine Lizenz unter der
     ein Groteil der Debian-Software erschienen ist, und sie hat das
     GNU-Projekt gegrndet, um ein vllig freies Unix zu schaffen.
     Debian sollte als ein Nachkomme des GNU-Systems angesehen werden.

     Die FSF kann unter http://www.fsf.org/ erreicht werden.


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14. Debian GNU/Linux in einem kommerziellen Produkt verwenden
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14.1. Kann ich Debian-CDs erstellen und verkaufen?
--------------------------------------------------

     Ja das knnen Sie.  Sobald die Beta-Tests enden, knnen Sie Ihre CD
     erstellen und alles was wir _freigegeben_ haben ohne weitere
     Zustimmung unsererseits verffentlichen.  Sie mssen nichts an uns
     bezahlen.  Natrlich mssen alle CD-Hersteller die Lizenzen der
     Programme in Debian anerkennen.  Viele der Programme sind z.B.  unter
     der GPL-Lizenz verffentlicht, welche verlangt, dass die Quelltexte
     verffentlicht werden.

     CD-Hersteller die Geld, Software und Zeit zum Debian-Projekt
     beitragen, werden von uns in einer Liste verffentlicht, auerdem
     regen wir Benutzer dazu an, bei Herstellern zu kaufen die spenden.
     Man sieht also, es ist eine gute Werbung zu spenden.


14.2. Kann Debian mit unfreier (non-free) Software paketiert werden?
--------------------------------------------------------------------

     Ja das kann es.  Da alle Hauptkomponenten von Debian Freie Software
     sind, bieten wir ein `non-free'-Verzeichnis fr Programme an, die
     nicht frei verteilbar sind.

     Programme, die wir in diesem Verzeichnis abgelegt haben, _knnen_,
     unter Bercksichtigung der entsprechenden Lizenzbedingungen oder mit
     Zustimmung der jeweiligen Autoren von CD-Herstellern, verteilt werden.
     Genauso ist es CD-Herstellern gestattet unfreie Software aus anderen
     Quellen auf der selben CD zu verteilen.  Das Verteilen von unfreier
     und kommerzieller Software auf ein und der selben CD ist nichts Neues
     und wird von vielen Herstellern praktiziert.  Selbstverstndlich legen
     wir Software-Entwicklern nahe, die von ihnen geschriebene Software als
     freie Software zu verffentlichen.


14.3. Ich erstelle eine spezielle Linux-Distribution fr einen vertical
market. Kann ich Debian GNU/Linux als Linux-Grundsystem verwenden und
meine eigenen Programme hinzufgen?
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     Ja das ist mglich.  Von Debian abgeleitete Distributionen werden
     einmal in enger Zusammenarbeit mit dem Debian-Projekt selbst und zum
     Anderen von auenstehenden Beteiligten erstellt.  Einmal kann das
     Custom Debian Distributions (http://cdd.alioth.debian.org/)-Gerst
     verwendet werden um mit Debian zu arbeiten.  Skolelinux
     (http://www.skolelinux.org/) ist ein weiteres Projekt zu dem Thema.

     Jemand erstellt eine Linux-Distribution fr Hams (Amateurfunker) mit
     speziellen Programmen fr Amateurfunker.  Er startet mit dem
     Debian-Grundsystem und fgt Programme fr die Kontrolle des
     Transmitters, Suche der Satelliten usw.  hinzu.  Alle hinzugefgten
     Programme sind Pakete des Debian-Paketsystems, so dass es dem Benutzer
     mglich ist, die Pakete einfach zu aktualisieren, wenn Nachfolge-CDs
     verffentlicht werden.

     Es gibt bereits viele angepasste Debian-Distributionen auf dem Markt
     wie Progeny Debian, Linspire, Knoppix und Ubuntu, die alle
     eine andere Zielsetzung als das Original-Debian GNU/Linux-Projekt
     haben und trotzdem die meisten unserer Komponenten in ihren Produkten
     verwenden.

     Debian bietet Entwicklern und Systemadministratoren Methoden um lokale
     Versionen von gewhlten Dateien in einer Art zu installieren, die
     verhindert, dass sie bei einer Aktualisierung von anderen Paketen
     berschrieben werden.  Dies wird nher unter Abschnitt 11.8, `Wie kann
     ich eine durch ein Paket installierte Datei auer Kraft setzen, so
     dass stattdessen eine andere Version verwendet werden kann?'  erklrt.


14.4. Kann ich mein kommerzielles Programm in einem Debian-Paket ablegen,
damit es auf jedem Debian-System mhelos installiert werden kann?
----------------------------------------------------------------------------

     Das ist mglich.  Das Paketwerkzeug ist Freie Software: Die Pakete
     knnen freie oder unfreie Software sein, es kann sie alle
     installieren.


-------------------------------------------------------------------------------


15. Erwartete nderungen in der nchsten Hauptversion von Debian
----------------------------------------------------------------


15.1. Untersttzung fr nicht Englisch sprechende Benutzer
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     Debian untersttzt bereits eine Menge nicht Englisch sprechenden
     Benutzern, siehe Abschnitt 5.8, `Wie untersttzt Debian andere
     Sprachen als Englisch?'.

     Wir hoffen, weitere Personen zu finden, die uns helfen mehr Sprachen
     zu untersttzen und zu bersetzen.  Einige Programme untersttzen
     bereits die Internationalisierung, so dass wir
     Nachrichtenkatalogbersetzer brauchen.  Viele Programme mssen aber
     noch korrekt internationalisiert werden.

     Das GNU-bersetzungs-Projekt ftp://ftp.gnu.org/pub/gnu/ABOUT-NLS
     arbeitet an der Lokalisierung der GNU-Programme.

     Eigens fr Debian lenny arbeiten wir an Dingen wie:

        * I18n-Untersttzung fr alle Pakete, die debconf verwenden:
          Pakete, die das Debian-Konfigurations-Management verwenden,
          mssen eine bersetzung aller Dialoge gestatten, die dem Benutzer
          whrend der Konfiguration angezeigt werden.

        * I18n-Untersttzung fr Paketbeschreibungen: Erweitern der
          Paketmanagement-Schnittstellen, um bersetzte Paketbeschreibungen
          zu verwenden.

        * UTF-8 debian/changelog und debian/control.  Auf diese Weise ist
          es mglich, etwa die Namen von Personen aus asiatischen Lndern
          in den Changelogs richtig zu setzen.


15.2. Schnelleres booten: Abhngigkeitsbasierte Boot-Sequenz
------------------------------------------------------------

     Es wurde daran gearbeitet, die Boot-Sequenz in Debian zu konvertieren
     (http://wiki.debian.org/LSBInitScripts/DependencyBasedBoot), damit sie
     dynamisch und abhngigkeitsbasiert arbeitet und nicht gem fest
     einprogrammierter Sequenznummern.  Sobald die Arbeiten daran
     abgeschlossen sind, werden Debian-System deutlich schneller booten.


15.3. Verbesserungen im Debian-Installationsprogramm
----------------------------------------------------

     Eine Menge Arbeit ist in das Debian-Installationsprogramm gesteckt
     worden, was zu einer Reihe grerer Verbesserungen gefhrt hat.  Hier
     ein paar davon:

     Starten des Installationsprogramms unter Microsoft Windows: Es ist
     jetzt mglich, das Installationsprogramm direkt unter Microsoft
     Windows zu starten, ohne zuvor die BIOS-Einstellungen ndern zu
     mssen.  Nach dem Einlegen einer CD-ROM, DVD-ROM oder dem Einstecken
     eines USB-Sticks, startet selbstttig ein Programm, das eine
     Schritt-fr-Schritt Anleitung zum Debianinstallationsprogramm
     anbietet.

     Das Debianinstallationsprogramm enthlt nun experimentelle
     Untersttzung fr die Installation von Debian auf Systemen mit Serial
     ATA RAID.


15.4. Weitere (Rechner-)Architekturen
-------------------------------------

     Untersttzung fr ein komplettes Debian-System auf anderen
     Architekturen wie ARM EABI (http://wiki.debian.org/ArmEabiPort) (im
     Rckgriff auf "armel" und neben dem alten "arm") wird es
     wahrscheinlich mit lenny geben.  Untersttzung fr SuperH
     (http://wiki.debian.org/SHPort) wird bald erwarted.


15.5. Zustzliche Kernel
------------------------

     Zustzlich zu Debian GNU/Hurd wird Debian auf BSD-Kernel portiert,
     insbesondere auf FreeBSD (http://www.debian.org/ports/kfreebsd-gnu/).
     Dieser Port luft sowohl auf AMD64 ("kfreebsd-amd64") als auch auf
     traditionellen Intel-Prozessoren ("kfreebsd-i386").


-------------------------------------------------------------------------------


16. Allgemeine Informationen ber die FAQ
-----------------------------------------


16.1. Autoren
-------------

     Die erste Version dieser FAQ wurde erstellt und betreut von J.H.M.
     Dassen (Ray) und Chuck Stickelman.  Autoren der berarbeiteten Debian
     GNU/Linux-FAQ sind Susan G.  Kleinmann und Sven Rudolph.  Danach wurde
     die FAQ von Santiago Vila und spter von Josip Rodin betreut.  Der
     momentane Betreuer ist Javier Fernndez-Sanguino Pea.

     Teile der Informationen kamen von:

        * Der Debian-1.1-Verffentlichungsbekanntgabe von Bruce Perens
          (http://www.perens.com/).

        * Der Linux-FAQ von Ian Jackson
          (http://www.chiark.greenend.org.uk/~ijackson/).

        * Debian-Mailinglist-Archiven (http://lists.debian.org/),

        * Dem dpkg-Programmiererhandbuch und dem Debian-Policy-Handbuch
          (siehe Abschnitt 12.1, `Welche andere Dokumentation gibt es auf
          einem und fr ein Debian-System?')

        * vielen Entwickler, Freiwilligen, Beta-Testern und

        * den kreativen Gehirnen der Autoren.  :-)

        * Kamaraju Kusumanchis Ratgeber Choosing a Debian distribution FAQ
          (http://people.cornell.edu/pages/kk288/debian_choosing_distribution.html),
          der sie grozgigerweise unter der GPL freigab, wodurch dieser
          ein Teil der vorliegenden FAQ werden konnte (siehe Kapitel 3,
          `Eine Debian-Distribution auswhlen')

     Die Autoren mchten sich bei allen bedanken, die dieses Dokument
     mglich gemacht haben.

     Jede Haftung wird ausgeschlossen.  Alle Markenzeichen sind das
     Eigentum ihrer entsprechenden Eigner.

     Die deutsche bersetzung stammt von Christian Britz, Nico Golde, Claas
     Felix Beyersdorf, Andre Appel, Franziska Schrder, Jonas E.  Huber,
     Jens Seidel und Benjamin Eckenfels.

     Bitten senden Sie Fehler in der bersetzung an
     <debian-l10n-german@lists.debian.org>.


16.2. Feedback
--------------

     Kommentare und Ergnzungen zu diesem Dokument sind immer willkommen.
     Bitte senden Sie eine E-Mail an <doc-debian@packages.debian.org> oder
     schreiben Sie einen Wunschlisten-Fehlerbericht gegen das Paket
     `doc-debian (http://bugs.debian.org/doc-debian)'.


16.3. Verfgbarkeit
-------------------

     Die neueste Version dieses Dokuments finden Sie auf den Debian
     WWW-Seiten unter http://www.debian.org/doc/FAQ/.

     Auerdem ist die FAQ zum Download im Text-, HTML-, PostScript- und
     PDF-Format unter http://www.debian.org/doc/user-manuals#faq verfgbar.
     Dort sind auch einige bersetzungen zu finden.

     Dieses Dokument ist ber das Debian-Paket `debian-faq' verfgbar.
     bersetzungen sind erhltlich ber `debian-faq-de', `debian-faq-fr'
     und andere Pakete.

     Die originalen SGML-Dateien, die benutzt wurden, um dieses Dokument zu
     erstellen, sind auch im Quellpaket `doc-debian' oder im SVN verfgbar:
     `svn://svn.debian.org/svn/ddp/manuals/trunk/debian-faq' und
     http://svn.debian.org/viewsvn/ddp/manuals/trunk/debian-faq/.


16.4. Dokumentformat
--------------------

     Dieses Dokument wurde mit der DebianDoc-SGML-DTD geschrieben
     (umgeschrieben vom LinuxDoc-SGML).  Das DebianDoc-SGML-System
     ermglicht es, Dateien in vielen Formaten aus einer Quelldatei zu
     erstellen, z.B.  kann dieses Dokument als HTML, Text, TeX-DVI,
     PostScript, PDF oder GNU-info angezeigt werden.

     Umwandlungswerkzeuge fr DebianDoc-SGML sind im Debian-Paket
     `debiandoc-sgml' verfgbar.


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     Die Debian GNU/Linux-FAQ

     Die Autoren der Debian-FAQ


     Version 4.0.5, 17 May 2011

